Mitteilungen

Neue Publikation: Über die kulturellen Wurzeln Europas

In unserer Reihe „Renovatio-Analysen“ setzt sich der philosophische Publizist Daniel Zöllner mit den kulturellen Wuzeln Europas auseinander. Die europäisch-abendländische Tradition habe eine besondere Antwort auf die universelle Frage nach dem Umgang mit der Spannung zwischen den Erfordernissen der Welt und überweltlichen Ansprüchen gefunden. Ihr Wesen bestehe in einer auf christlicher Theologie begründeten Bejahung der Welt. […]

Impulse

Das Christentum und die Selbstbehauptung des freiheitlichen Staates

Der Staatsrechtler und Staatsphilosoph Josef Isensee gehört zu den öffentlichkeitswirksamsten Vertretern seines Fachs in Deutschland. Ein kürzlich erschienener Sammelband enthält mehrere seiner Texte, in denen er für die Verteidigung des im christlich-abendländischen Erbe wurzelnden deutschen Verfassungsstaates gegen innere und äußere Herausforderungen eintritt. Freiheitliche Gesellschaften benötigten eine starke christliche Grundlage. Der problematische innere Zustand der Kirche in Deutschland, der unter einem eine Folge ihrer inneren Überformung durch neomarxistische Ideologie sei, schwäche diese Grundlage. […]

Herausforderungen

Das Zeitalter der Auflösung und die Rückkehr der Religion

Michel Houellebecq gilt als einer der bedeutendsten Schriftsteller und Kulturkritiker der Gegenwart. Die jetzt in deutscher Übersetzung erschienene Aufsatzsammlung mit dem Titel „Ein bisschen Schlechter“ gewährt einen Eindruck in sein politisches und religiöses Denken. Die westliche Welt befinde sich ihm zufolge in einem Zeitalter der Auflösung. Das heraufziehende Chaos werde zu einem Wiedererwachen der Religion führen. Der Islam sei gegenwärtig die vitalste Religion in Europa. Ihm stehe ein schwacher Katholizismus gegenüber, an dessen traditionsorientierten Rändern es jedoch ebenfalls Anzeichen für ein religiöses Erwachen gebe. […]

Erneuerung

Strategische Ansätze der kulturellen Erneuerung von Gesellschaften

Der Soziologe James Davison Hunter lehrt an der University of Virginia in den USA. In seinem 2010 erschienenen Werk „To Change the World“ untersuchte er die Frage, wie es christlichen Akteuren gelingen könne, westliche Gesellschaften kulturell zu erneuern. Er ging dabei von der Erkenntnis aus, das kultureller Wandel stets von Eliten ausgehe. Wer kulturelle Erneuerung anstrebe, müsse daher auf einer Gegenelite aufbauen, die in etablierte Eliten hineinwirke und sie von innen heraus verwandele. Die Masse hingegen sei unerheblich, was die kulturelle Entwicklung einer Gesellschaft angehe. […]

Impulse

Die Theologie der Nation Papst Johannes Pauls II.

In seiner neuen Enzyklika „Fratelli tutti“ knüpft Papst Franziskus an die Theologie der Nation an, die der 2014 von Franziskus heiliggesprochene Johannes Paul II. unter anderem in seinem Werk „Erinnerung und Identität“ beschrieben hatte. Er warnte hier vor dem wachsenden Einfluss postmoderner utopischer Ideologien, die nach der Auflösung der Bindung des Menschen an die Nation streben. Die Nation sei als unverzichtbare natürliche Gemeinschaft aus christlicher Sicht ebenso zu bejahen wie die Familie, deren Erweiterung sie darstelle. Patriotismus sei eine Form der gelebten Nächstenliebe. […]

Impulse

Christentum und staatliche Selbstbehauptung

Niccolò Machiavelli (1469-1527) gilt als einer der bedeutendsten Staatsphilosophen der Neuzeit. In seinem Werk Discorsi untersuchte er auf der Grundlage des Staatsdenkens der römischen Antike die Frage, was Staaten Dauer verleiht und wie ein Gemeinwesen existenzielle Herausforderungen bewältigen kann. Dabei setzte er sich unter anderem mit gesinnungsethnischen Tendenzen im Christentum kritisch auseinander, die dieses als Träger des Gemeinwesens schwächten. […]

Allgemein

Der Winter des Abendlands – Teil 2: Erbe und Identität

Kardinal Robert Sarah gilt als eine der wichtigsten Persönlichkeiten in der katholischen Kirche der Gegenwart und als einer der entschlossensten Verteidiger ihrer Tradition. In einem kürzlich erschienenen Buch analysiert er die Krise Europas aus einer christlichen Perspektive und spricht diesbezüglich vom „Winter des Abendlands“. Eine der Ursachen dieser Krise sei das Menschenbild von Moderne und Postmoderne, das die Identität des Menschen als Träger eines Erbes leugne. […]

Herausforderungen

Der Winter des Abendlands – Teil 1: Die Krise Europas

Kardinal Robert Sarah gilt als eine der wichtigsten Persönlichkeiten in der katholischen Kirche der Gegenwart, als einer der entschlossensten Verteidiger ihrer Tradition und als einer der härtesten Kritiker ihrer inneren Missstände. In seinem aktuellen, zusammen mit Nicolas Diat verfassten Gesprächsband mit dem Titel „Herr bleibe bei uns: Denn es will Abend werden“ analysiert er die Krise Europas und die damit eng verbundene Krise der Kirche. Er spricht von einem „Winter des Abendlandes“, in dem Christen als „Hüter der heiligen Flamme“ einen besonderen Auftrag zum Dienst an den Völkern Europas hätten. In diesem Dienst würden Christen zu oft versagen. […]

