Impulse

Klugheit als Tugend für den Ernstfall

Der Sozialpsychologe Harald Welzer kritisiert in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ die „hektische Stimmungspolitik“, mit der Staat und Gesellschaft in Deutschland auf die russische Invasion in der Ukraine reagierten. Es mangele an einer klugen Debatte über die Ziele, die man durch das eigene Eingreifen in den Konflikt erreichen könne und solle. […]

Herausforderungen

Über die politischen Illusionen des Westens

Der Politikwissenschaftler Herfried Münkler kritisiert in der aktuellen Ausgabe der „Neuen Zürcher Zeitung“ die Naivität der westlichen Welt, deren Weltordnungskonzeption sich als „Wunschbild“ herausgestellt habe. Die Vorstellung eines „politisch organisierten ‚Wir‘ der Menschheit“, das auf der Grundlage geteilter Werte gemeinsam globale Herausforderungen wie den Klimawandel bewältigen und dabei Konkurrenz und Konflikte hinter sich lassen wolle, sei eine Illusion. […]

Impulse

Die „Zerschlagung des Gefährlichen“ als Auftrag des Staates

Der Politikwissenschaftler Herfried Münkler lehrte am Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin. In einem in der Wochenzeitung „Die Zeit“ erschienenen Aufsatz beschreibt er die Konturen der sich derzeit herausbildenden neuen globalen Ordnung. Westliche Staaten müssten sich in dieser Ordnung auf ihren Auftrag zur „Zerschlagung des Gefährlichen “ beschränken. Im Sinne des von Carl Schmitt formulierten Konzepts der Großraumpolitik würden sie künftig zudem auf Interventionen außerhalb der eigenen Interessensphäre verzichten. […]

Impulse

Europa fehlt eine Kultur des Heldentums

Der Politikwissenschaftler Herfried Münkler lehrt an der Humboldt-Universität zu Berlin und gehört zu den wenigen in seinem Fach in Deutschland, die sich mit Fragen im Bereich Strategie und Sicherheit auseinandersetzen. In einem aktuellen Aufsatz in der „Neuen Zürcher Zeitung“ schreibt er über die Verwundbarkeit der postheroischen Gesellschaften Europas und kritisiert, dass diesen „Heldenerzählungen“ und ein Konzept des Heldentums fehlen würden. […]