Herausforderungen

Das Ende des modernen Fortschrittsoptimismus

Laut dem Soziologen Andreas Reckwitz hat die russische Invasion in der Ukraine „die Grundannahmen der westlich-­liberalen Geschichtsphilosophie“ und den mit ihr verbundenen „Fortschrittsoptimismus“ erschüttert. Die „geschichtsphilosophischen Hoffnungen“ des Westens hätten sich als „Wunschdenken“ herausgestellt. Die „weltgesellschaftliche Entwicklung“ strebe offensichtlich nicht hin zu immer größerer Modernisierung, sondern verlaufe „nach einer Logik des Konflikts“. […]

Impulse

Resilienz als konservatives Konzept

Der Soziologe Andreas Reckwitz lehrt an der Humboldt-Universität Berlin. In einem jetzt erschienenen Aufsatz setzt er sich mit dem Begriff der Resilienz. Die Frage der Widerstandsfähigkeit von Gesellschaften werde für die Politik angesichts der zunehmenden Krisen in westlichen Gesellschaften immer wichtiger. Resilienz sei ein konservatives Prinzip und zugleich eine Forderung klugen politischen Handelns. Übersteigertes Resilienzdenken könne jedoch zur Erstarrung von Gesellschaften führen. […]

Herausforderungen

Folgerungen aus der Corona-Krise

Der Soziologe Andreas Reckwitz lehrt an der Humboldt-Universität Berlin. In einem heute erschienenen Aufsatz schreibt er, dass die Corona-Krise zahlreiche Defekte der globalistischen Spätmoderne offenlege. Die Folgerung aus der Krise sei die Schaffung eines resilienten Staates, der sich vom Ziel der Entgrenzung und Deregulierung abwende, sich auf Krisen verschiedener Art vorbereite und Themen wie soziale Grundsicherung, ökologische Nachhaltigkeit und öffentliche Sicherheit stärker in den Vordergrund stelle. […]