Herausforderungen

Die europäische Zivilisation befindet sich im „kulturellen Belagerungszustand“

Der Philosoph Peter Sloterdijk erklärt in einem heute im „Tagesspiegel“ veröffentlichten Gespräch, dass „wir als Okzidentale von allen Fronten her in einen kulturellen Belagerungszustand geraten“ seien. Die europäisch-abendländische Zivilisation werde von innen und außen von ihr gegenüber feindselig eingestellten Weltanschauungen „belagert“, die sie „von Grund auf verwerfen“. Diese würden vor allem auf neomarxistische Ideologie zurückgehen, die einen „kulturellen Masochismus“ fördere und „christliche Symbolwerte“ bekämpfe. Positiv spricht er hingegen von der „preußisch-protestantischen Wehrhaftigkeitsmentalität“, die den Freiheitskampf der Ostdeutschen gegen die kommunistische SED-Diktatur innerlich gestärkt habe. […]

Herausforderungen

Postkoloniale Ideologie als Feind der europäischen Zivilisation

Der Althistoriker Egon Flaig setzt sich in einem in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ erschienenen Aufsatz mit der neomarxistischen Ideologie des Postkolonialismus auseinander. Diese beruhe auf eine Reihe von unwahren historischen Aussagen und stelle die europäische Zivilisation als eine „dämonische Kultur“ dar, die es „abzuräumen“ gelte. Tatsächlich jedoch habe sich diese Zivilisation enorme Leistungen zum Wohl anderer Kulturen vollbracht, weshalb ihr Erbe gegen den Angriff der Postkolonialisten verteidigt werden müsse. […]

Herausforderungen

Utopischer Umweltaktivismus als Gegner der europäischen Zivilisation

Die Philosophin Bérénice Levet wirft dem auf utopischen Ideologien beruhenden Umweltaktivismus in der Tageszeitung „Die Welt“ vor, als revolutionärer Gegner der europäischen Zivilisation zu agieren. Diesem Aktivismus müsse der traditionelle, konservative Umweltschutzgedanke gegenübergestellt werden, der nach „Stabilität, Dauer und Kontinuität“ strebe. Eine „kohärente und konsequente Ökologie“ bewahre die Natur, „ohne den Menschen zu opfern“, und bewahre vor allem auch dessen Kultur. […]

Herausforderungen

Über die Verteidigung der „Heiligtümer der Nation“

Der Politikwissenschaftler und Publizist Josef Joffe beschreibt in der aktuellen Ausgabe der „Neuen Zürcher Zeitung“, dass in den USA zunehmend Widerstand gegen die Identitätspolitik der „Critical Race Theory“ zu beobachten sei. Die Anhänger dieser Ideologie würden sich „an den Heiligtümern der Nation vergreifen“ und die geistige Substanz sowie die Institutionen, auf den das Gemeinwesen beruhe, zerstören, weil sie angeblich „Rassismus und Kolonialismus verkörperten“. […]

Herausforderungen

Identitätspolitische Ideologie als Pseudoreligion

Erzbischof José Horacio Gómez ist der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz der USA. In einer gestern gehaltenen Rede bezeichnete er identitätspolitische Ideologien als Ausdruck einer antichristlichen Pseudoreligion. Diese zerstöre das christliche Erbe und den inneren Zusammenhalt der Gesellschaften, in denen sie wirke. Christen müssten dieser neuen Form des Tribalismus mit der universellen Botschaft des Christentums entgegentreten. […]

Herausforderungen

Die Critical Race Theory als Angriff auf westliche Werte

Der Journalist René Pfister ist als Korrespondent des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ in den USA tätig. In der aktuellen Ausgabe des Magazins analysiert er die „Critical Race Theory“, die zunehmend das Handeln staatlicher und nichtstaatlicher Institutionen in den USA prägt. Diese Ideologie stelle einen „Angriff auf zentrale Werte des Westens“ dar und finde auch in Deutschland zunehmend Anhänger. […]

Herausforderungen

„Antirassismus“ als Mittel der Zersetzung westlicher Gesellschaften

Der Philosoph Herbert Marcuse war eine der zentralen Figuren der neomarxistischen „Frankfurter Schule“. In seinem 1964 erschienenen Werk „Der eindimensionale Mensch“ entwarf er Strategien zum Umsturz westlicher Gesellschaftsordnungen. Ihm zufolge könnten marxistische Revolutionen nur dann gelingen, wenn diese Ordnungen zunächst von innen heraus zersetzt würden. Da Arbeiter nicht über das erhoffte revolutionäre Potenzial verfügten, müsse man stattdessen ethnische Minderheiten mobilisieren, um westliche Gesellschaften zu destabilisieren. Marcuse formulierte damit die Grundlagen der „Critical Race Theory“ und des neomarxistischen „Antirassismus“, der die identitätspolitischen Bewegungen der Gegenwart prägt. Der wachsende Einfluss dieser Bewegungen an Universitäten, in den Medien und auch in Staat und Politik stellte mittlerweile eine ernstzunehmende Bedrohung für freiheitliche Gesellschaften dar. […]

