Herausforderungen

Hans-Jürgen Papier: Die Erosion des Rechtsstaats in Deutschland

Der Staatsrechtswissenschaftler Hans-Jürgen Papier war unter anderem Präsident des Bundesverfassungsgerichts. In einem jetzt veröffentlichten Gespräch warnt er vor der Erosion des Rechtsstaats in Deutschland. Die größte Herausforderung sei diesbezüglich die mangelnde rechtsstaatliche Orientierung der Bundesregierung. Weitere Herausforderungen seien die Herausbildung rechtsfreier Räume in Folge der Ausbreitung von Strukturen der Organisierten Kriminalität und die Idealisierung des Rechtsbruchs durch Teile der Umweltbewegung. […]

Herausforderungen

Rudolf Steinberg: Multikulturalismus, Laizismus und Entchristianisierung

Der Rechtswissenschaftler Rudolf Steinberg war Präsident der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main. In einem aktuellen Aufsatz setzt er sich mit der immer weitere Bereiche der Gesellschaft erfassenden Entfernung religiöser Symbole und Bezüge aus dem öffentlichen Leben in Deutschland auseinander. Eine wesentliche Ursache dafür sei der Wandel Deutschlands zu einem „zunehmend multikulturellen und multireligiösen Land“. […]

Herausforderungen

Eckhard Jesse: Der drohende Verlust des antitotalitären Konsenses in Deutschland

Der Politikwissenschaftler Eckhard Jesse gilt als einer der führenden Extremismusforscher in Deutschland und lehrte zuletzt an der TU Chemnitz. In einem aktuellen Interview warnt er vor einem drohenden Verlust des antitotalitären und antiextremistischen Konsenses in Deutschland. […]

Kulturelle Resilienz

Werner Weidenfeld: Deutschland braucht eine „Schule des strategischen Denkens“

Der Politikwissenschaftler Werner Weidenfeld lehrte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. In einem kürzlich erschienenen Aufsatz schrieb er über die „Strategiekrise der wankenden Republik“ Deutschland und forderte die Schaffung einer „Schule des strategischen Denkens“. […]

Politik und Gesellschaft

Ludger Schwienhorst-Schönberger: Das Christentum als normative Grundlage europäischer Staaten

Ludger Schwienhorst-Schönberger lehrt katholische Theologie an der Universität Wien. Im Zusammenhang mit der Debatte über die Anbringung christlicher Kreuze an Dienstgebäuden des Freistaats Bayern weist er darauf hin, dass jedes Gemeinwesen ein metaphysisches Fundament benötige. Es könne keinen weltanschaulich neutralen Staat geben. Das Christentum habe bewiesen, dass es eine gute normative Grundlage für gelingende Gemeinwesen darstelle. Es sei daher zu befürworten, wenn Staaten sich auf diese Grundlage stellen und dies auch öffentlich zeigen würden. […]

Herausforderungen

Wolfgang Streeck: Postdemokratie und die Zerstörung der politischen Kultur Deutschlands

Der Soziologe Wolfgang Streeck ist Direktor emeritus am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln. In einem heute in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ erschienenen Aufsatz kritisiert er den seiner Ansicht nach nahezu totalen Verlust von Gemeinwohlorientierung und die Zerstörung der politischen Kultur in der „substanzentleerten und deshalb sentimentalisierungsbedürftigen deutschen Postdemokratie“. […]

Kulturelle Resilienz

Boris Kalbheim: Verfassungspatriotismus als Ersatzreligion

Der an der Universität Würzburg tätige katholische Theologe Boris Kalbheim kritisiert in einem Beitrag bei Deutschlandfunk Kultur Versuche, in der Leitkulturdebatte das Grundgesetz zur Quelle deutscher Kultur zu erklären oder mit ihr gleichzusetzen. […]