Dienstethos

Die Berufung des Mannes zum Schutz von Familie und Gemeinwesen

Der Politikwissenschaftler und Naturrechtsexperte J. Budziszewski lehrt an der University of Texas in Austin in den USA. Vor dem Hintergrund des wachsenden Einflusses der Ideologie der “Gender Studies” erläuterte er in einem kürzlich erschienenen Aufsatz das auf erprobtem Erfahrungswissen über die Natur des Menschen beruhende Männlichkeitskonzept der abendländischen Philosophie. Dieses Verständnis von Männlichkeit betone die Berufung des Mannes zum Kampf für das Gute und zum entsprechenden Dienst an seiner Familie und am Gemeinwesen. […]

Dienstethos

Das zeitlose Erbe des abendländischen Rittertums

Der katholische Theologe und Jesuit Hugo Rahner (1900-1968) ist vor allem durch seinen Einsatz für die Verteidigung des abendländischen Gedankens in Erinnerung geblieben. Das christliche Abendland empfand er als ein hohes Gut, das es verdient, bewahrt zu werden. Er verfasste in diesem Zusammenhang 1959 einen Aufsatz, in dem er das zeitlose Erbe des abendländischen Rittertums beschrieb. Dessen Ideale seien die Antwort auf die Probleme einer „im Wohlstand alt und fett gewordenen Welt“. […]

Dienstethos

Der Dienst des Soldaten als christlicher Dienst am Nächsten

In einer kurzen Videobotschaft wandte sich Papst Franziskus gestern an italienische Soldaten, die sich während der Weihnachtstage im Auslandseinsatz befinden. Er dankte den Soldaten für ihre Tapferkeit und betonte, dass ihr Dienst ein Opfer darstelle, das Ausdruck ihrer Nächstenliebe gegenüber ihrem Vaterland sei. Diese Liebe möge die Herzen der Soldaten auf dem Weg des Dienstes wachsen lassen. […]

Dienstethos

Das ritterliche Ethos als geistige Waffe gegen kulturelle Auflösung

Der Schriftsteller Alexander Graf von Schönburg-Glauchau beschreibt in seinem kürzlich erschienenen Buch „Die Kunst des lässigen Anstands“ das Ethos des christlichen Rittertums als zeitlos wirksame geistige Waffe gegen die in modernen Gesellschaften vorherrschenden antikulturellen Auflösungstendenzen. […]

Kulturelle Resilienz

Die Krise Europas und das neue Rittertum

Der Philosoph Nikolai Berdjajew (1874–1948) stand der konservativen katholischen Erneuerungsbewegung seiner Zeit nahe. In seinem Werk „Das neue Mittelalter“ setzte er sich 1923 mit der geistig-kulturellen Krise Europas auseinander und suchte nach “Wegen zu einem neuen Rittertum”, das diese Krise überwinden könne. Das Buch übte einen starken Einfluss auf Teile des christlichen Widerstands gegen den Nationalsozialismus aus. […]

Dienstethos

Der Prophet Ezechiel und die christliche Berufung zum schützenden Dienst

Der damalige Priester und spätere Prophet Ezechiel war im Jahre 597 v. Chr. Zeuge des Falls Jerusalems und der existenziellen Krise, die das Volk Israel an den Rand der Vernichtung brachte. Das Buch des Alten Testaments, das seine Worte wiedergibt, schildert diese Katastrophe, aber auch die Berufung zum Wächtertum und zum schützenden Dienst. Die Wächter seien jene, die Gott damit beauftrage, Krisen frühzeitig zu erkennen und die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, damit „mein Volk Israel in Sicherheit wohnt”. […]

Kulturerbe

Die Krise des Landes Logrien und ihre Überwindung im Gralsmythos

Um das Jahr 1190 veröffentlichte Chrétien de Troyes die älteste bekannte Erzählung des Gralsmythos unter dem Titel „Die Geschichte vom Gral“. Ihr stellte ein unbekannter Autor einen “Elucidation” genannten Prolog voran. Dieser handelt von der Krise des Landes Logrien, dessen König die transzendente Ordnung verletzt und das Land von seinem geistigen Zentrum trennt. Der Text handelt außerdem von einer Gemeinschaft von Rittern, die gegen das damit verbundene Böse kämpft und das Land durch die Wiederanbindung an sein geistiges Zentrum erneuert. […]

Dienstethos

Das Christentum als Festung im Meer des Chaos

Der französische Schriftsteller Charles Péguy (1873-1914) veröffentlichte kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs einen weitsichtigen Aufsatz, in dem er “bisher ungekannte Prüfungen” für das Christentum ankündigte. Angesichts der bevorstehenden Verwerfungen gleiche das Christentum einer “Festung im Meer”. Es werde künftig kein unverbindliches Christentum mehr geben können. Jeder Christ werde an der Grenze des Königreiches stehen und Soldat im Kampf gegen die Mächte des Bösen sein. […]

Dienstethos

Der verborgene Dienst am Gemeinwohl und das Geheime Deutschland

Der katholische Philosoph Josef Pieper (1904-1997) setzte sich in seinem 1955 erschienenen Aufsatz “Der Same bedarf des Erdreichs” anlässlich des zehnten Jahrestags des 20. Juli 1944 aus einer christlichen Perspektive mit Grundfragen des schützenden und bewahrenden Dienstes am Gemeinwohl auseinander. Das Beispiel der Männer des 20. Juli 1944 zeige, dass das Gemeinwohl einen Dienst “verborgener Herkunft” erfordere, der von “Schweigenden und Verborgenen“ im Hintergrund geleistet werde. […]