Das Subsidiaritätsprinzip der christlichen Soziallehre bestimmt das richtige Verhältnis zwischen sozialen Einheiten. Es betrachtet die Familie als Grundlage der Gesellschaft. Familie und Nation werden von der Soziallehre als Grundordnungen und wesentlichen Systeme von Bindungen angesehen, innerhalb der sich der Mensch als Gemeinschaftswesen bewegt. Gesellschaftliche Aufgaben sollten dabei jeweils von der kleinsten Einheit und auf der niedrigsten Organisationsebene durchgeführt oder gelöst werden , die dazu in der Lage ist.

Das Subsidiaritätsprinzip beruht auf der Anerkennung der Natur des Menschen als Gemeinschaftswesen und der Eingebundenheit des Menschen in natürliche Gemeinschaften, vor allem in die Familie. Christliche Weltanschauung betrachtet die Gesellschaft als System von aufeinander bezogenen Bindungen und Gemeinschaften, die bei der Familie beginnen und sich über die Nationen sowie Gemeinschaften von Nationen (etwa die Gemeinschaft europäischer Nationen) fortsetzen.

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