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Die traditionelle Familie als krisenfeste Institution

Der Wirtschaftswissenschaftler Hans-Werner Sinn geht davon aus, dass Deutschland eine langanhaltende Wirtschaftskrise bevorsteht. Der deutsche Staat werde wahrscheinlich mit der Bewältigung dieser Krise überfordert sein. Jungen Menschen empfiehlt Sinn, sich auf traditionelle Familienbilder zu besinnen, weil die Familie im Gegensatz zum Staat in den bevorstehenden schweren Jahren und Jahrzehnten eine zuverlässige Solidargemeinschaft sein werde. […]

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Europa mangelt es an strategischer Nachhaltigkeit

Der ehemalige Bundesverfassungsrichter Udo Di Fabio fordert in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ einen grundsätzlichen Wandel der strategischen Kultur Deutschlands und Europas. Eine erfolgreiche „Selbstbehauptung von Freiheit in Frieden“ erfordere, dass das Konzept der Nachhaltigkeit von der ökologischen Thematik auf den strategischen Bereich ausgedehnt werde. […]

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Kulturelle Resilienz: Das Beispiel Ukraine

Lawrence Freedman, einer der führenden Strategieexperten der Gegenwart, setzt sich in einem aktuellen Aufsatz mit den Ursachen des bisherigen ukrainischen Erfolgs im Kampf gegen die russischen Invasionskräfte auseinander. Dieser Erfolg liege wesentlich in der Resilienz der Kultur der Verteidiger begründet, die sich auf ein Narrativ von „Zusammenhalt, Heldentum und Opferbereitschaft“ stütze und die mit dem Kampf gegen die Invasoren verbundenen Härten zu tragen bereit sei. […]

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Deutschland offenbart in der Corona-Krise mangelnde kulturelle Resilienz

Der Virologe Hendrik Streeck lehrt an der Universität Bonn. In einem in der Wochenzeitung „Die Zeit“ erschienenen Aufsatz schreibt er, dass Staat und Gesellschaft in Deutschland in der Corona-Krise mangelnde kulturelle Resilienz offenbaren. Das Krisenmanagement scheitere vor allem an der Art und Weise der geistigen Auseinandersetzung mit der Lage. Man sei es offenbar nicht gewohnt, sich rational mit Risiken auseinanderzusetzen und pragmatische Antworten auf diese zu finden, weshalb man keinen Ausweg aus der Krise finde. […]

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Kathedralen, langfristiges Denken und die Zukunft der Menschheit

Der Astronom Martin Rees lehrt an der University of Cambridge. In einer vor einigen Jahren anlässlich der Verleihung des Templeton-Preises gehaltenen Rede hob er das Denken des christlichen Mittelalters, das sich in der Errichtung der großen Kathedralen ausdrückte, als ein seitdem unerreichtes Vorbild für langfristiges Denken hervor. Die Menschheit werde solches Denken brauchen, wenn sie das 21. Jahrhundert bewältigen wolle. […]

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Deutschlands politische Kultur ist nicht krisentauglich

Der Philosoph Julian Nida-Rümelin lehrt an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zusammen mit Nathalie Weidenfeld verfasste er das Buch „Die Realität des Risikos“, in dem die Autoren warnen, dass der Verfall der politischen Kultur Deutschlands die Fähigkeit des Landes zur Bewältigung von Krisen schwäche. Dies sei im Verlauf der Corona-Krise deutlich sichtbar geworden. Hier hätten Staat und Gesellschaft aus kulturellen Gründen in vieler Hinsicht bei der Krisenbewältigung versagt. […]

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Resilienz als konservatives Konzept

Der Soziologe Andreas Reckwitz lehrt an der Humboldt-Universität Berlin. In einem jetzt erschienenen Aufsatz setzt er sich mit dem Begriff der Resilienz. Die Frage der Widerstandsfähigkeit von Gesellschaften werde für die Politik angesichts der zunehmenden Krisen in westlichen Gesellschaften immer wichtiger. Resilienz sei ein konservatives Prinzip und zugleich eine Forderung klugen politischen Handelns. Übersteigertes Resilienzdenken könne jedoch zur Erstarrung von Gesellschaften führen. […]

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Die Benedikt-Option – Teil 2: Krisenfeste christliche Gemeinschaften

In seinem Buch „Die Benedikt-Option“ entwirft der Autor Rod Dreher eine Strategie für christliches Leben in dem schwierigen Umfeld, das westliche Gesellschaften künftig in immer größerem Maße darstellen könnten. Der zweite Teil unserer Serie behandelt die Gedanken Drehers darüber, wie das Christentum gestützt auf Netzwerke resilienter kleiner Gemeinschaften die unabwendbar gewordene Krise westlicher Gesellschaften überdauern soll, um diese Gesellschaften anschließend wieder aufzubauen zu können. […]

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Die Benedikt-Option – Teil 1: Archen für die dunklen Jahrhunderte

In seinem kürzlich in deutscher Übersetzung erschienenen Buch „Die Benedikt-Option“ entwirft der Autor Rod Dreher eine Strategie für christliches Leben in postchristlichen Gesellschaften. Dreher geht davon aus, dass der westlichen Welt eine Zeit gravierender Verwerfungen bevorstehe, die auch das Christentum treffen würden. Es brauche in dieser Lage „jemanden der Archen baut, die sie und den lebendigen Glauben durch das Meer der Krise tragen können – durch ein Dunkles Zeitalter, das Jahrhunderte andauern könnte“. […]

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Europa als Erbe und Auftrag

Der Benediktinerpater Cassian Folsom ist Gründer und ehemaliger Prior des Klosters San Benedetto im italienischen Norcia, wo eine junge internationale Gemeinschaft katholischer Mönche aktiv ist. In einem kürzlich veröffentlichten Aufsatz mit dem Titel „Erbe und Auftrag“ setzt er sich mit der „entmutigenden, so düsteren Lage“ Europas auseinander und untersucht, was „die innere Identität Europas wieder beleben könnte“. Er entwirft ein Modell von Netzwerken von Gemeinschaften, die um geistliche Kerne herum entstehen und diese Aufgabe leisten könnten. […]