Herausforderungen

Über den Kampf der Gender-Ideologie gegen die natürliche Geschlechterordnung

Die Philosophin Kathleen Stock lehrte an der University of Sussex. Sie war Ziel einer Kampagne von Transgender-Aktivisten, die sie dazu zwangen, die Universität zu verlassen, weil sie die Position vertreten hatte, dass die geschlechtliche Identität des Menschen nicht von Gefühlen abhänge, sondern biologisch bestimmt sei. In einem heute in der Wochenzeitung “Die Zeit” veröffentlichten Gespräch bekräftigt sie ihre Positionen und kritisiert den Kulturkampf der Gender-Ideologie gegen die natürliche Geschlechterordnung. […]

Kulturelle Resilienz

Kathedralen, langfristiges Denken und die Zukunft der Menschheit

Der Astronom Martin Rees lehrt an der University of Cambridge. In einer vor einigen Jahren anlässlich der Verleihung des Templeton-Preises gehaltenen Rede hob er das Denken des christlichen Mittelalters, das sich in der Errichtung der großen Kathedralen ausdrückte, als ein seitdem unerreichtes Vorbild für langfristiges Denken hervor. Die Menschheit werde solches Denken brauchen, wenn sie das 21. Jahrhundert bewältigen wolle. […]

Kulturerbe

Über das Kämpfertum des Menschen

Der Biochemiker Johannes Krause ist am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie tätig. Zusammen mit Thomas Tappe veröffentlichte er kürzlich ein Werk, das die Ur- und Frühgeschichte des Menschen als eine zehntausende von Jahren umspannende Serie von Überlebenskämpfen darstellt. Es sei ein „göttlicher Funke“ gewesen, der „unsere Vorfahren zu den Herrschern der Welt machte“ und der ihnen half, sich auch in schwierigsten Lagen durchzusetzen. Zugleich gebe es in der Natur des Menschen aber auch einen „selbstzerstörerischen Trieb“. […]

Allgemein

Wie kann die geistige Krise Europas überwunden werden?

In seinem kürzlich erschienenen Werk „Das bedrohte Vermächtnis der europäischen Aufklärung“ setzt sich der Philosoph Alexander Ulfig mit der geistigen Krise Europas und den Perspektiven ihrer Überwindung auseinander. Adorján Kovács stimmt in seiner Rezension der Diagnose Ulfigs zu, bringt aber Zweifel an dessen Lösungsansatz vor. […]

Herausforderungen

“Reaktionäre Christen”: Über die Konstruktion eines Feindbildes

Seit einiger Zeit erscheinen in Deutschland verstärkt Publikationen, in denen traditionsorientierte Christen als Bedrohung dargestellt werden. Die zur Konstruktion dieses Feindbildes verwendeten Methoden ähneln jenen, die kommunistische Geheimdienste zur Zeit des Ost-West-Konflikts einsetzten. Ursprünglich als “streng geheim” eingestufte Dokumente des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR, die sich mit der Bekämpfung “reaktionärer Christen” auseinandersetzen, weisen auffällige inhaltliche Parallelen zu den erwähnten Publikationen auf. […]

Kulturerbe

Die Arroganz der Gegenwart und der “Rufmord am Mittelalter”

In der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung „Die Zeit“ setzt sich die Kunsthistorikerin Friederike Quander mit einem Phänomen auseinander, das sie als die „Arroganz der Gegenwart“ bezeichnet. Diese werde vor allem im modernen Mittelalter-Bild sichtbar, das auf Klischees und Unwahrheiten beruhe und “Rufmord am Mittelalter” begehe. […]

Politik und Gesellschaft

Ein Zaun für Europa

Martin van Creveld lehrt an der Universität von Tel Aviv und gehört zu den bedeutendsten lebenden Denkern im Bereich der strategischen Wissenschaft. In einem jetzt veröffentlichen Kommentar bewertet er irreguläre Migration als die wichtigste gegenwärtige Herausforderung für Europa. Wenn es nicht gelinge, diese Herausforderung durch verbesserte Grenzschutzmaßnahmen zu bewältigen, drohten dem Kontinent langfristig innere Konflikte. […]

Politik und Gesellschaft

“Zum Heil setzt er Mauern und Wall”: Schützende Grenzen aus biblischer Sicht

Die Reaktionen von katholischer und evangelischer Kirche in Deutschland auf die Bedrohung der Ostflanke Europas durch illegale Migration erwecken den Eindruck, dass diese den Schutz von Grenzen als illegitim betrachten. Auf welche geistigen Grundlagen sich diese Bewertung stützt, bleibt jedoch unklar. Der Schutz von Staatsgrenzen gegen äußere Bedrohungen ist nicht nur eine Forderung der christlichen Soziallehre, sondern entspricht auch biblischer Weltanschauung, die den Schutz der Grenzen des eigenen Gemeinwesens durchgängig bejaht. […]

Herausforderungen

Identitätspolitische Ideologie als Pseudoreligion

Erzbischof José Horacio Gómez ist der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz der USA. In einer gestern gehaltenen Rede bezeichnete er identitätspolitische Ideologien als Ausdruck einer antichristlichen Pseudoreligion. Diese zerstöre das christliche Erbe und den inneren Zusammenhalt der Gesellschaften, in denen sie wirke. Christen müssten dieser neuen Form des Tribalismus mit der universellen Botschaft des Christentums entgegentreten. […]

Dienstethos

Die Rückkehr des Kriegers

Rafael Behr lehrt Kriminologie und Soziologie an der Akademie der Polizei Hamburg und gilt als einer der führenden Polizeiforscher Deutschlands. Ihm zufolge haben die zunehmenden Herausforderungen im Bereich der öffentlichen Sicherheit, etwa die Bedrohung durch islamistischen Terrorismus und anderen “Gefahren für die Zivilisation”, einen kulturellen Wandel in der Polizei hin zu traditionellen Rollenmustern ausgelöst. Der Archetyp des Kriegers gewinne hier zunehmend an Bedeutung und Wertschätzung. […]