Kulturelle Resilienz

Werner von Trott zu Solz: Ansätze des christlichen Kampfes gegen den Totalitarismus

Werner von Trott zu Solz (1902–1965) war im Widerstand gegen den Nationalsozialismus aktiv. In seinem 1958 erschienenen Werk „Widerstand heute“ beschrieb er mögliche christliche Ansätze des Kampfes gegen totalitäre Ideologien und Systeme. Dabei griff er auf die Erfahrungen des Widerstands gegen den Nationalsozialismus zurück. Er entwarf auf dieser Grundlage Antworten auf den von ihm erwarteten Fall, dass es totalitären Kräften erneut gelänge, politische Macht in westlichen Gesellschaften zu erlangen. […]

Kulturelle Resilienz

Julian Nida-Rümelin: Die kulturellen Voraussetzungen krisenfester Gesellschaften

Der Philosoph Julian Nida-Rümelin lehrt an der Ludwig-Maximilians-Universität München. In einem aktuellen Aufsatz warnt er, dass die COVID-19- Pandemie sich als „Krisenbeschleuniger der liberalen und sozial verfassten Demokratien des Westens erweisen“ könne. Diese seien durch die Erosion ihrer kulturellen Grundlagen in Folge des Wirkens liberaler und neomarxistischer Ideologien verwundbar  geworden. […]

Mitteilungen

Neue Publikation: David Engels – Leben mit dem Niedergang

Im ersten in unserer neuen Reihe „Renovatio-Analysen“ erschienenen Text untersucht der Althistoriker David Engels die Frage, wie die Träger des abendländischen Erbes mit dem Niedergang der abendländischen Zivilisation umgehen können. Die „Teilnahme an einem der wohl größten historischen Schauspiele der abendländischen Geschichte“ werde „zweifellos eine Erfahrung sein“, welche „den Einzelnen vor größte Herausforderungen stellen und es zumindest einigen erlauben wird, in ungeahnter Weise über sich hinauszuwachsen“. […]

Kulturelle Resilienz

Jared Diamond: Kulturelle Identität und Krisenfestigkeit

Der Geograph Jared Diamond lehrt an der University of California in Los Angeles und hat sich vor allem mit den Ursachen des Aufstiegs und des Niedergangs von Gemeinwesen auseinandergesetzt. In seinem kürzlich in deutscher Übersetzung erschienen Werk „Krise. Wie Nationen sich erneuern können“ untersucht er historische Beispiele dafür, wie Staaten existenzielle Krisen bewältigt haben. Dabei betont er die Bedeutung des Faktors der kulturellen Identität, die wesentlichen Einfluss darauf habe, ob und wie gut ein Gemeinwesen solche Lagen meistern kann. […]

Politik und Gesellschaft

Niccolò Machiavelli: Christentum und staatliche Selbstbehauptung

Niccolò Machiavelli (1469-1527) gilt als einer der bedeutendsten Staatsphilosophen der Neuzeit. In seinem Werk Discorsi untersuchte er auf der Grundlage des Staatsdenkens der römischen Antike die Frage, was Staaten Dauer verleiht und wie ein Gemeinwesen existenzielle Herausforderungen bewältigen kann. Dabei setzte er sich unter anderem mit gesinnungsethnischen Tendenzen im Christentum kritisch auseinander, die dieses als Träger des Gemeinwesens schwächten. […]

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Kulturelle Resilienz

Kardinal Sarah: Der Winter des Abendlands – Teil 2: Erbe und Identität

Kardinal Robert Sarah gilt als eine der wichtigsten Persönlichkeiten in der katholischen Kirche der Gegenwart und als einer der entschlossensten Verteidiger ihrer Tradition. In einem kürzlich erschienenen Buch analysiert er die Krise Europas aus einer christlichen Perspektive und spricht diesbezüglich vom „Winter des Abendlands“. Eine der Ursachen dieser Krise sei das Menschenbild von Moderne und Postmoderne, das die Identität des Menschen als Träger eines Erbes leugne. […]

Kulturelle Resilienz

Roger Scruton: Die Verteidigung der abendländischen Zivilisation

Der englische Philosoph Sir Roger Scruton ist am 12. Januar 2020 verstorben. Er galt als einer der wichtigsten konservativen Denker der Gegenwart. Unsere aktuelle Publikation über die Themen Nachhaltigkeit und Ökologie stützt sich wesentlich auf Impulse Scrutons. In seinem letzten Vortrag, den er im September 2019 gehalten hatte, verteidigte er das Konzept der abendländischen Zivilisation. […]

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Kulturelle Resilienz

Christentum und kulturelle Kontinuität in Krisenzeiten: Das polnische Vorbild

In einem gestern in allen Kirchen des Landes vorgelesenen Hirtenbrief stellten die polnischen Bischöfe anlässlich des hundertsten Jahrestages der polnischen Unabhängigkeit die Bedeutung des Christentums für die Kontinuität der polnischen Nation und ihrer Kultur heraus. In den über 120 Jahren, in denen das polnische Volk nicht über einen eigenen Nationalstaat verfügt habe, sei die Kirche der wesentliche Träger und Bewahrer der christlichen Identität Polens gewesen. […]

Kulturelle Resilienz

Erzbischof Gänswein: Die christliche Zivilisation ist in Gefahr

Erzbischof Georg Gänswein gilt als einer der engsten Vertrauten des emeritierten Papstes Benedikt XVI., dem er als Privatsekretär dient. In einem gestern in Rom gehaltenen Vortrag warnte er, dass angesichts der gegenwärtigen Lage des Christentums in westlichen Gesellschaften „das ganze Projekt unserer Zivilisation auf dem Spiel“ stehe. Die Kirche durchlaufe derzeit „eine wahrhaft endzeitliche Krise“. Die „Benedikt-Option“ stelle einen geeigneten Ansatz zur Bewältigung dieser Krise dar. […]