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Über den Widerstand gegen die Tyrannei – Teil 1: Patriotismus

Laut dem Historiker Timothy Snyder befinden sich die freien Republik des Westens in einem Zustand innerer Auflösung. Das Risiko totalitärer und tyrannischer Herrschaft sei in den USA und Europa keinesfalls gebannt. Vor diesem Hintergrund identifizierte Snyder auf der Grundlage historischer Erfahrungen eine Reihe von „Lektionen für den Widerstand“, von denen wir einige in einer kurzen Serie vorstellen. Zu diesen Lektionen gehört die Bedeutung des Patriotismus. […]

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Kulturelle Resilienz: Das Beispiel Ukraine

Lawrence Freedman, einer der führenden Strategieexperten der Gegenwart, setzt sich in einem aktuellen Aufsatz mit den Ursachen des bisherigen ukrainischen Erfolgs im Kampf gegen die russischen Invasionskräfte auseinander. Dieser Erfolg liege wesentlich in der Resilienz der Kultur der Verteidiger begründet, die sich auf ein Narrativ von „Zusammenhalt, Heldentum und Opferbereitschaft“ stütze und die mit dem Kampf gegen die Invasoren verbundenen Härten zu tragen bereit sei. […]

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Institutioneller Patriotismus statt Vielfaltsideologie

Rafael Behr lehrt Kriminologie und Soziologie an der Akademie der Polizei Hamburg und gilt als einer der führenden Polizeiforscher Deutschlands. In einer seiner Schriften kritisierte er Ideologien der Vielfalt, weil diese den Zusammenhalt in Institutionen gefährden könnten. Erfolgreich wirkende Institutionen müssten aus Vielfalt eine Einheit formen, wozu „institutioneller Patriotismus“ erforderlich sei. […]

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Deutschland braucht ein positives Identitätsverständnis

Der Historiker Jörg Hackeschmidt ist im Stab Politische Planung, Grundsatzfragen und Sonderaufgaben des Bundeskanzleramtes tätig. Zusammen mit der Politikwissenschaftlerin Caroline König kritisiert er in einem heute erschienenen Aufsatz Schwächen der deutschen Erinnerungskultur. Diese sei von einer „Verengung auf die Schrecken“ der deutschen Geschichte geprägt und tauge nicht dazu, Gemeinsinn zu stiften oder integrierend zu wirken. Deutschland brauche ein positives Identitätsverständnis. […]

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Patriotismus und Gemeinsinn als Antworten auf gesellschaftliche Auflösung

Der Sozialdemokrat und Kulturwissenschaftler Wolfgang Thierse war zwischen 1998 bis 2005 Präsident des Deutschen Bundestages. In einem kürzlich erschienenen Aufsatz kritisierte er, dass die gegenwärtige Welle des linksradikalen identitätspolitischen Aktivismus den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland zunehmend zerstöre. Diese Bedrohung erfordere die Rückkehr zur Tugend des Gemeinsinns sowie zu den Werten „Heimat und Patriotismus, Nationalkultur und Kulturnation“. […]

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Solidarische Gesellschaften brauchen Patriotismus

Der Ökonom Paul Collier lehrt Wirtschaftswissenschaften an der Universität Oxford. In seinem Buch „Sozialer Kapitalismus! Mein Manifest gegen den Zerfall unserer Gesellschaft“ verteidigt er den Solidaritätsbegriff der klassischen politischen Philosophie gegen dessen Negierung durch neoliberalen Globalismus und neomarxistische Identitätspolitik. Diese würden den Zusammenhalt in westlichen Gesellschaften auflösen. Wachsende soziale und ethnische Polarisierung sowie das Erstarken populistischer Gegenbewegungen seien die Folgen. Die Antwort darauf sei ein solidarischer Patriotismus, der die Bindungskräfte in diesen Gesellschaften bewahrt und stärkt. […]

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Integration erfordert Patriotismus

Prinz Asfa-Wossen Asserate, ein Angehöriger des äthiopischen Kaiserhauses, lebte nach der kommunistischen Machtübernahme in seiner Heimat in Deutschland und wurde deutscher Staatsbürger. In einem aktuellen Gespräch betont er, dass Integration voraussetze, dass Migranten sich in die deutsche Kultur einfügen. Vielen Deutschen mangele es umgekehrt an Patriotismus und Bejahung des Eigenen. In der laufenden Rassismusdebatte gebe es daher maßlose Vorwürfe gegen Institutionen wie die Polizei. […]

Elitenbildung

Dietrich Bonhoeffer: Ein christlicher Widerstandskämpfer und abendländischer Patriot

Der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer (1906-1945) war als Mitarbeiter des Auslandsnachrichtendienstes der Wehrmacht Teil des militärischen Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Heute vor 75 Jahren wurde er zusammen mit anderen Widerstandskämpfern im Konzentrationslager Flossenbürg hingerichtet. Im Gedenken an ihn und sein Werk wird meist ausgeblendet, dass sein gelebtes Christentum nicht nur von einer kämpferischen Haltung, sondern auch von einem abendländischen Patriotismus sowie von einer konservativen Skepsis gegenüber den Ideologien der Moderne geprägt war. […]

