Christliches Dienstethos

Papst Franziskus: Über die Verteidigung des Eigenen im Angesicht der Bedrohung

Die Stadt Baghdida im Nordirak wird seit mehr als einem Jahrtausend von Christen bewohnt. Sie war über die Jahrhunderte hinweg immer wieder Ziel von Angriffen radikaler Muslime und wurde 2014 durch den Islamischen Staat eingenommen, konnte aber 2016 durch christliche Milizen und deren Verbündete zurückgewonnen werden und wird seitdem durch christliche Selbstverteidigungskräfte gesichert. In einer heute in der Stadt gehaltenen Predigt sprach Papst Franziskus über die Verteidigung des eigenen Erbes im Angesicht von Bedrohungen wie dem islamistischen Terrorismus. […]

Politik und Gesellschaft

Wolfgang Thierse: Die Nation als Heimat in einer instabilen Welt

In einem heute veröffentlichten Gespräch setzt Wolfgang Thierse seinen Versuch fort, die deutsche Sozialdemokratie durch konservative Impulse zu erneuern und ihrer identiätspolitischen Radikalisierung entgegenzuwirken. Die Corona-Krise zeige erneut, dass die Nation eine unverzichtbare Solidargemeinschaft sei, die als „eine der Antworten auf das Bedürfnis nach Zuordnung und Beheimatung in einer sich dramatisch verändernden Welt“ nicht aufgegeben werden dürfe. […]

Christliches Dienstethos

Das ritterliche Ethos im Heldengedicht Beowulf

Das im 8. Jahrhundert entstandene angelsächsische epische Heldengedicht „Beowulf“ handelt laut seinem unbekannten Dichter davon, wie „edelste Krieger sich Ehre erwarben“ und beschreibt den Kampf des Helden Beowulf gegen drei übernatürliche Feinde; den Troll Grendel und seine Mutter sowie einen Drachen. Das Werk enthält eine der ältesten Beschreibungen des Ethos, das später das christliche Rittertum prägte. Sein Inhalt beruht auf der Synthese aus vorchristlicher europäischer Kultur und christlichem Geist, die ab dem frühen Mittelter die abendländische Kultur prägte. […]

Herausforderungen

Herbert Marcuse: „Antirassismus“ als Mittel der Zersetzung westlicher Gesellschaften

Der Philosoph Herbert Marcuse war eine der zentralen Figuren der neomarxistischen „Frankfurter Schule“. In seinem 1964 erschienenen Werk „Der eindimensionale Mensch“ entwarf er Strategien zum Umsturz westlicher Gesellschaftsordnungen. Ihm zufolge könnten marxistische Revolutionen nur dann gelingen, wenn diese Ordnungen zunächst von innen heraus zersetzt würden. Da Arbeiter nicht über das erhoffte revolutionäre Potenzial verfügten, müsse man stattdessen ethnische Minderheiten mobilisieren, um westliche Gesellschaften zu destabilisieren. Marcuse formulierte damit die Grundlagen der „Critical Race Theory“ und des neomarxistischen „Antirassismus“, der die identitätspolitischen Bewegungen der Gegenwart prägt. Der wachsende Einfluss dieser Bewegungen an Universitäten, in den Medien und auch in Staat und Politik stellte mittlerweile eine ernstzunehmende Bedrohung für freiheitliche Gesellschaften dar. […]

Politik und Gesellschaft

Wolfgang Thierse: Patriotismus und Gemeinsinn als Antworten auf gesellschaftliche Auflösung

Der Sozialdemokrat und Kulturwissenschaftler Wolfgang Thierse war zwischen 1998 bis 2005 Präsident des Deutschen Bundestages. In einem kürzlich erschienenen Aufsatz kritisierte er, dass die gegenwärtige Welle des linksradikalen identitätspolitischen Aktivismus den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland zunehmend zerstöre. Diese Bedrohung erfordere die Rückkehr zur Tugend des Gemeinsinns sowie zu den Werten „Heimat und Patriotismus, Nationalkultur und Kulturnation“. […]

Politik und Gesellschaft

Reinhard Sprenger: Solidarität braucht Grenzen

Reinhard K. Sprenger gilt als einer der einflussreichsten Experten für Unternehmensführung im deutschsprachigen Raum. In einem aktuellen Aufsatz setzt er sich mit dem Wesen der Solidarität auseinander. Echte Solidarität könne es nur im Rahmen klar abgegrenzter, hinreichend homogener Gemeinschaften von Menschen geben. Sprenger kritisiert, dass der Begriff der Solidarität gegenwärtig häufig missbraucht würde, um beliebige Forderungen moralisch aufzuladen und der Debatte zu entziehen. […]

Herausforderungen

Josef Isensee: Islambezogene Herausforderungen für freiheitliche Gesellschaften

Der Staatsrechtler und Staatsphilosoph Josef Isensee lehrte bis zu seiner Emeritierung an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Ein vor einiger Zeit erschienener Sammelband enthält Texte, in denen er für die Verteidigung des freiheitlichen Verfassungsstaates gegen innere und äußere Herausforderungen eintritt. Hier warnt Isensee unter anderem vor einem „Kampf der Kulturen“ in Europa, der in Folge einer „Integrationsresistenz des Islam“ langfristig drohe. Staaten dürften sich vor diesem Hintergrund nicht neutral verhalten, sondern müssten die europäische Kulturidentität schützen. […]

Herausforderungen

Lorenz Jäger: Familien und Völker als Feindbilder globalistischer Ideologien

Der Soziologe Lorenz Jäger war an der Stanford University tätig und leitete später das Ressort Geisteswissenschaften der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. In einem aktuellen Aufsatz setzt er sich mit Gedanken Walter Benjamins (1882-1940) auseinander. Dieser habe vor rund einhundert Jahren eine „grandiose globalistisch-kulturrevolutionäre Vision des künftigen Zusammenlebens“ entworfen, die viele der Inhalte der globalistischen Ideologien der Gegenwart vorweggenommen habe. Völker und Familien hätten in dieser Vision keinen Platz, weil sie der angestrebten totalen Vereinheitlichung der Menschheit im Wege stünden. […]

Herausforderungen

Thomas Thiel: Die Transgender-Bewegung und die Abschaffung des Menschen

Der Wissenschaftsjournalist Thomas Thiel betreut das Ressort Forschung und Lehre der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. In einem aktuellen Aufsatz setzt er sich kritisch mit der Transgender-Bewegung auseinander. Dieser wirft er vor, von einem unwahren Menschenbild auszugehen, keine Rücksicht auf die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu nehmen, die Öffentlichkeit über ihre Absichten zu täuschen und aggressiv gegen jeglichen Widerspruch vorzugehen. Hinter der Bewegung stünden nicht nur die Interessen von Pharmaunternehmen, sondern auch eine radikale utopische Ideologie, welche die Abschaffung des Menschen anstrebe. […]

Allgemein

Lorenzo Vidino: Islamistische Subversion als Bedrohung für Europa

Lorenzo Vidino ist Direkter des Programms für Extremismusstudien an der George Washington University in Washington D.C. und gehört dem Beirat der staatlichen österreichischen „Dokumentationsstelle Politischer Islam“ an. In einem jetzt veröffentlichten Gespräch warnt er vor islamistischer Subversion in Europa. Akteure des politischen Islam würden derzeit erfolgreich den politischen Prozess unterwandern und dabei an identitätspolitische Diskurse anknüpfen. Insbesondere in Deutschland würden diese Akteure von Politikern als legitime Partner betrachtet. […]