Christliches Dienstethos

Kurt Hiller: Für einen „Militarismus der spirituellen Aktion“

Der sozialistische Schriftsteller Kurt Hiller (1885-1972) warf 1932 der politischen Linken in Deutschland vor, als Wegbereiter der sich abzeichnenden Herrschaft des Nationalsozialismus zu agieren. Indem der Marxismus als Feind der überlieferten Kultur und der Nation aufgetreten sei, habe er zahlreiche Menschen in die Arme der Nationalsozialisten getrieben. Nur die katholische Kirche (der Hiller ansonsten ablehnend gegenüberstand) verfüge mit ihrem „Militarismus der spirituellen Aktion“ über ein intaktes Gegenprogramm zu marxistischer Antikultur und nationalsozialistischer Barbarei. […]

Herausforderungen

Joachim Gauck: Leitkultur als Mittel gegen gesellschaftliche Auflösung

Der evangelische Theologe und ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck warnt in einem aktuellen Gespräch mit der Tageszeitung „Der Tagesspiegel“ vor gesellschaftlichen Auflösungstendenzen und einem Verfall der politischen Kultur im Zuge der Corona-Krise in Deutschland. Angesichts zunehmender politischer Polarisierung und „Intoleranz der Guten“ müsse in der Zeit nach dem Ende der Pandemie wieder „eine Art Leitkultur“ in Deutschland errichtet werden.  […]

Herausforderungen

Peter Graf Kielmansegg: Die freiheitliche Demokratie ist in Gefahr

Der Politikwissenschaftler Peter Graf Kielmansegg lehrte zuletzt an der Universität Mannheim. In einem heute in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ erschienenen Aufsatz warnt er, dass die freiheitliche Demokratie in Deutschland durch „oft kleine, aber sehr aggressive Minderheiten“ bedroht werde, welche die Gesellschaft nach ihren Vorstellungen umformen wollten, indem sie den Raum der freien politischen Debatte durch Sprachregelungen und Konformitätsforderungen zunehmend verengten. […]

Herausforderungen

Armin Pfahl-Traughber: „Islamophobie“ und „antimuslimischer Rassismus“ als politische Kampfbegriffe

Der Extremismusforscher Armin Pfahl-Traughber lehrt an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in Brühl. In einem in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ erschienenen Aufsatz kritisiert er die Begriffe „Islamophobie“ und „antimuslimischer Rassismus“. Diese Begriffe würden von Linksidentitären und Islamisten „als politische Kampfbegriffe genutzt“, um eine kritische Auseinandersetzung mit islambezogenen Sachverhalten sowie islamistischen Positionen und Akteuren zu diskreditieren. […]

Herausforderungen

Cornel West: Für die Verteidigung der abendländischen Bildung

Der Philosoph Cornel West lehrt an der Harvard University. In einem heute zusammen mit Jeremy Tate veröffentlichten Aufsatz kritisiert er den gegenwärtig vor allem im angelsächsischen Sprachraum stattfindenden Kampf gegen die Vermittlung des abendländischen Kulturerbes an Universitäten. Dieser Kampf illustriere den Grad des geistig-moralischen Verfalls der USA. Das abendländische Erbe sei das Erbe aller freien Menschen und müsse unbedingt verteidigt werden. […]

Herausforderungen

Amerikanische Nachrichtendienste warnen vor dem Zerfall westlicher Gesellschaften

Die kürzlich erschienene Studie „Global Trends 2040“ des US-amerikanischen „National Intelligence Council“ prognostiziert einen zunehmenden Zerfall westlicher Gesellschaften in den kommenden Jahrzehnten. Staatliches Versagen bei der Bewältigung existenzieller Herausforderungen, abnehmender gesellschaftlicher Zusammenhalt sowie identitätspolitischer Aktivismus würden die Bedingungen für einen möglichen Zusammenbruch von Staaten im Krisenfall schaffen. Der langfristige Bestand westlicher Gesellschaften und ihrer politischen Ordnungen sei gefährdet. […]

Herausforderungen

Christophe de Voogd: Der kulturelle Selbstmord des Westens

Der Historiker Christophe de Voogd lehrt am Institut d’études politiques de Paris („Sciences Po“). Nachdem ein Verleger in den Niederlanden Dantes Göttliche Komödie umschreiben ließ, um negative Islambezüge zu entfernen, stellte er diese Tat in den Kontext eines umfassenden Kampfes gegen das europäische Kulturerbe, der gegenwärtig stattfände. Er bewertet diese und ähnliche Taten als eine „Form des kulturellen Selbstmords“. […]

Kulturerbe

Der heilige Mauritius als ritterlicher Beschützer des Gemeinwesens

Antirassistische Aktivisten fordern aktuell die Entfernung der Erinnerung an den hl. Mauritius aus dem kulturellen Gedächtnis, weil er in der Kunst und Heraldik meist als dunkelhäutig dargestellt wird oder „Mohrenstraßen“ in einigen deutschen Städten nach ihm benannt sind. Die Journalistin Claudia Becker wirft den Aktivisten in einem jetzt erschienenen Beitrag „Bilderstürmerei“ vor und beschreibt die herausgehobene Bedeutung des Heiligen für die christliche Kultur des Mittelalters, wo er als ritterlicher Beschützer des Reiches große Verehrung genoss. […]

Herausforderungen

Joachim Gauck: Gegen die neue Rassenideologie

Der evangelische Theologe und ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck warnt in einem heute erschienenen Aufsatz, dass linksidentitärer Aktivismus eine neue Form von Rassenideologie geschaffen habe, die mit antiweißem Rassismus verbunden sei. Diese Ideologie leugne die historischen Leistungen von Weißen, etwa die Bekämpfung und Abschaffung der Sklaverei, aber auch die historischen Verbrechen von Nichtweißen, um ideologisierte Geschichtsbilder zu schaffen. Dies fördere Rassenkonflikte und führe dazu, dass reale Verfolgung und Unterdrückung, die in vielen Regionen der Welt fortbestünden, ausgeblendet würden. […]

Herausforderungen

Identitätspolitik und „Cancel Culture“: Überblick über die aktuelle Debatte

Identitätspolitischer Aktivismus stößt aufgrund seiner Unterminierung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der kulturellen Grundlagen westlicher Gesellschaften zunehmend auf Widerstand. Wir stellen in diesem Zusammenhang aktuelle Beiträge von Pascal Bruckner, Michael Bröning und Armin Pfahl-Traughber vor. […]