Herausforderungen

Peter Graf Kielmansegg: Die „Ehe für Alle“ als Symptom kultureller Auflösung

Peter Graf Kielmansegg lehrte Politikwissenschaft an der Universität Mannheim. In der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ kritisiert er das Versagen der Parteien beim Schutz der kulturellen Grundlagen des Gemeinwesens im Zusammenhang mit der Einführung der sogenannten „Ehe für alle“. Ein demokratisches Gemeinwesen könne allerdings auch nicht gegen den Willen einer Bevölkerungsmehrheit aufrechterhalten werden, die dies nicht wünsche. Wer für die traditionelle europäische Lebensordnung eintrete, müsse dazu bereit sein, dies künftig auch ohne staatliche Anerkennung tun. […]

Politik und Gesellschaft

Die „Ehe für alle“ und die Auflösung der kulturellen Grundlagen von Staat und Gesellschaft

Die Abwendung der staatlichen Ordnung in Deutschland vom naturrechtlichen Verständnis von Ehe und Familie markiert einen entscheidenden Schritt in der sich seit langem vollziehenden Trennung des Landes von seinen geistigen und kulturellen Wurzeln. In der staatlichen Ordnung ist an die Stelle der ursprünglichen naturrechtlichen Grundlage der Gesetzgebung seit heute eine Berufung auf beliebige „gesellschaftliche Realitäten“ getreten, unter deren Vorbehalt diese Ordnung nun steht. […]