Herausforderungen

Analyse: Linksradikale Tendenzen in der Umweltbewegung

Der Schutz der natürlichen Umwelt und der nachhaltige Umgang mit Ressourcen sind wesentliche Voraussetzungen für die Resilienz eines Gemeinwesens. In Teilen der Umweltbewegung sind jedoch linksradikale und stellenweise sogar linksextreme Tendenzen zu beobachten, denen es primär um die Delegitimierung freiheitlicher Gesellschaftsordnungen und die Mobilisierung von Menschen für revolutionäre Anliegen geht. Indem diese Strömungen die Auflösung der kulturellen Lebensgrundlagen von Gesellschaften fördern, handeln sie zudem im Widerspruch zu den Zielen einer authentischen ganzheitlichen Ökologie. […]

Kulturelle Resilienz

Ordensgemeinschaften als Träger von Widerstand und kultureller Erneuerung

In der durch Werner von Trott zu Solz gegründeten „Gesellschaft Imshausen“ suchten nach dem Zweiten Weltkrieg Denker, die unterschiedlichen Strömungen des Widerstands gegen den Nationalsozialismus nahestanden, Wege zu einer kulturellen und gesellschaftlichen Erneuerung Deutschlands. Von Trott strebte in diesem Rahmen die Gründung einer Ordensgemeinschaft an, die als Träger sowohl dieser Erneuerung als auch eines möglichen erneuten Widerstandes gegen die von ihm erwarteten künftigen Formen totalitärer Herrschaft hätte wirken sollen. […]

Herausforderungen

Alexei Yurchak: Sprachkontrolle und Lageblindheit in postmodernen Staaten

Der Anthropologe Alexei Yurchak lehrt an der University of California in Berkeley. Er schuf den Begriff der „Hypernormierung“ zur Beschreibung von postmodernen Versuchen, die gewünschte Wirklichkeit durch die Kontrolle der Sprache herzustellen. Am Beispiel der Spätphase der Sowjetunion beschrieb er, wie solche Versuche Staaten und Gesellschaften zunehmend blind für ihre tatsächliche Lage machen und ihren Zusammenbruch begünstigen. […]

Politik und Gesellschaft

Thomas Biebricher: Zur Lage des Konservatismus in Deutschland

Der Politikwissenschaftler Thomas Biebricher lehrt an der Copenhagen Business School. In einem jetzt in der „Frankfurter Rundschau“ veröffentlichten Gespräch äußert er sich zu Lage des Konservatismus in Deutschland. Dieser sei sowohl inhaltlich als auch personell erschöpft. Er könne jedoch eine Perspektive haben, wenn er sich wieder auf „Unverfügbarkeiten“ und auf die Themen „Verortung und Verwurzelung“ besinne. […]

Kulturelle Resilienz

David Engels: Mitteleuropa und die Zukunft der abendländischen Kultur

Der Althistoriker David Engels ist als Forschungsprofessor am „Instytut Zachodni“ in Polen tätig. In einem kürzlich in der „Budapester Zeitung“ veröffentlichten Gespräch setzte er sich mit der möglichen Bedeutung Mitteleuropas für die kulturelle Erneuerung des Kontinents und die Bewahrung seines Erbes auseinander. Mitteleuropa sei mittlerweile „eine der letzten Bastionen der alten abendländischen Identität“. […]

Herausforderungen

Armin Pfahl-Traughber: „Islamophobie“ und „antimuslimischer Rassismus“ als politische Kampfbegriffe

Der Extremismusforscher Armin Pfahl-Traughber lehrt an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in Brühl. In einem in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ erschienenen Aufsatz kritisiert er die Begriffe „Islamophobie“ und „antimuslimischer Rassismus“. Diese Begriffe würden von Linksidentitären und Islamisten „als politische Kampfbegriffe genutzt“, um eine kritische Auseinandersetzung mit islambezogenen Sachverhalten sowie islamistischen Positionen und Akteuren zu diskreditieren. […]

Herausforderungen

Französische Generale warnen vor einem Bürgerkrieg

Rund 20 pensionierte Generale der französischen Streitkräfte haben sich vor einigen Tagen in einem offenen Brief an den Präsidenten des Landes gewandt und vor einem Bürgerkrieg gewarnt. Der Zerfall der Gesellschaft und das Wirken extremistischer und krimineller Akteure hätten ein Ausmaß erreicht, das ein Eingreifen der Streitkräfte erforderlich machen könne, falls diesen Tendenzen nicht Einhalt geboten werde. […]

Herausforderungen

Sebastian Haffner: Wie man eine freie Gesellschaft zerstört

Der Publizist Sebastian Haffner verfasste 1933 einen erst nach seinem Tod veröffentlichten Text über seine Erfahrungen im „Referendarlager Jüterbog“, wo er als Jurist an einer „weltanschaulichen Schulung“ teilnehmen musste. Mit psychologisch ausgefeilten Methoden sei dort innerhalb kurzer Zeit ohne die Anwendung von Gewalt aus freien und gebildeten Männern eine passive Masse geformt worden, die sich in den nationalsozialistischen Staat einfügte. Haffner gewährt in seinem Text einen Einblick in diese Methoden und ermöglicht es dadurch, sie zu erkennen, falls sie eines Tages erneut zum Einsatz kommen sollten. […]

Herausforderungen

Cornel West: Für die Verteidigung der abendländischen Bildung

Der Philosoph Cornel West lehrt an der Harvard University. In einem heute zusammen mit Jeremy Tate veröffentlichten Aufsatz kritisiert er den gegenwärtig vor allem im angelsächsischen Sprachraum stattfindenden Kampf gegen die Vermittlung des abendländischen Kulturerbes an Universitäten. Dieser Kampf illustriere den Grad des geistig-moralischen Verfalls der USA. Das abendländische Erbe sei das Erbe aller freien Menschen und müsse unbedingt verteidigt werden. […]

Politik und Gesellschaft

Alexander Grau: Für einen offensiven Konservatismus

Der Philosoph Alexander Grau kritisiert in einem heute erschienenen Aufsatz die Schwäche des Konservatismus der Gegenwart, der sich seit Langem an die Positionen utopischer Ideologien anpasse und schrittweise fast alle Standpunkte aufgegeben habe, die ihn einst auszeichneten. Auf diese Weise sei der Konservatismus zum „Verlierer der Geschichte“ geworden, der nur noch „auf den finalen Schlag“ warte, der ihn endgültige erledige. Eine Zukunft könne nur ein offensiver Konservatismus haben, der utopischen Ideologien mit eigenen Konzepten entgegentritt. […]