Politik und Gesellschaft

Über den gewaltsamen Widerstand gegen das Böse

In den vergangenen Tagen erschienen in deutschsprachigen Medien mehrere Artikel, in denen bedeutende russische Philosophen wie Iwan Iljin, Nikolai Berdjajew und Alexander Solschenizyn als angebliche Vordenker des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine dargestellt wurden.[note]Beispiele dafür sind Ulrich M. Schmid: „Putins Einflüsterer“, Neue Zürcher Zeitung, 10.03.2022, S. 32 und Norbert Matern: „Stichwortgeber des Bösen“, Die Tagespost, 17.03.2022, S. 18.[/note] Mit dem Werk dieser Denker haben sich die Autoren jedoch allenfalls oberflächlich auseinandergesetzt und geben dessen Inhalte meist nur stark verzerrt wieder. Dies wird vor allem am Beispiel Iwan Iljins deutlich, der in seinem 1925 veröffentlichten Buch „Über den gewaltsamen Widerstand gegen das Böse“ ein christliches Ethos der Verteidigung gegen Angriffskriege und totalitäre Herrschaft formuliert hatte. […]