Politik und Gesellschaft

Hans-Peter Schwarz: Die Kontrolle von Migration als Forderung politischer Tugend

Der Politikwissenschaftler Hans-Peter Schwarz (1934-2017) gehörte zu den bedeutendsten Vertretern der realistischen Schule dieser Disziplin in Deutschland und lehrte zuletzt an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. In seinem 2017 erschienenen letzten Werk mit dem Titel „Die neue Völkerwanderung nach Europa“ trat er für eine stärkere Kontrolle von Migration ein. Dabei berief er sich auf klassische politische Tugenden wie Klugheit, Gerechtigkeit und Solidarität sowie auf das Gemeinwohlprinzip. […]

Politik und Gesellschaft

Jörg Baberowski: Der Realismus der konservativen Weltanschauung

Der Historiker und Gewaltforscher Jörg Baberowski lehrt an der Humboldt-Universität zu Berlin. In einem heute in der „Neuen Zürcher Zeitung“ veröffentlichten Gespräch beschreibt er, dass er sich im Zuge seiner Studien und seiner damit verbundenen Erkenntnisse über die Natur des Menschen von progressiven Ideologien abgewandt und der realistischeren konservativen Weltanschauung zugewandt habe. […]

Herausforderungen

Douglas Murray: Der Selbstmord Europas – Teil 3: Der Unwille zum Erkennen der Lage

Der britische Publizist Douglas Murray gilt als einer der wichtigsten konservativen Denker des Landes. In seinem kürzlich erschienenen Buch „Der Selbstmord Europas“ analysiert er kulturelle und gesellschaftliche Auflösungsprozesse in Europa. Der dritte Teil unserer Serie über die Gedanken Murrays behandelt den in den politischen und kulturellen Eliten Europas verbreiteten Unwillen zum Erkennen der Lage. […]

Christliches Dienstethos

Rolf Dobelli: Krisenerwartung als Voraussetzung wirklichkeitsgerechten Denkens

Christliche Weltanschauung rechnet grundsätzlich mit der Möglichkeit krisenhafter Verläufe des Weltgeschehens. Sie unterscheidet sich dabei deutlich vom Fortschrittsoptimismus säkularer Weltanschauungen. In einem Beitrag in der „Neuen Zürcher Zeitung“ erklärt der Philosoph Rolf Dobelli, der vor allem durch sein Werk „Die Kunst des klaren Denkens“ bekannt geworden ist, warum solche Krisenerwartung eine Voraussetzung wirklichkeitsgerechten Denkens und guter Entscheidungen ist. […]

Kulturelle Resilienz

Steven R. Quartz: „Narrative des Niedergangs“ als mutmaßlicher Ausdruck von Wahrnehmungsstörungen

Der Neurowissenschaftler Steven R. Quartz lehrt am California Institute of Technology. In einem Beitrag in der Neuen Zürcher Zeitung vertritt er die These, dass die Lage in der Welt sich allgemein zum Besseren verändere, und das Kulturpessimismus Ausdruck einer Wahrnehmungsstörung sei. […]