Allgemein

Oliver Zimmer: Die Corona-Krise und die Herausforderung durch den Globalismus

Der Historiker Oliver Zimmer lehrt an der Universität Oxford. In einem heute veröffentlichten Gespräch warnt er davor, dass die Corona-Krise von den Anhängern globalistischer Ideologie dazu genutzt werden könnte, ihre Vorstellungen von „Global Governance“ voranzutreiben. Föderal organisierte Nationalstaaten und republikanische Ordnungen, die auf dem Ideal des freien Bürgers als Trägers des Gemeinwohls und des Politikers als Diener des Bürgers beruhen, hätten sich in der Krise gegenüber zentralistischen und transnationalen Strukturen jedoch als resilienter erwiesen. […]

Herausforderungen

Cornelia Koppetsch: Der Aufstand gegen die globale Moderne

Die Soziologin Cornelia Koppetsch lehrt an der Technischen Universität Darmstadt. In ihrem Buch „Die Gesellschaft des Zorns“ analysiert sie das Scheitern der Ideologie des Globalismus und der auf ihr beruhenden globalen Moderne sowie den zunehmenden Widerstand dagegen durch Akteure, die an historisch gewachsenen Kulturen, Bindungen und Ordnungsmodellen festhalten wollen. Der damit verbundene politische Großkonflikt werde die nähere Zukunft bestimmen. Es stünden „konfliktreiche Zeiten“ bevor. […]

Herausforderungen

Douglas Rushkoff: Die Vernutzung der Welt und die bevorstehenden globalen Krisen

Der Medientheoretiker Douglas Rushkoff lehrt an der City University of New York und setzt sich vor allem mit den kulturellen Aspekten technologischer Entwicklungen auseinander. In einem Aufsatz in der „Süddeutschen Zeitung“ beschreibt er die Weltanschauung und die Zukunftserwartungen der von ihm beratenen Mitglieder globaler wirtschaftlicher Eliten. Diese würden davon ausgehen, dass in Folge ihres Handelns globale Krisen katastrophalen Ausmaßes bevorstehen könnten und darauf mit Versuchen antworten, sich selbst in Sicherheit zu bringen. […]

Herausforderungen

Papst Franziskus: Aufruf zum Widerstand gegen „ideologische Kolonisierung“ und Identitätsverlust

In einer heute gehaltenen Predigt über den im 2. Buch der Makkabäer beschriebenen Märtyrertod des Schriftgelehrten Eleasar sprach Papst Franziskus unter anderem über den Widerstand gegen Versuche, die kulturelle und religiöse Identität von Völkern durch „ideologische Kolonisierung“ zu zerstören. Eine Modernität, die Unterschiede einzuebnen versuche, komme kultureller Verfolgung gleich. […]

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Scott Atran: Die Selbstzerstörung des Liberalismus

Der Anthropologe Scott Atran ist Forschungsdirektor am französischen Centre National de la Recherche Scientifique (CRNS) und lehrt an der École Normale Supérieure. In Sicherheitskreisen ist er vor allem durch seine Forschung über die Motive islamistischer Selbstmordattentäter bekannt geworden. In einem aktuellen Aufsatz schreibt er über die mögliche Selbstzerstörung des Liberalismus im Zuge der durch ihn ausgelösten weltweiten sozialen und kulturellen Verwerfungen und seines Mangels an sinn- und identitätsstiftenden Narrativen. […]

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Ryszard Legutko: Christentum und totalitäre Moderne

Ryszard Legutko lehrt Philosophie an der Jagiellonen-Universität in Krakau, war im Widerstand gegen den Kommunismus in Polen aktiv und ist einer der Unterzeichner der Pariser Erklärung. In einem jetzt im „New Oxford Review“ veröffentlichten Gespräch beschreibt er totalitäre Tendenzen in progressiven Ideologien der Gegenwart und die damit verbundenen Herausforderungen für das Christentum. […]

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Thomas A. Becker: Die Globalisierung erzeugt kulturelle Konflikte in Europa

Der Soziologe Thomas A. Becker ist Unternehmensberater und war zuvor Leiter des Bereichs Forschung am Gottlieb-Duttweiler-Institut in der Schweiz. In der Neuen Zürcher Zeitung beschreibt er, wie die Globalisierung und die ihr zugrundeliegende Ideologie ethnische und kulturelle Konflikte in europäischen Gesellschaften erzeugen würden. […]

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Pankraj Mishra: „Modernisierung heißt, Wurzeln auszureißen“

Der indische Essayist Pankraj Mishra ist vor allem durch Aufsätze bekannt geworden, in denen er sich mit den Folgen der Globalisierung auseinandersetzt. In einem aktuellen Gespräch mit der Frankfurter Rundschau äußert er sich in diesem Zusammenhang über die Entwurzelung des Menschen durch Modernisierung und Globalisierung. Letztere betrachtet er als revolutionäre Ideologien, welche die Auflösung von Bindungen anstreben würden, um traditionelle Solidarstrukturen zu zerstören und Macht über Menschen zu gewinnen. […]

Herausforderungen

Michael Lind: Die Krise westlicher Gesellschaften als Folge der „Managerial Revolution“

Der Historiker Michael Lind ist unter anderem einer der Gründer des amerikanischen Think-Tanks New America Foundation und war u.a. an der Harvard- sowie der Johns-Hopkins-Universität tätig. In einem Aufsatz im Magazin American Affairs beschreibt er die Krise westlicher Gesellschaften aus einer ökonomischen Perspektive. Er erwartet, dass diese Gesellschaften im Zuge von Globalisierungsprozessen in immer stärkeren Maße von Konflikten zwischen sich herausbildenden Oligarchien und sie herausfordernden Populisten geprägt sein werden. […]

Herausforderungen

Pankaj Mishra: Die Schattenseiten der Aufklärung und die globale Krise des Liberalismus

Der indische Essayist Pankraj Mishra ist vor allem durch Aufsätze bekannt geworden, in denen er sich mit den Folgen der Globalisierung auseinandersetzt. In einem aktuellen Gespräch äußert er sich unter anderem über die globale Krise des Liberalismus und die durch sein Wirken ausgelösten Verwerfungen. […]