Christliches Dienstethos

Die Geburt der Bundeswehr aus dem Geist des Rittertums

Die geistig-weltanschaulichen Grundlagen für den Aufbau der deutschen Bundeswehr wurden in den 1950er Jahren durch eine Gruppe von Offizieren erarbeitet, zu denen auch Wolf Graf von Baudissin gehörte. Er gilt als geistiger Vater eines 1957 veröffentlichten Leitbildes, das auf der Grundlage abendländischer Weltanschauung und des christlichen Rittertums ein militärisches Ethos für die neue Armee schuf. Diese Tradition ist in der Bundeswehr mittlerweile weitgehend in Vergessenheit geraten. Es gibt jedoch erste Anzeichen dafür, dass sich dies künftig ändern könnte. […]

Christliches Dienstethos

Charles J. Chaput: Die zeitlose Botschaft des Rolandsliedes

Charles Joseph Chaput war bis 2020 Erzbischof von Philadelphia und gilt als einer der führenden katholischen Denker in den USA. In einem jetzt veröffentlichten Aufsatz setzt er sich mit der zeitlosen Botschaft des Rolandslieds auseinander. Das um das Jahr 1100 entstandene Werk gehört zu den wichtigsten Heldenepen des Mittelalters und behandelt den Kampf eines von Karl dem Großen geführten Heeres gegen sarazenische Invasoren auf der spanischen Halbinsel. Laut Chaput illustriere das Lied vor allem die Bedeutung der tätigen christlichen Nächstenliebe. […]

Christliches Dienstethos

J. Budziszewski: Die Berufung des Mannes zum Schutz von Familie und Gemeinwesen

Der Politikwissenschaftler und Naturrechtsexperte J. Budziszewski lehrt an der University of Texas in Austin in den USA. Vor dem Hintergrund des wachsenden Einflusses der Ideologie der „Gender Studies“ erläuterte er in einem kürzlich erschienenen Aufsatz das auf erprobtem Erfahrungswissen über die Natur des Menschen beruhende Männlichkeitskonzept der abendländischen Philosophie. Dieses Verständnis von Männlichkeit betone die Berufung des Mannes zum Kampf für das Gute und zum entsprechenden Dienst an seiner Familie und am Gemeinwesen. […]

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Hugo Rahner: Das zeitlose Erbe des abendländischen Rittertums

Der katholische Theologe und Jesuit Hugo Rahner (1900-1968) ist vor allem durch seinen Einsatz für die Verteidigung des abendländischen Gedankens in Erinnerung geblieben. Das christliche Abendland empfand er als ein hohes Gut, das es verdient, bewahrt zu werden. Er verfasste in diesem Zusammenhang 1959 einen Aufsatz, in dem er das zeitlose Erbe des abendländischen Rittertums beschrieb. Dessen Ideale seien die Antwort auf die Probleme einer „im Wohlstand alt und fett gewordenen Welt“. […]

Christliches Dienstethos

Alexander von Schönburg: Das ritterliche Ethos als geistige Waffe gegen kulturelle Auflösung

Der Schriftsteller Alexander Graf von Schönburg-Glauchau beschreibt in seinem kürzlich erschienenen Buch „Die Kunst des lässigen Anstands“ das Ethos des christlichen Rittertums als zeitlos wirksame geistige Waffe gegen die in modernen Gesellschaften vorherrschenden antikulturellen Auflösungstendenzen. […]

Kulturelle Resilienz

Nikolai Berdjajew: Die Krise Europas und das neue Rittertum

Der Philosoph Nikolai Berdjajew (1874–1948) stand der konservativen katholischen Erneuerungsbewegung seiner Zeit nahe. In seinem Werk „Das neue Mittelalter“ setzte er sich 1923 mit der geistig-kulturellen Krise Europas auseinander und suchte nach „Wegen zu einem neuen Rittertum“, das diese Krise überwinden könne. Das Buch übte einen starken Einfluss auf Teile des christlichen Widerstands gegen den Nationalsozialismus aus. […]

Kulturerbe

Die Krise des Landes Logrien und ihre Überwindung im Gralsmythos

Um das Jahr 1190 veröffentlichte Chrétien de Troyes die älteste bekannte Erzählung des Gralsmythos unter dem Titel „Die Geschichte vom Gral“. Ihr stellte ein unbekannter Autor einen „Elucidation“ genannten Prolog voran. Dieser handelt von der Krise des Landes Logrien, dessen König die transzendente Ordnung verletzt und das Land von seinem geistigen Zentrum trennt. Der Text handelt außerdem von einer Gemeinschaft von Rittern, die gegen das damit verbundene Böse kämpft und das Land durch die Wiederanbindung an sein geistiges Zentrum erneuert. […]

Christliches Dienstethos

Charles J. Chaput: Das Rittertum und die Berufung des Mannes

Charles Joseph Chaput ist Erzbischof von Philadelphia und einer der führenden katholischen Denker in den USA. Im Rahmen eines Vortrags behandelte er vor einigen Tagen die Berufung des Mannes zum Dienst am Nächsten und am Gemeinwesen. Dabei erinnerte er daran, dass das Christentum in Form des Rittertums ein zeitloses Bild von dienstbereiter Männlichkeit geschaffen habe, das angesichts der sich ankündigenden Verwerfungen in westlichen Gesellschaften an Bedeutung gewinne. […]

Kulturerbe

Der Gralsmythos und die Spiritualität des christlichen Rittertums

Der englische Historiker Richard Barber gilt als einer der führenden Experten auf dem Gebiet der mittelalterlichen höfischen Kultur. In seinem Werk „Der Heilige Gral: Geschichte und Mythos“ analysiert er die verschiedenen Strömungen des Gralsmythos. Dieser sei entgegen moderner Verzerrungen eindeutig als Werk der katholischen Kultur des Hochmittelalters zu identifizieren, in dem die Kultur und Spiritualität des christlichen Rittertums zum Ausdruck komme. […]

Christliches Dienstethos

Romano Guardini: Der ritterliche Mann

Romano Guardini (1885-1968) lehrte katholische Weltanschauung an verschiedenen deutschen Universitäten und gilt als einer der bedeutendsten Vertreter dieses Faches im 20. Jahrhundert. Sein Werk beeinflusste unter anderem Hannah Arendt und Papst Benedikt XVI. In seinem an junge Männer gerichteten Aufsatz „Vom ritterlichen Manne“, der im Band „Briefe über Selbstbildung“ enthalten ist, beschrieb er das traditionelle, das Dienstethos betonende abendländische Konzept von Männlichkeit. […]