Politik und Gesellschaft

Mark Lilla: Nationalgefühl als Grundlage des Gemeinwohls

Der Politikwissenschaftler Mark Lilla lehrt an der Columbia University in New York. Er ist einer der gegenwärtig am stärksten wahrgenommenen Kritiker des Strebens moderner und postmoderner Ideologien nach der Auflösung von Bindungen. Vor einigen Tagen stellte er seine Gedanken in einem Gespräch mit der „Süddeutschen Zeitung“ vor. Er kritisierte hier vor allem das mangelnde Verständnis progressiver Akteure für die Bedeutung des Nationalgefühls, das die Grundlage jeglichen gesellschaftlichen Zusammenhalts darstelle. […]

Politik und Gesellschaft

Kardinal Marx: Christlicher Patriotismus als Dienst an Europa

Kardinal Reinhard Marx, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, hat vor einigen Tagen in Danzig den polnischen Freiheitskampf gegen den Kommunismus gewürdigt. In diesem Zusammenhang betonte er die Bedeutung des Patriotismus für den europäischen Gedanken und rief Christen dazu auf, „im guten Sinn des Wortes Patrioten“ zu sein. Dies sei Teil des christlichen Dienstes in der Welt. […]

Politik und Gesellschaft

Romano Guardini: Das Europa der Nationen und das abendländische Dienstethos

Der Theologe Romano Guardini (1885-1968) gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Disziplin der katholischen Weltanschauung im 20. Jahrhundert, dessen Werk unter anderem Hannah Arendt und Benedikt XVI. beeinflusste. In seinem Aufsatz „Europa – Wirklichkeit und Aufgabe“ untersuchte er die sittliche Bedeutung des Nationalstaates, dessen Rolle in Europa sowie die historische Berufung Europas. Diese sah er darin, das christlich-abendländische Dienstethos weiterzuentwickeln und zu verbreiten, das politische Macht in Abgrenzung zu totalitären Ideologien als „dienende Stärke“ verstehe. […]

Politik und Gesellschaft

Heinrich August Winkler: Das Europa der Nationen als kulturelle Errungenschaft

Der Historiker Heinrich August Winkler lehrte an der Humboldt-Universität zu Berlin. In der aktuellen Ausgabe des Magazins Der Spiegel beschreibt er die „historisch gewachsene nationale Vielfalt“ als eine der kulturellen Errungenschaften Europas und warnt vor Bestrebungen zur Auflösung des Nationalstaates. Winkler kritisiert in seinem Beitrag neomarxistische Stimmen wie den Schriftsteller […]

Politik und Gesellschaft

Papst Franziskus ruft Christen zu Patriotismus auf: „Ein Volk ohne Wurzeln ist ein krankes Volk“

Papst Franziskus betonte in der heutigen Frühmesse die Bedeutung der Bindung an die eigenen Wurzeln für die Völker der Welt und rief dazu auf, diese Bindung wiederzuentdecken und zu erneuern. Ohne Wurzeln „kann man nicht leben: ein Volk ohne Wurzeln oder ein Volk, das sich nicht um seine Wurzeln kümmert, ist ein krankes Volk“. […]

Kulturelle Resilienz

Ruud Koopmans: „Die stabilen Staaten haben alle eine nationale Kultur“

Der Migrationsforscher Ruud Koopmans ist Professor für Soziologie und Migration an der Humboldt-Universität zu Berlin und zudem am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) tätig. Vor einigen Tagen äußerte er sich zur Leitkulturdebatte in Deutschland und betonte dabei, dass jeder funktionierende und stabile Staat auf einer nationalen Kultur beruhe. […]

Kulturelle Resilienz

Jens Halfwassen: Nationalkultur und kulturelle Kontinuität

Ein Vorhaben, das kulturelle Kontinuität zum Inhalt hat, muss sich auch mit der Frage auseinandersetzen, was die Kultur ausmacht, zu deren Fortsetzung es beitragen will. Jens Halfwassen, Ordinarius für Philosophie an der Universität Heidelberg, versucht in einem in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschienenen Beitrag Antworten auf diese Frage zu finden. […]

Politik und Gesellschaft

Thomas von Aquin: Nation und Naturrecht

Der hl. Thomas von Aquin gehört zu den herausragenden Gestalten der abendländischen Geistesgeschichte, vor allem aufgrund seiner Entwicklung eines christlichen Konzeptes des Naturrechts. Der hl. Thomas entwickelte in seinem Konzept antike Gedanken auf eine Weise weiter, die bis in die Gegenwart nachwirkt. Zu seinen weniger bekannten Gedanken gehören seine im […]