Dienstethos

Über das Wesen des Krieges

Der Schriftsteller und Offizier Ernst Jünger (1895-1998) setzte sich in seinen frühen Schriften vor allem mit seinen Erfahrungen im Ersten Weltkrieg auseinander. Im Krieg sah er ein Werk dunkler Kräfte, die tief in der Seele des Menschen verwurzelt seien und Schreckliches vollbrächten. Da der Mensch sich nicht ändern werde, werde es Kriege geben, solange es Menschen gibt. Man dürfe die Realität des Krieges daher nicht leugnen und sich in einen utopischen Pazifismus flüchten, sondern müsse sich auf sie vorbereiten, um nicht unterzugehen. […]

Kulturelle Resilienz

Glaube im Angesicht des Ernstfalls

Der Schriftsteller und Offizier Ernst Jünger (1895-1998) wäre heute 125 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass greifen wir die Gedanken Jüngers darüber auf, wie der Mensch sich angesichts und innerhalb der Krisen und Katastrophen der modernen Welt verhalten solle. Jüngers Antwort, die auf seiner intimen Erfahrung mit solchen Situationen beruhte, war ein von soldatischer Haltung und mystischer oder esoterischer Weltschau geprägter Glaube. […]

Dienstethos

Die Idee der Unsterblichkeit und der unbesiegbare Mensch

Jede Kultur und jedes auf Dauer ausgelegte Gemeinwesen beruht zuallererst auf religiösen Bindungen. Größere areligiöse oder atheistische Gemeinschaften jenseits der Familie zerbrachen immer spätestens dann, wenn sich eine relevante Zahl von Mitgliedern von einem Festhalten an der Gemeinschaft keinen materiellen Vorteil mehr versprach. Religiöse Bindungen sind jedoch gleichzeitig mit dem Problem verbunden, dass sie kaum rational vermittelbar oder auf Nutzenkalkül zu begründen sind. […]

Dienstethos

Die Natur des Menschen und das Ethos des Dienstes

Der gegen Ende seines Lebens zum katholischen Glauben übergetretene Schriftsteller Ernst Jünger hat sich vor dem Hintergrund seiner Grenzerfahrungen als Soldat im Ersten Weltkrieg intensiv mit der Natur des Menschen und Glaubensfragen auseinandergesetzt. In diesem Zusammenhang behandelt er in seinem Werk auch das Ethos des Dienstes, auf das sich jedes dauerhafte Gemeinwesen stützen muss. […]

Kulturelle Resilienz

Das Christentum als Wurzel der Erneuerung Europas

Der Schriftsteller, Philosoph und Offizier Ernst Jünger stand dem Widerstand im Dritten Reich nahe. Als Mitarbeiter des Widerstandskämpfers General Carl-Heinrich von Stülpnagel verfasste er 1943 eine Denkschrift mit dem Titel “Der Friede”, in der er eine mögliche Ordnung für ein Europa nach dem Sturz der nationalsozialistischen Herrschaft skizzierte. In dieser Schrift stellte er das Christentum den totalitären Utopien und Ideologien seiner Zeit gegenüber und betrachtete es als Wurzel einer möglichen Erneuerung Europas. […]