Herausforderungen

„Cancel Culture“ als Angriff auf westliche Gesellschaftsordnungen

Der Historiker Andreas Rödder lehrt an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. In einem jetzt erschienenen Aufsatz beschreibt er das Phänomen der „Cancel Culture“ als Teil eines laufenden Angriffs radikaler identitätspolitischer Bewegungen auf westliche Gesellschaftsordnungen. Dieser Angriff gewinne gegenwärtig an Dynamik, und es sei „höchste Zeit“, dass bürgerliche Kräfte ihm entgegentreten. […]

Impulse

Solidarische Gesellschaften brauchen Patriotismus

Der Ökonom Paul Collier lehrt Wirtschaftswissenschaften an der Universität Oxford. In seinem Buch „Sozialer Kapitalismus! Mein Manifest gegen den Zerfall unserer Gesellschaft“ verteidigt er den Solidaritätsbegriff der klassischen politischen Philosophie gegen dessen Negierung durch neoliberalen Globalismus und neomarxistische Identitätspolitik. Diese würden den Zusammenhalt in westlichen Gesellschaften auflösen. Wachsende soziale und ethnische Polarisierung sowie das Erstarken populistischer Gegenbewegungen seien die Folgen. Die Antwort darauf sei ein solidarischer Patriotismus, der die Bindungskräfte in diesen Gesellschaften bewahrt und stärkt. […]

Herausforderungen

Über die Verachtung der eigenen Geschichte

Der Philosoph Alexander Grau kritisiert in einem heute erschienenen Aufsatz die zunehmende Tendenz zur Verachtung und Abwertung der eigenen Geschichte in westlichen Gesellschaften. Die Ursache dafür sei der Narzissmus bindungsloser Individuen, die jegliche Tradition als Einschränkung ihrer Freiheit ablehnten. Dieser Typus nehme sich zwar als tolerant und weltoffen wahr, scheitere aber bereits daran, das eigene Erbe zu akzeptieren oder zu verstehen. Im antirassistischen oder antifaschistischen Aktivismus finde er eine politische Plattform. […]

Herausforderungen

Neomarxistischer Aktivismus bedroht westliche Gesellschaften

Der Politikwissenschaftler Andrew A. Michta ist Dekan des „College of International and Security Studies“ (CISS) am George C. Marshall Center in Garmisch-Partenkirchen, einer von den Verteidigungsministerien der USA und Deutschlands betriebenen Akademie für Sicherheitsstudien. In einem aktuellen Aufsatz warnt er, dass neomarxistischer Aktivismus zunehmend westliche Gesellschaften bedrohe. Die Lage sei ernst und die Verteidiger freiheitlicher Gesellschaften müssten damit beginnen, Widerstand gegen diese Form des Totalitarismus zu leisten. […]

Herausforderungen

Globale Konzerne als kulturrevolutionäre Akteure

Der Politikwissenschaftler Michael Bröning ist Mitarbeiter der Friedrich-Ebert-Stiftung. In einem aktuellen Aufsatz analysiert er die Gründe für die Unterstützung der laufenden Welle von kulturrevolutionärem Aktivismus durch multinationale Konzerne. Diese würden verstärkt versuchen, sich „als moralisch gute Instanzen in Szene zu setzen“, indem sie jene politischen Anliegen unterstützten, die bei den konsumfreudigen Anhängern radikaler linksliberaler Ideologien populär seien. […]

Allgemein

Sprachzerstörung als Akt der Kulturvernichtung

Die Schriftstellerin Ulla Hahn gilt als eine der bedeutendsten deutschsprachigen Lyrikerinnen der Gegenwart. In einem heute veröffentlichten Aufsatz warnt sie vor der Zerstörung der Sprache durch linksliberale Aktivisten. Außerdem kritisiert sie vor dem Hintergrund der Debatte um die Äußerungen der Feministin Hengameh Yaghoobifarah die zunehmende Verrohung der Sprache in weiten Teilen des öffentlichen Lebens. […]

