Die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöste COVID-19-Epidemie stellt für Deutschland und andere postmoderne westliche Gesellschaften eine ernste Belastungsprobe dar. Der Rechtswissenschaftler Udo Di Fabio wies in diesem Zusammenhang darauf hin, jede Krise den Zustand einer Gesellschaft prüfe und die Kraft ihrer Ordnung erweise. Noch „keine Krise unter der Herrschaft des Grundgesetzes“ habe „Fragen so komprimiert gestellt“ und „vertraute Gewissheiten und Vorverständnisse wie Kartenhäuser einstürzen lassen“.1 Unser Projekt untersucht vor diesem Zusammenhang kulturelle und strategische Aspekte der Krisenfestigkeit von Staat und Gesellschaft in Deutschland.

Ziele des Projekts

Das im März 2020 begonnene Projekt hat die folgenden Ziele:

  • Identifizierung von kulturellen und sonstigen Verwundbarkeiten der deutschen Gesellschaft im Zusammenhang mit der COVID-19-Krise;
  • Formulierung kultureller Impulse, um die Resilienz von Staat und Gesellschaft in Deutschland gegenüber Krisen zu stärken;
  • Analyse der strategischen Auswirkungen der Pandemie auf Deutschland.

Bisher erschienene Beiträge

Bislang sind im Rahmen des Projekts die folgenden Beiträge erschienen:

Quellen

  1. Udo Di Fabio: „An den Grenzen der Verfassung“, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.04.2020.