Christliches Dienstethos

Frankreich: Der Opfergang des katholischen Offiziers Arnaud Beltrame

Der bekennende Katholik Arnaud Beltrame war als Oberstleutnant der paramilitärischen französischen Gendarmerie Nationale am vergangenen Freitag am Einsatz gegen einen islamistischen Terroristen im südfranzösischen Trèbes beteiligt. Nachdem der Terrorist in einem Supermarkt Geiseln genommen hatte, entschloss sich Oberstleutnant Beltrame dazu, sich als Austauschgeisel zur Verfügung zu stellen. Er wurde dabei durch den Terroristen, einen marokkanischen Muslim, tödlich verwundet. Seine Tat trug jedoch dazu bei, dass die meisten Geiseln gerettet werden konnten. […]

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Daniele Giglioli: Der Verlust männlicher Tugend in der postmodernen Gesellschaft

Daniele Giglioli lehrt Literaturwissenschaften an der Universität Bergamo. In einem aktuellen Aufsatz kritisiert er, dass westliche Gesellschaften durch Anstrengungen zur Zerstörung ihres traditionellen Männlichkeitsverständnisses erhebliche Risiken eingingen. Die damit verbundene Tendenz zur Effeminisierung mache diese Gesellschaften zunehmend unfähig dazu, existenziellen Herausforderungen zu begegnen. […]

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Der Apostel Paulus und die Tugend der Härte

In einer der frühesten Schriften des Christentums, dem um das Jahr 54 n. Chr. entstandenen 1. Korintherbrief, rief der hl. Apostel Paulus christliche Männer dazu auf, Neigungen zu unmännlicher Weichheit in sich zu bekämpfen. Die Weichen würden nicht zu den Erben des Reiches Gottes gehören. Auch wenn man die Freiheit habe, sich für ein entsprechendes Leben zu entscheiden, so sei eine solche Entscheidung doch falsch. Christliche Männer seien zum vorbehaltlosen Dienst berufen, und dazu tauge nur, wer „standhaft und unerschütterlich“ sowie „mannhaft“ sei. […]

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Hans Urs von Balthasar: Der Ernstfall als Maßstab des Glaubens

Der Theologe Hans Urs von Balthasar veröffentlichte 1966 seine Schrift „Cordula oder der Ernstfall“. In ihr setzte er sich vor dem Hintergrund des kulturrevolutionären Geschehens der 1960er Jahre und dessen Eindringens in die Kirche in der Nachkonzilszeit mit der Frage auseinander, was der höchste Maßstab des Glaubens sei, mit dem man gute von schlechten religiösen Impulsen unterscheiden könne. Er kam zu dem Ergebnis, dass dieser Maßstab der Ernstfall und die eigene Bereitschaft zum Tod sei. […]

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Hans-Jürgen Abromeit: Christen müssen bereit sein, für ihren Glauben zu sterben

Der evangelisch-lutherische Bischof Hans-Jürgen Abromeit hat in einer im Rahmen des ökumenischen Kongresses „Christenverfolgung heute“ gehaltenen Predigt dazu aufgerufen, die Worte Jesu Christi zum Martyrium ernst zu nehmen. Das Christentum sei keine „Wohlfühlreligion“. Christen müssten dazu bereit sein, für ihren Glauben notfalls auch zu sterben. Im Ernstfall „muss ich um der Nachfolge Jesu willen bereit sein, auch diesen Weg zu gehen. […] Es ist schon ernst gemeint, wenn Jesus sagt: Wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir, der ist meiner nicht wert.“ […]

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Ernst Jünger: Die Idee der Unsterblichkeit und der unbesiegbare Mensch

Jede Kultur und jedes auf Dauer ausgelegte Gemeinwesen beruht zuallererst auf religiösen Bindungen. Größere areligiöse oder atheistische Gemeinschaften jenseits der Familie zerbrachen immer spätestens dann, wenn sich eine relevante Zahl von Mitgliedern von einem Festhalten an der Gemeinschaft keinen materiellen Vorteil mehr versprach. Religiöse Bindungen sind jedoch gleichzeitig mit dem Problem verbunden, dass sie kaum rational vermittelbar oder auf Nutzenkalkül zu begründen sind. […]

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Kardinal Burke: Das Christentum als heroische Religion

Der Amerikaner Raymond Kardinal Burke ist seit 2014 Kardinalpatron des Malteserordens und gilt als eine der führenden theologisch orthodoxen und konservativen Stimmen in der katholischen Kirche. In einem aktuellen Gespräch hat er die heroische Dimension des Christentums betont. […]

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Christoph Türcke: Postheroischer Säkularismus und mangelnder Willen zur Selbstbehauptung

Der Philosoph Christoph Türcke lehrte bis zu seiner Emeritierung 2014 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. In der Süddeutschen Zeitung hat er sich vor dem Hintergrund islambezogener Herausforderungen für Europa mit der geistigen Wehrunfähigkeit des postheroischen Säkularismus und der von ihm geprägten Gesellschaften auseinandergesetzt. […]

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Kampfsport als Beitrag zu christlicher Charakterbildung und Lebensführung

Der katholische Autor und Leistungssportler Jared Zimmerer ist für das Vorhaben „Word on Fire“ des amerikanischen Bischofs Robert Barron tätig, wo er sich vor allem mit Fragen männlicher Spiritualität befasst. In einem aktuellen Beitrag beschreibt er den Beitrag von Kampfsport zur christlichen Charakterbildung und Lebensführung. […]

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Leon de Winter über die Entmännlichung des Westens und die kämpferische Tugend des Islams

Der niederländische Schriftsteller Leon de Winter trat in der Vergangenheit vor allem als Islamkritiker in Erscheinung. In einem vor längerer Zeit im Magazin Focus veröffentlichten Gespräch griff er jedoch viele Aspekte islamischer Kulturkritik an westlichen Gesellschaften zustimmend auf. So lobte er etwa das im Vergleich zu Vorstellungen der zunehmend entmännlichten westlichen Moderne in vieler Hinsicht wirklichkeitsgerechtere Männlichkeitsbild der islamischen Kultur. […]