Impulse

Europäische Selbstbehauptung durch Selbstbegrenzung

Die Welt steht wahrscheinlich am Beginn einer längeren Phase der Instabilität und der Unsicherheit. In seinem jetzt erschienenen Werk Selbstbehauptung beschreibt der Politikwissenschaftler Heinz Theisen außen- und sicherheitspolitische Ansätze, die Europa helfen sollen, diese Lage zu bewältigen. Die Grundlage dieser Ansätze bilden die realistische Denkschule der Internationalen Beziehungen und die christliche Soziallehre. Ihr Ziel sei die „Bewahrung der in zwei Jahrtausenden gewachsenen europäischen Kultur“. […]

Elitenbildung

Das Rittertum und die Zukunft Europas

Der Philosoph Richard Coudenhove-Kalergi (1894–1972) gehört zu den wichtigsten Vordenkern der europäischen Einheit. In seinem 1927 erschienenen Werk „Held oder Heiliger“ beschreibt er das Rittertum als eine zeitlos gültiges Kulturideal und als eine Lebensform, die auf der Verwirklichung des Christentums in der europäischen Seele beruhe. Eine Erneuerung Europas setze eine Erneuerung des Rittertums in Europa voraus. […]

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Über die Berufung der Deutschen

Peter Thiel gehört zu den bedeutendsten Risikokapitalgebern der Gegenwart. In seiner am 7. Oktober anlässlich der Verleihung des Frank-Schirrmacher-Preises gehaltenen Dankesrede sprach er über die Berufung der Deutschen, von deren Ideen die Zukunft des Westens abhängen werde. […]

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Europäische Selbstbehauptung durch Selbstbegrenzung

Der Politikwissenschaftler Heinz Theisen lehrte zuletzt an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen in Köln. In einem jetzt erschienenen Aufsatz kritisiert vor dem Hintergrund des Scheiterns des Afghanistan-Einsatzes die „strategische Ratlosigkeit des Westens“. Er beschreibt die Grundzüge einer neuen, am Ziel des Schutzes Europas orientierten Außen- und Sicherheitspolitik, der es um „Selbstbehauptung durch Selbstbegrenzung“ gehe. […]

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Für ein Europa der Nationen

Der Soziologe Wolfgang Streeck ist Direktor emeritus am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln. In einem Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ tritt er für eine weitreichende Reform der Europäischen Union ein. Diese habe in ihrer heutigen zentralistischen Form keine Zukunft. Der Nationalstaat sei die einzige Institution, die eine globale Gesellschaft demokratisch regierbar machen könne. Er tritt für ein dezentrales Europa der Nationen ein, das die Souveränität und die kulturellen Besonderheiten der Staaten Europas stärker achtet, als es die EU gegenwärtig tue. […]

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Mitteleuropa und die Zukunft der abendländischen Kultur

Der Althistoriker David Engels ist als Forschungsprofessor am „Instytut Zachodni“ in Polen tätig. In einem kürzlich in der „Budapester Zeitung“ veröffentlichten Gespräch setzte er sich mit der möglichen Bedeutung Mitteleuropas für die kulturelle Erneuerung des Kontinents und die Bewahrung seines Erbes auseinander. Mitteleuropa sei mittlerweile „eine der letzten Bastionen der alten abendländischen Identität“. […]

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Perspektiven einer abendländischen Erneuerung Europas

Im vergangenen Jahr veröffentlichte der Althistoriker David Engels den Band „Renovatio Europae“, der die Namensgebung unseres Vorhabens inspirierte. Zusammen mit anderen Denkern aus West- und Osteuropa beschrieb Engels hier mögliche Ansätze einer Erneuerung Europas im Geist seiner abendländischen Tradition. Europa steuere auf größere Verwerfungen zu, worauf keiner der relevanten politischen Akteure des Kontinents eine Antwort habe. Es sei die Aufgabe der im abendländischen Erbe verwurzelten Kräfte, solche Antworten zu entwickeln, und für den Fall bereit zu sein, dass die bevorstehenden Krisen bei den Menschen Europas den Wunsch hervorbringen, sie zu hören. […]

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Wege zur Selbstbehauptung Europas

Der Politikwissenschaftler Heinz Theisen lehrt an der Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen in Köln. In mehreren kürzlich erschienenen Aufsätzen setzte er sich auf der Grundlage realistischer politischer Philosophie und der christlichen Soziallehre mit den Voraussetzungen europäischer Selbstbehauptung gegenüber Herausforderungen wie irregulärer Migration, Islamismus und dem Agieren der Supermächte auseinander. […]

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Europa als Erbe und Auftrag

Der Benediktinerpater Cassian Folsom ist Gründer und ehemaliger Prior des Klosters San Benedetto im italienischen Norcia, wo eine junge internationale Gemeinschaft katholischer Mönche aktiv ist. In einem kürzlich veröffentlichten Aufsatz mit dem Titel „Erbe und Auftrag“ setzt er sich mit der „entmutigenden, so düsteren Lage“ Europas auseinander und untersucht, was „die innere Identität Europas wieder beleben könnte“. Er entwirft ein Modell von Netzwerken von Gemeinschaften, die um geistliche Kerne herum entstehen und diese Aufgabe leisten könnten. […]

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Das Europa der Nationen und das abendländische Dienstethos

Der Theologe Romano Guardini (1885-1968) gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Disziplin der katholischen Weltanschauung im 20. Jahrhundert, dessen Werk unter anderem Hannah Arendt und Benedikt XVI. beeinflusste. In seinem Aufsatz „Europa – Wirklichkeit und Aufgabe“ untersuchte er die sittliche Bedeutung des Nationalstaates, dessen Rolle in Europa sowie die historische Berufung Europas. Diese sah er darin, das christlich-abendländische Dienstethos weiterzuentwickeln und zu verbreiten, das politische Macht in Abgrenzung zu totalitären Ideologien als „dienende Stärke“ verstehe. […]

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Das Europa der Nationen als kulturelle Errungenschaft

Der Historiker Heinrich August Winkler lehrte an der Humboldt-Universität zu Berlin. In der aktuellen Ausgabe des Magazins Der Spiegel beschreibt er die „historisch gewachsene nationale Vielfalt“ als eine der kulturellen Errungenschaften Europas und warnt vor Bestrebungen zur Auflösung des Nationalstaates. Winkler kritisiert in seinem Beitrag neomarxistische Stimmen wie den Schriftsteller […]