Dienstethos

Nicht mit der Lüge leben

Der russische Schriftsteller und Nobelpreisträger Alexander Solschenizyn veröffentlichte 1974 einen Text, in dem er sich mit dem Minimum des Widerstandes auseinandersetzte, den Menschen in totalitären Systemen leisten könnten. Da solche Systeme auf unwahren Ideologien beruhten, müssten sie zusammenbrechen, wenn sich genügend Menschen den staatlich verordneten Lügen verweigerten. […]

Dienstethos

Über die christliche Haltung im Angesicht des Todes

Am 26. Dezember feiern katholische und protestantische Christen den Stephanustag, der an den ersten Märtyrer des Christentums erinnert. Angesichts der Tatsache, dass es gegenwärtig mehr christliche Märtyrer gibt als zu anderen Zeiten der Geschichte, hat dieser Tag in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Der russische Schriftsteller und Dissident Alexander Solschenizyn verbrachte während seiner Haft in kommunistischen Lagern viele Jahre in der Gegenwart von Märtyrern und Menschen, die zum Martyrium bereit waren. In seinen Werken beschrieb er ihre besondere Haltung im Angesicht des Todes. […]

Dienstethos

Auf der Suche nach Helden

Die Schriftstellerin Monika Maron gehörte zu den regimekritischen Stimmen in der DDR und wurde kürzlich als „politisch unberechenbar“ eingestuft. In ihrem zuvor erschienenen Roman mit dem Titel „Artur Lanz“ hatte sie sich mit den Themen Tapferkeit und Heldentum auseinandergesetzt, wobei sie vor allem Impulse aus dem christlichen Rittertum aufgriff. Postheroische Gesellschaften müssten scheitern, wenn sie eines Tages ernsten Bedrohungen gegenüberstünden. Da solche Bedrohungen bereits am Horizont sichtbar würden, brauche es intakte Bilder von Männlichkeit, die dazu in der Lage seien, diesen Bedrohungen entgegenzutreten. Im Erbe des christlichen Rittertums gebe es solche Bilder, die Wege zu einem sinnvollen, im Dienst an großen Aufgaben geleisteten Leben erschlössen. […]

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Das Wesen der Ehre und die Selbstbehauptung des Menschen

Der russische Schriftsteller Alexander Solschenitzyn erhielt 1970 den Nobelpreis für Literatur für sein Werk „Der Archipel Gulag“, in dem er die Erfahrungen von Menschen in sowjetischen Arbeitslagern schildert. Am Beispiel von Gefangenen, die sich seelisch gegen alle Versuche behaupteten, sie zu zerbrechen, illustriert er hier das Wesen des christlichen Ehrbegriffs. Dieser versteht Ehre vor allem als die innere Qualität, die durch das tapfere Festhalten eines Menschen an den Forderungen des Gewissens unter Druck entsteht. […]

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Dietrich Bonhoeffer: Ein christlicher Widerstandskämpfer und abendländischer Patriot

Der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer (1906-1945) war als Mitarbeiter des Auslandsnachrichtendienstes der Wehrmacht Teil des militärischen Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Heute vor 75 Jahren wurde er zusammen mit anderen Widerstandskämpfern im Konzentrationslager Flossenbürg hingerichtet. Im Gedenken an ihn und sein Werk wird meist ausgeblendet, dass sein gelebtes Christentum nicht nur von einer kämpferischen Haltung, sondern auch von einem abendländischen Patriotismus sowie von einer konservativen Skepsis gegenüber den Ideologien der Moderne geprägt war. […]

Dienstethos

COVID-19, Kapitän Arma und die Rückkehr des traditionellen Dienstethos

Gennaro Arma ist der Kapitän des Kreuzfahrtschiffs Diamond Princess, das zeitweise unter Quarantäne stand, nachdem dort Fälle von COVID-19 festgestellt worden waren. Insgesamt infizierten sich mehrere hundert der Passagiere des Schiffes, von denen einige starben. Kapitän Arma gelang es in dieser Situation, eine Panik zu verhindern. Er wurde dadurch in Italien zu einer Symbolfigur für das traditionelle Dienstethos, das zur Bewältigung von Lagen wie der gegenwärtigen Corona-Krise erforderlich ist. […]

Dienstethos

Die Berufung des Mannes zum Schutz von Familie und Gemeinwesen

Der Politikwissenschaftler und Naturrechtsexperte J. Budziszewski lehrt an der University of Texas in Austin in den USA. Vor dem Hintergrund des wachsenden Einflusses der Ideologie der “Gender Studies” erläuterte er in einem kürzlich erschienenen Aufsatz das auf erprobtem Erfahrungswissen über die Natur des Menschen beruhende Männlichkeitskonzept der abendländischen Philosophie. Dieses Verständnis von Männlichkeit betone die Berufung des Mannes zum Kampf für das Gute und zum entsprechenden Dienst an seiner Familie und am Gemeinwesen. […]

Dienstethos

Ein freiheitliches Gemeinwesen braucht Helden

Der Philosoph Dieter Thomä lehrt der der Universität St. Gallen. In einem jetzt erschienenen Aufsatz erläutert er die Bedeutung von Helden für freiheitliche Gemeinwesen. Diese müssten sich „mehr denn je“ gegen Feinde behaupten und benötigten daher „Menschen, die heroisch die Fackel der Freiheit hochhalten.“ […]

Dienstethos

Über das heroische Wesen des Christentums

Der Philosoph Nikolai Berdjajew (1874–1948) übte starken geistigen Einfluss auf Teile des christlichen Widerstands gegen den Nationalsozialismus aus. In einer ursprünglich 1931 erschienenen und kürzlich neu unter dem Titel “Im Herzen die Freiheit” herausgegebenen Schrift beschreibt er das heroische Wesen des Christentums. In Europa habe das Christentum jedoch die Prüfungen nicht bestanden, die mit seinen früheren historischen Erfolgen hier verbunden gewesen sei. Es habe sich in Folge dessen verweltlicht und verbürgerlicht, was die Ursache seiner gegenwärtigen Krise sei. […]

Dienstethos

Anti-maskuline Tendenzen im modernen Katholizismus

Der katholische Philosoph Peter Kwasniewski kritisiert in einem aktuellen Aufsatz unmännliche Tendenzen im modernen Katholizismus. Diese kämen vor allen in Versuchen zum Ausdruck, das Christentum attraktiver machen zu wollen, indem man seine harten und fordernden Aspekte leugne oder zu verbergen versuche. Diese “Inversion und Perversion” stelle eine existenzielle Bedrohung für die Kirche in westlichen Gesellschaften dar. […]