Politik und Gesellschaft

Heinrich August Winkler: Folgerungen aus dem Scheitern des Afghanistan-Einsatzes

Der Historiker Heinrich August Winkler lehrte zuletzt an der Humboldt-Universität zu Berlin. In einem in der Tageszeitung „Die Welt“ erschienenen Gespräch formuliert er Lehren aus dem Scheitern des Afghanistan-Einsatzes. Er plädiert für eine stärkere Anerkennung der Bedeutung kultureller Unterschiede zwischen dem christlich-abendländischen und dem islamischen Kulturraum, mehr sicherheitspolitischen Realismus, wirksamere Maßnahmen zur Eindämmung irregulärer Migration und die Beschränkung militärischer Einsätze auf die unmittelbare Abwehr von Bedrohungen. […]

Kulturelle Resilienz

Carter Malkasian: Die kulturellen Ursachen des Sieges der Taliban in Afghanistan

Der Militärhistoriker Carter Malkasian diente als amerikanischer Militärberater in Afghanistan. Die im Rahmen seiner Feldforschung gewonnenen Erkenntnisse verarbeitete er in seinem kürzlich erschienenen Werk „The American War in Afghanistan – A History“. Hier setzt er sich unter anderem mit den kulturellen Faktoren auseinander, welche die Taliban zu ihrem Sieg befähigten. Diese hätten sich erfolgreich auf den Islam als Quelle nationaler Einheit und Inspiration des Kampfes gegen nichtmuslimische Fremde gestützt, wodurch es ihnen gelungen sei, eine große Zahl von Afghanen zu mobilisieren und größere Opfer zu bringen als ihre Gegner. […]

Dienstethos

Giuseppe Gracia: „Das Kämpfen und Beschützen bejahen“

In einem heute in der „Neuen Zürcher Zeitung“ erschienenen Aufsatz tritt der katholische Autor Giuseppe Gracia dafür ein, maskulinen Idealen einen höheren gesellschaftlichen Stellenwert beizumessen. „Kämpfen, bezwingen, beschützen“ seien für das Gemeinwesen auch in der Gegenwart unverzichtbare Aufgaben, für deren Erfüllung es Männer brauche. […]

Herausforderungen

Marcel Bohnert: Die kulturellen Ursachen der deutschen Niederlage in Afghanistan

Die aktuellen Ereignisse in Afghanistan unterstreichen das Scheitern des Einsatzes der Bundeswehr dort. Bereits 2017 hatte Marcel Bohnert, der als Oberstleutnant im Generalstabsdienst der Bundeswehr dient, die kulturellen Ursachen dieses Scheiterns in seinem Buch „Innere Führung auf dem Prüfstand“ analysiert. Zu diesen zählt er vor allem „Strategielosigkeit“ und „Realitätsverweigerung“ in den politischen und militärischen Eliten Deutschlands und fordert eine „ungeschminkte und transparente Bilanzdebatte“. […]

Herausforderungen

Michel Houellebecq: Der Selbstmord der Moderne

Der Schriftsteller Michel Houellebecq gilt als einer der bedeutendsten Kulturkritiker der Gegenwart. In einem jetzt in der Wochenzeitung „Welt am Sonntag“ veröffentlichten Aufsatz schreibt er über den „Selbstmord der Moderne“, der nicht nur westliche Gesellschaften betreffe. […]

Kein Bild
Kulturelle Resilienz

Robert Sarah: Das Wesen der heiligen Tradition

Kardinal Robert Sarah gilt als eine der wichtigsten Persönlichkeiten in der katholischen Kirche der Gegenwart. In einem jetzt in der Tageszeitung „Le Figaro“ erschienenen Aufsatz setzt er sich mit dem Wesen der heiligen Tradition des Christentums und ihrer Bedeutung für die kulturelle Erneuerung westlicher Gesellschaften auseinander. […]

Herausforderungen

Peter Eisenberg: Über die Zerstörung der deutschen Sprache

Der Linguist Peter Eisenberg lehrte zuletzt an der Universität Potsdam. In einem jetzt in der Tageszeitung „Die Welt“ erschienenen Aufsatz kritisiert er den von Gender-Ideologen betriebenen „Sprachkampf“, der die Standardsprache zunehmend zerstöre. Dieser Kampf werde scheitern, weil er auf falschen Annahmen beruhe. Es zeichne sich aber ab, dass er eine „Spur der Verwüstung“ in der Sprache hinterlassen werde. […]

Politik und Gesellschaft

Marcel Bohnert: Deutschlands Wehrkultur ist defekt

Marcel Bohnert dient als Oberstleutnant im Generalstabsdienst der Bundeswehr. In einem Aufsatz im Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ setzt er sich mit Mängeln im Bereich Wehrkultur in Deutschland auseinander. Die Kultur des Landes habe sich auf eine gefährliche Weise von allem Militärischen entfernt und blende militärische Realitäten zum Schaden des Gemeinwohls weitestgehend aus. […]

Herausforderungen

Rochus Leonhardt: Über den Verfall der politischen Kultur in Deutschland

Der evangelische Theologe Rochus Leonhardt lehrt an der Universität Leipzig. Im kürzlich erschienenen Sammelband „Christentum von rechts“ setzt er sich auf der Grundlage der protestantischen Sozialethik mit dem Verfall der politischen Kultur in Deutschland auseinander. Diese sei zunehmend von „Stigmatisierungs- und Ausgrenzungstendenzen“ gekennzeichnet, welche eine ernsthafte Gefahr für die freiheitliche demokratische Ordnung des Landes darstellten. Es drohten der „Triumph des Moralismus über die Sachauseinandersetzung“ sowie die „Stillstellung von Menschen“, die vom verordneten Konsens abweichen. […]

Dienstethos

Neue Publikation: Der Männerbund – Träger und Bewahrer des Gemeinwesens

In der Reihe „Renovatio-Impulse“ ist eine neue Publikation erschienen, die sich mit männerbündischen Institutionen und ihrer Rolle im Gemeinwesen auseinandersetzt. Das Dokument kann hier abgerufen werden. Es behandelt freiwillige Zusammenschlüsse von Männern, die gemeinsam höheren Zielen dienen wollen, etwa dem Schutz des Gemeinwesens vor Bedrohungen oder der Bewahrung und Erneuerung seiner Kultur in Zeiten, in denen ihr Bestand herausgefordert wird. Die Resilienz eines Gemeinwesens hängt in Krisenzeiten entscheidend davon ab, dass es über leistungsfähige männerbündische Institutionen verfügt. Wie alle kulturtragenden Institutionen sind jedoch auch Männerbünde gegenwärtig verstärkt Delegitimationsversuchen ausgesetzt. […]