Christliche Soziallehre

Hans-Peter Schwarz: Die Kontrolle von Migration als Forderung politischer Tugend

Der Politikwissenschaftler Hans-Peter Schwarz (1934-2017) gehörte zu den bedeutendsten Vertretern der realistischen Schule dieser Disziplin in Deutschland und lehrte zuletzt an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. In seinem 2017 erschienenen letzten Werk mit dem Titel „Die neue Völkerwanderung nach Europa“ trat er für eine stärkere Kontrolle von Migration ein. Dabei berief er sich auf klassische politische Tugenden wie Klugheit, Gerechtigkeit und Solidarität sowie auf das Gemeinwohlprinzip. […]

Christliche Soziallehre

Amitai Etzioni: Patriotismus, Gemeinwohl und kulturelle Erneuerung

Der Soziologe Amitai Etzioni lehrt an der George Washington University in den USA und ist einer der Vordenker des Kommunitarismus. In einem kürzlich erschienenen Buch mit dem Titel Reclaiming Patriotism setzt er sich mit der Frage auseinander, wie die zerfallenden Gesellschaften der westlichen Welt vor größeren Verwerfungen bewahrt und die zerstörten Bindungen in ihnen wieder hergestellt werden können. Er entwirf dazu auf der Grundlage eines Leitkultur-Ansatzes ein Programm für einen gemeinwohlorientierten Patriotismus. […]

Kulturelle Resilienz

Werner Weidenfeld: Deutschland braucht eine „Schule des strategischen Denkens“

Der Politikwissenschaftler Werner Weidenfeld lehrte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. In einem kürzlich erschienenen Aufsatz schrieb er über die „Strategiekrise der wankenden Republik“ Deutschland und forderte die Schaffung einer „Schule des strategischen Denkens“. […]

Christliche Soziallehre

Matthias Herdegen: Das nationale Interesse und die Verteidigung des Gemeinwohls

Matthias Herdegen ist Direktor des Instituts für Öffentliches Recht sowie des Instituts für Völkerrecht der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn. In einem aktuellen Beitrag kritisiert er, dass die außen- und sicherheitspolitische Elite Deutschlands einem Denken folge, dass sie unfähig dazu mache, die Lage zu erkennen, in der sie sich bewege. Das Verständnis für das nationale Interesse sei hier nur schwach ausgeprägt. In Folge dieses Denkens sei die Fähigkeit des Gemeinwesens zur Selbstbehauptung gefährdet. […]

Christliche Soziallehre

Manfred Spieker: Grenzschutz und Migrationskontrolle als Forderungen der katholischen Soziallehre

Der Politikwissenschaftler Martin Spieker lehrte Christliche Sozialwissenschaften an der Universität Osnabrück. In einem in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ erschienenen Aufsatz kritisiert er die Stellungnahmen der katholischen Kirche in Deutschland zum Thema Migration, die mit der katholischen Soziallehre „nichts mehr zu tun“ hätten. Der Schutz staatlicher Grenzen und die Steuerung von Migration seien wesentliche Forderungen der katholischen Soziallehre. […]

Christliches Dienstethos

Papst Franziskus: Der Dienst des Soldaten als christlicher Dienst am Nächsten

In einer kurzen Videobotschaft wandte sich Papst Franziskus gestern an italienische Soldaten, die sich während der Weihnachtstage im Auslandseinsatz befinden. Er dankte den Soldaten für ihre Tapferkeit und betonte, dass ihr Dienst ein Opfer darstelle, das Ausdruck ihrer Nächstenliebe gegenüber ihrem Vaterland sei. Diese Liebe möge die Herzen der Soldaten auf dem Weg des Dienstes wachsen lassen. […]

Christliche Soziallehre

Bischof Laun: Der UN-Migrationspakt steht im Gegensatz zur katholischen Soziallehre

Der emeritierte Salzburger Weihbischof Andreas Laun hat den UN-Migrationspakt, der in der kommenden Woche auf einem internationalen Gipfel in Marrakesch angenommen werden soll, auf der Grundlage der katholischen Soziallehre kritisiert. Die aus Sicht der Soziallehre entscheidende Frage nach den Folgen von Migration für das Gemeinwohl der betroffenen Staaten spiele in dem Dokument keine Rolle. […]

Christliche Soziallehre

Martin Wagener: Sichere Grenzen als Beitrag zum Gemeinwohl

Der Politikwissenschaftler Martin Wagener lehrt an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung im Fachbereich Nachrichtendienste in Haar bei München. In seiner jetzt erschienenen Monographie „Deutschlands unsichere Grenze“ analysiert er das Phänomen der irregulären Migration aus sicherheitspolitischer Perspektive und untersucht die Frage, wie Staaten ihre Außengrenzen wirksam schützen können, um das Gemeinwohl sicherzustellen. […]

Christliche Soziallehre

Wolfgang Streeck: Patriotismus als Voraussetzung des Gemeinwohls

Der Soziologe Wolfgang Streeck ist Direktor emeritus am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln. In einem aktuellen Aufsatz in der Wochenzeitung „Die Zeit“ beschreibt er Patriotismus als eine Voraussetzung des Gemeinwohls. Kosmopolitische Universalisten seien nicht dazu in der Lage, politische Veranwortung für ein Gemeinwesen zu übernehmen. Es könne „keine gute Politik […] ohne Patriotismus, ohne ein Gefühl verpflichtender Zugehörigkeit zu einer politisch organisierten Gemeinschaft“ geben, „an deren laufender Verbesserung man sich zu beteiligen hat“. […]

Christliche Soziallehre

Felix Dirsch: Patriotismus und christliche Soziallehre

Der Politikwissenschaftler und Theologe Felix Dirsch ist unter anderem Lehrbeauftragter an der Hochschule für Politik München. In der katholischen Wochenzeitung „Der Tagesspiegel“ argumentiert er, dass es in der katholischen Soziallehre einen „Dreiklang von Heimatliebe, Vaterlandsliebe und Liebe zur Kirche“ gebe. Der damit verbundene christliche Patriotismus wirke den extremen Tendenzen sowohl progressiver als auch nationalistischer Ideologien entgegen. […]