Herausforderungen

Der kulturelle Selbstmord der modernen Zivilisation

Der evangelische Philosoph Alexander Grau beschreibt in einem aktuellen Aufsatz die kulturelle Selbstzerstörung moderner Ideologien und der von ihnen dominierten westlichen Gesellschaften. Kulturoptimismus und Fortschrittsglaube seien Symptome einer kulturellen Erschöpfung, die nicht mehr über die Kraft zur Selbstreflektion und Selbstkorrektur verfüge und daher Verfallserscheinungen zum Ausdruck von Fortschritt zu erklären versuche. […]

Impulse

Weihnachten und die Verteidigung des christlichen Europas

Erzbischof Georg Gänswein gilt als einer der engsten Vertrauten des emeritierten Papstes Benedikt XVI. In einer heute veröffentlichten Weihnachtsbotschaft betont er die Bedeutung des Christentums als Grundlage von allem, was im Erbe Europas „schön und groß und liebenswert“ sei. Während der islamische Gebetaufruf „Gott ist der Größte!“ zum „Schreckensruf unserer Städte geworden“ sei, stehe das Weihnachtsfest für die „unfassbare Demut des Größten“. Diese sei auf „kostbarste Weise als Signatur eingeschrieben in jene Welt, die wir lieben und die gegen oft übermächtig scheinende Gegner mit unserem Zeugnis verteidigt werden will.“ […]

Impulse

Christentum und nationale Identität

Der britisch-pakistanische Theologe Michael Nazir-Ali ist Leiter des Oxford Centre for Training, Research, Advocacy and Dialogue und war bis 2009 anglikanischer Bischof von Rochester sowie Mitglied des britischen House of Lords. In einem kürzlich erschienenen Beitrag beschrieb er im Zusammenhang mit den zunehmenden Identitätsdebatten in Europa das christliche Verständnis von nationaler und europäischer Identität. […]

Impulse

Der Niedergang und die kommende christliche Erneuerung Europas

Der französische Schriftsteller Michel Houellebecq ist vor allem durch Romane bekannt geworden, in denen er kulturelle Auflösungserscheinungen moderner Gesellschaften beschreibt. In seiner gestern gehaltenen Dankesrede anlässlich der Verleihung des Oswald-Spengler-Preises stellt er den Niedergang Europas auch als Folge seiner Abwendung vom Christentum dar. Historische Vorbilder würden jedoch Anlass zur Hoffnung geben, dass auf dem Höhepunkt der Krise die Möglichkeit einer religiösen Erneuerung Europas aus dem Geist des Christentums bestehen werde. […]

Impulse

Das Christentum als Festung im Meer des Chaos

Der französische Schriftsteller Charles Péguy (1873-1914) veröffentlichte kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs einen weitsichtigen Aufsatz, in dem er „bisher ungekannte Prüfungen“ für das Christentum ankündigte. Angesichts der bevorstehenden Verwerfungen gleiche das Christentum einer „Festung im Meer“. Es werde künftig kein unverbindliches Christentum mehr geben können. Jeder Christ werde an der Grenze des Königreiches stehen und Soldat im Kampf gegen die Mächte des Bösen sein. […]

Impulse

Europa als Erbe und Auftrag

Der Benediktinerpater Cassian Folsom ist Gründer und ehemaliger Prior des Klosters San Benedetto im italienischen Norcia, wo eine junge internationale Gemeinschaft katholischer Mönche aktiv ist. In einem kürzlich veröffentlichten Aufsatz mit dem Titel „Erbe und Auftrag“ setzt er sich mit der „entmutigenden, so düsteren Lage“ Europas auseinander und untersucht, was „die innere Identität Europas wieder beleben könnte“. Er entwirft ein Modell von Netzwerken von Gemeinschaften, die um geistliche Kerne herum entstehen und diese Aufgabe leisten könnten. […]

Herausforderungen

Aufstieg und Fall der abendländischen Kultur

Der atheistische Philosoph Michel Onfray setzt sich in seinem kürzlich in deutscher Übersetzung erschienenen Werk „Niedergang“ (frz. „Décadence“) mit dem Aufstieg und Fall der abendländischen Kultur auseinander. Europa habe den religiösen Kern seiner Identität verloren, weshalb seine Kultur sich „im Endstadium ihres Niedergangs“ befinde. Spät- und Postmoderne würden von den Resten christlicher Kultur leben und diese dabei verzehren. Ein Ausweg sei nicht in Sicht: „Das Schiff sinkt. Uns bleibt nur, möglichst elegant unterzugehen.“ […]

Impulse

Der Dienst des Christentums an einem sterbenden Europa

Robert Kardinal Sarah gilt als eine der wichtigsten Persönlichkeiten in der katholischen Kirche der Gegenwart. In einer Predigt in der Kathedrale von Chartres hat er vor einigen Tagen Christen zum Dienst an einem sterbenden, von wahnhaften Ideologien geistig zerstörten Europa aufgerufen. Die gegenwärtige Lage erfordere von Christen einen totalen Einsatz. Nur Heilige und Märtyrer könnten Europa aus der Dunkelheit führen. […]

Impulse

Die Apostel des Abendlandes – Teil 1: Der lange Winter

Christopher Dawson (1889-1970) lehrte an der Harvard University und gilt als einer der bedeutendsten christlichen Historiker des 20. Jahrhunderts. Sein Werk beeinflusste unter anderem J.R.R. Tolkien und T.S. Eliot. In seinen Büchern „Die Religion im Aufbau der abendländischen Kultur“ und „Die Gestaltung des Abendlandes“ schildert er, wie christliche Mönche und Herrscher im Frühmittelalter inmitten der Trümmer des untergegangenen Römischen Reiches Europa schufen und in einem jahrhundertelangen Überlebenskampf verteidigten. […]