Allgemein

Die identitätspolitische Kulturrevolution erfasst Deutschland

Der Publizist Christian Jakob ist Redakteur bei der „tageszeitung“. In einem heute erschienenen Aufsatz analysiert er die gegenwärtig stattfindende identitätspolitische Kulturrevolution in Deutschland und anderen westlichen Gesellschaften, für die auch Aktivistinnen wie die taz-Mitarbeiterin Hengameh Yaghoobifarah stünden. Diese Aktivisten hätten bereits die Hegemonie in meinungsbildenden Institutionen erlangt, was nicht nur den Journalismus, sondern die ganze Gesellschaft radikal verändern werde. Dies erzeuge auch bei Linksliberalen der älteren Generation zunehmend Besorgnis. […]

Herausforderungen

Die Mächte des Chaos erheben sich

Der Philosoph John Gray war Professor für europäische Ideengeschichte an der London School of Economics. Die seit einigen Wochen laufende Welle nihilistischer Gewalt, die viele westliche Gesellschaften erfasst hat, deutet er als Folge der Freisetzung chaotischer Impulse durch neomarxistische und postmoderne Ideologien. Diese hätten die Gründungsmythen der westlichen Welt in ihr Gegenteil verkehrt und die Vorstellung durchgesetzt, dass westliche Kulturen und Gesellschaften unheilbar korrumpiert seien und sich allenfalls durch kollektive Selbstzerstörung von ihrer vermeintlichen historischen Schuld befreien könnten. […]

Herausforderungen

Gegen den neuen Bildersturm

Der Althistoriker David Engels kritisiert in einem jetzt erschienenen Aufsatz die laufende Kampagne gegen europäisches Kulturgut, die von Gewalt gegen Kulturdenkmäler in weiten Teilen der westlichen Welt begleitet ist und sich zunehmend weiter radikalisiert. Man habe es mit einem beispiellosen „bilderstürmerischen Angriff auf Statuen, Büsten, Kirchen, Bücher, Filme oder Gemälde“ zu tun, der orwellsche Züge aufweise, und dessen eigentliches Ziel das kulturelle Gedächtnis der westlichen Zivilisation darstelle. […]

Impulse

Kolonisation als europäische Kulturleistung

In den USA und vielen Staaten Westeuropas läuft derzeit eine von Gewalt und Vandalismus begleitete Kampagne, die sich nicht nur gegen Institutionen wie die Polizei, sondern auch zur Zerstörung von Kulturdenkmälern, die im Zusammenhang mit dem europäischen Kolonialerbe stehen, sowie zu Forderungen nach Entfernung entsprechender Bezüge aus dem öffentlichen Leben. Der aus Guinea stammende Kardinal Robert Sarah, der als einer der wichtigsten afrikanischen Repräsentanten der katholischen Kirche gilt, hatte die damit verbundene Zurückweisung des europäischen Kulturerbes vor einigen Monaten verurteilt und die Leistungen der europäischen Kolonisation gewürdigt. […]

Herausforderungen

Antirassismus als antieuropäische Ideologie

Der Philosoph Alain Finkielkraut ist Mitglied der Académie française. Vor dem Hintergrund der laufenden Unruhen in Frankreich und anderen Staaten hat er in einem kürzlich veröffentlichten Gespräch die neomarxistische Ideologie des Antirassismus als den „Kommunismus des 21. Jahrhunderts“ kritisiert. Diese Ideologie strebe unter dem Deckmantel der Gleichheit nach der Zerstörung der europäischen Zivilisation. Westliche Gesellschaften würden nicht durch einen angeblichen systematischen Rassismus oder durch Institutionen wie die Polizei bedroht, sondern durch ihr Unvermögen, dem Wirken radikaler Aktivisten Einhalt zu gebieten. […]

Herausforderungen

Die Zerstörung der Geistes- und Sozialwissenschaften: Lage und Ausblick

Die systematische Zerstörung kulturtragender Institutionen durch neomarxistische, postmoderne und neoliberale Ideologie erfasst zunehmend auch die Universitäten. Insbesondere in den Geistes- und Sozialwissenschaften hat das Maß der Zerstörung geistiger Substanz dabei mittlerweile ein kritisches Ausmaß erreicht. Der vorliegende Beitrag fasst aktuelle Entwicklungen diesbezüglich zusammen und gibt einen Ausblick auf Perspektiven kultureller Erneuerung. […]

Herausforderungen

Das Feindbild „alter weißer Mann“ und seine Quellen

Die Ethnologin Susanne Schröter ist Leiterin des Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam (FFGI).  In einem kürzlich erschienenen Aufsatz analysierte sie das Feindbild des „alten weißen Mannes“ und seine Quellen. Dieses Feindbild sei „das verbindende Element von sozialen Bewegungen“ und stoße „bis weit in die Sozial- und Geisteswissenschaften hinein auf Zustimmung“. Dieser „neue […]