Herausforderungen

Kelly Greenhill: Migration als politische Waffe gegen Europa

Die Politikwissenschaftlerin Kelly M. Greenhill forscht am Belfer Center der Harvard University zu sicherheitspolitischen Themen. In ihrem 2010 erschienenen Werk „Weapons of Mass Migration. Forced Displacement, Coercion, and Foreign Policy“ untersuchte sie den Einsatz von irregulärer Migration als politischer Waffe durch staatliche und nichtstaatliche Akteure. Ihre Gedanken bilden einen analytischen Rahmen zum Verständnis der aktuellen Entscheidung der türkischen Regierung, irreguläre Migration einzusetzen, um europäische Staaten zur Erfüllung ihrer politischen Forderungen zu bewegen. […]

Herausforderungen

Egbert Jahn: Die Symbiose zwischen Organisierter Kriminalität und „Seenotrettung“

Der Politikwissenschaftler Egbert Jahn lehrte zuletzt an der Universität Mannheim. In einem aktuellen Aufsatz kritisiert er das Zusammenwirken zwischen Organisierter Kriminalität und Migrationsaktivisten bei der Verbringung irregulärer Migranten nach Europa im Rahmen der „Seenotrettung“. Diese beruhe auf einer „sich barbarisch auswirkenden Moral“, welche die Organisierte Kriminalität gestärkt und zu tausenden Toten geführt habe. […]

Christliche Soziallehre

Papst Franziskus: Der christliche Auftrag zur Bewahrung der Völker und Kulturen

Im heute veröffentlichten apostolischen Schreiben Querida Amazonia („Geliebtes Amazonien“) betont Papst Franziskus den christlichen Auftrag zur Bewahrung der Völker und Kulturen. Diese würden im Zuge der Globalisierung zunehmend unter dem Druck materialistischer Ideologien stehen, die nach Auflösung aller kulturellen Unterschiede streben. In diesem Zusammenhang warnt er auch vor den Gefahren von Migration, die er als Form der Entwurzelung des Menschen betrachtet. Die „Jahrtausende alte Tradition“ des Christentums sei die Grundlage einer kulturellen Alternative zu den Ideologien der Auflösung. […]

Christliche Soziallehre

Ulrich Körtner: „Seenotrettung“ und irreguläre Migration aus Sicht der christlichen Soziallehre

Der evangelische Theologe und Sozialethiker Ulrich H. J. Körtner lehrt an der Universität Wien. In einem kürzlich veröffentlichten Gespräch kritisiert er die von Teilen der Kirche unterstützte, als „Seenotrettung“ bezeichnete Verbringung irregulärer Migranten nach Europa aus der Perspektive der christlichen Soziallehre. […]

Christliche Soziallehre

Kardinal Sarah: Der Winter des Abendlands – Teil 3: Die Ideologie der Entgrenzung

Kardinal Robert Sarah gilt als eine der wichtigsten Persönlichkeiten in der katholischen Kirche der Gegenwart und als einer der entschlossensten Verteidiger ihrer Tradition. In einem kürzlich erschienenen Buch analysiert er die Krise Europas aus einer christlichen Perspektive und spricht diesbezüglich vom „Winter des Abendlands“. Eine der Ursachen dieser Krise sei eine utopische Ideologie der Entgrenzung, die auf einer sich als Nächstenliebe tarnenden Selbstverleugnung beruhe und nach Auslöschung der christlichen Identität Europas strebe. Diese Ideologie gehöre zu den „Wahnideen“, an denen Europa sterbe. Das „Auslöschen von Heimat“ könne jedoch „kein echter Fortschritt“ und „Selbstnegation“ niemals Ausdruck von Nächstenliebe sein. […]

Christliche Soziallehre

Hans-Peter Schwarz: Die Kontrolle von Migration als Forderung politischer Tugend

Der Politikwissenschaftler Hans-Peter Schwarz (1934-2017) gehörte zu den bedeutendsten Vertretern der realistischen Schule dieser Disziplin in Deutschland und lehrte zuletzt an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. In seinem 2017 erschienenen letzten Werk mit dem Titel „Die neue Völkerwanderung nach Europa“ trat er für eine stärkere Kontrolle von Migration ein. Dabei berief er sich auf klassische politische Tugenden wie Klugheit, Gerechtigkeit und Solidarität sowie auf das Gemeinwohlprinzip. […]

Herausforderungen

Gabor Steingart: Das Systemversagen der Medien in Deutschland

Der Journalist Gabor Steingart war Leiter des Hauptstadtbüros des Spiegel und Herausgeber des Handelsblatts. In einem Gespräch mit der Neuen Zürcher Zeitung kritisierte er jetzt das Systemversagen der Medien in Deutschland. Die Ursache dafür sei, dass Journalisten sich zunehmend als politische Aktivisten verstehen würden. […]

Christliche Soziallehre

Manfred Spieker: Grenzschutz und Migrationskontrolle als Forderungen der katholischen Soziallehre

Der Politikwissenschaftler Martin Spieker lehrte Christliche Sozialwissenschaften an der Universität Osnabrück. In einem in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ erschienenen Aufsatz kritisiert er die Stellungnahmen der katholischen Kirche in Deutschland zum Thema Migration, die mit der katholischen Soziallehre „nichts mehr zu tun“ hätten. Der Schutz staatlicher Grenzen und die Steuerung von Migration seien wesentliche Forderungen der katholischen Soziallehre. […]

Herausforderungen

Tilman Nagel: Es wird keine erfolgreiche Integration des Islam in Europa geben

Der Islamwissenschaftler Tilman Nagel lehrte zuletzt an der Universität Göttingen und verfasste mehrere Standardwerke seines Fachs. In einem aktuellen Aufsatz beschreibt er, warum der Islam in seinen wesentlichen Ausprägungen nicht in Europa integrierbar sei und auch künftig nicht sein werde. […]

Kulturelle Resilienz

Robert Spaemann (1927-2018): Ein Verteidiger des christlichen Europas

Der katholische Philosoph Robert Spaemann ist gestern im Alter von 91 Jahren verstorben. Er war ein entschiedener Kritiker spät- und postmoderner Weltanschauungen sowie ein Berater Benedikts XVI. und lehrte zuletzt an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. In den vergangenen Jahren hatte er sich auf der Grundlage einer kämpferischen katholischen Spiritualität wiederholt zur Krise des christlichen Europas geäußert, für dessen Verteidigung er sich bis zuletzt einsetzte. […]