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Die heilige Nation

Der Schriftsteller und Literaturwissenschaftler C. S. Lewis gehört zu den wichtigsten christlichen Autoren des 20. Jahrhunderts. Zusammen mit seinem Freund J. R. R. Tolkien war er einer der Pioniere des Literaturgenres der Phantastik. Im 1956 erschienenen abschließenden Band der für jüngere Leser geschriebenen Romanserie „Die Chroniken von Narnia“ beschrieb er auf der Grundlage der Ideenlehre Platons ein christliches Verständnis der Nation. Die Nationen der Welt werden dabei als unvollkommene Abbilder vollkommener Urbilder verstanden, die auf transzendenter Ebene existieren. […]

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Patriotismus, Gemeinwohl und kulturelle Erneuerung

Der Soziologe Amitai Etzioni lehrt an der George Washington University in den USA und ist einer der Vordenker des Kommunitarismus. In einem kürzlich erschienenen Buch mit dem Titel Reclaiming Patriotism setzt er sich mit der Frage auseinander, wie die zerfallenden Gesellschaften der westlichen Welt vor größeren Verwerfungen bewahrt und die zerstörten Bindungen in ihnen wieder hergestellt werden können. Er entwirf dazu auf der Grundlage eines Leitkultur-Ansatzes ein Programm für einen gemeinwohlorientierten Patriotismus. […]

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Nationalgefühl als Grundlage des Gemeinwohls

Der Politikwissenschaftler Mark Lilla lehrt an der Columbia University in New York. Er ist einer der gegenwärtig am stärksten wahrgenommenen Kritiker des Strebens moderner und postmoderner Ideologien nach der Auflösung von Bindungen. Vor einigen Tagen stellte er seine Gedanken in einem Gespräch mit der „Süddeutschen Zeitung“ vor. Er kritisierte hier vor allem das mangelnde Verständnis progressiver Akteure für die Bedeutung des Nationalgefühls, das die Grundlage jeglichen gesellschaftlichen Zusammenhalts darstelle. […]

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Über die Sehnsucht nach der Bewahrung Europas

Der Politikwissenschaftler Werner J. Patzelt lehrt an der Technischen Universität Dresden. In einem Vortrag am katholischen Institut für Gesellschaftswissenschaften Walberberg betonte er vor einiger Zeit, dass die Zukunft Europas angesichts der gegenwärtigen Herausforderungen vor allem davon abhänge, dass es in ihm Kräfte gebe, in denen die „Sehnsucht nach dem Bewahren“ lebendig sei. […]

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Christlicher Patriotismus als Dienst an Europa

Kardinal Reinhard Marx, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, hat vor einigen Tagen in Danzig den polnischen Freiheitskampf gegen den Kommunismus gewürdigt. In diesem Zusammenhang betonte er die Bedeutung des Patriotismus für den europäischen Gedanken und rief Christen dazu auf, „im guten Sinn des Wortes Patrioten“ zu sein. Dies sei Teil des christlichen Dienstes in der Welt. […]

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Patriotismus als Voraussetzung des Gemeinwohls

Der Soziologe Wolfgang Streeck ist Direktor emeritus am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln. In einem aktuellen Aufsatz in der Wochenzeitung „Die Zeit“ beschreibt er Patriotismus als eine Voraussetzung des Gemeinwohls. Kosmopolitische Universalisten seien nicht dazu in der Lage, politische Veranwortung für ein Gemeinwesen zu übernehmen. Es könne „keine gute Politik […] ohne Patriotismus, ohne ein Gefühl verpflichtender Zugehörigkeit zu einer politisch organisierten Gemeinschaft“ geben, „an deren laufender Verbesserung man sich zu beteiligen hat“. […]

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Patriotismus und christliche Soziallehre

Der Politikwissenschaftler und Theologe Felix Dirsch ist unter anderem Lehrbeauftragter an der Hochschule für Politik München. In der katholischen Wochenzeitung „Der Tagesspiegel“ argumentiert er, dass es in der katholischen Soziallehre einen „Dreiklang von Heimatliebe, Vaterlandsliebe und Liebe zur Kirche“ gebe. Der damit verbundene christliche Patriotismus wirke den extremen Tendenzen sowohl progressiver als auch nationalistischer Ideologien entgegen. […]

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Die Bewahrung der kulturellen Identität Europas als christlicher Auftrag

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat Christen anlässlich des Europäischen Kulturerbejahres 2018 zum Einsatz für die Bewahrung der christlichen Identität Europas aufgerufen. Das Christentum sei die kulturelle Grundlage Europas. Die auf ihm aufbauende Kultur „macht unsere Identität aus, bewahrt unser gutes Leben und ist Fundament für eine gute Zukunft“. Christen hätten den Auftrag, diese Kultur und Identität zum Heil aller Menschen zu bewahren und zu erneuern. […]

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Achtung gegenüber der eigenen Geschichte als Voraussetzung kultureller Kontinuität

Die Kulturwissenschaftlerin und Ägyptologin Aleida Assmann lehrte unter anderem an der Universität Konstanz und hat sich vor allem mit Fragen der Erinnerungskultur auseinandersetzt. In einem in der „Frankfurter Rundschau“ veröffentlichten Gespräch äußerte sie sich unter anderem über der Achtung gegenüber der eigenen Vergangenheit als Voraussetzung kultureller Kontinuität. […]

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Ein Volk ohne Wurzeln ist ein krankes Volk

Papst Franziskus betonte in der heutigen Frühmesse die Bedeutung der Bindung an die eigenen Wurzeln für die Völker der Welt und rief dazu auf, diese Bindung wiederzuentdecken und zu erneuern. Ohne Wurzeln „kann man nicht leben: ein Volk ohne Wurzeln oder ein Volk, das sich nicht um seine Wurzeln kümmert, ist ein krankes Volk“. […]