Kulturerbe

Kultureller Verfall und Erneuerung im Gralsmythos

Laut dem Religionswissenschaftler Mircea Eliade steht die Frage nach den Ursachen kulturellen Verfalls und den Voraussetzungen kultureller Erneuerung im Zentrum des Gralsmythos, den er in seinem Werk Ewige Bilder und Sinnbilder als den “erhabenen Mythos Europas” bezeichnete. Der Gralsmythos enthalte zeitlos gültige Antworten auf diese großen Fragen. […]

Kulturerbe

Über den christlich-europäischen Zivilisationstypus

Der Historiker Heinz Schilling beschreibt in seinem kürzlich erschienenen Werk “Das Christentum und die Entstehung des modernen Europa” den einzigartigen Zivilisationstypus, den das Christentum in Europa geschaffen habe. Nur diese Zivilisation habe aus ihrem religiösen Identitätskern heraus eine Ordnung der individuellen Freiheit hervorgebracht, die den westlich-europäischen Kulturraum bis heute vor anderen Weltzivilisationen auszeichne. […]

Kulturerbe

Das maskuline Wesen des Christentums und der europäischen Zivilisation

Die Feministin und Kulturhistorikerin Camille Paglia beschrieb die westlich-europäische Zivilisation in ihrem 1992 erschienenen Werk Die “Masken der Sexualität” als eine Schöpfung des Mannes. So wie das Christentum sei diese Zivilisation ihrem Wesen nach maskulin und müsse dies zum Wohl des Menschen auch bleiben. Dazu müsse man die fundamentalen Unterschiede zwischen Mann und Frau erkennen und bejahen. […]

Kulturerbe

Über das Kämpfertum des Menschen

Der Biochemiker Johannes Krause ist am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie tätig. Zusammen mit Thomas Tappe veröffentlichte er kürzlich ein Werk, das die Ur- und Frühgeschichte des Menschen als eine zehntausende von Jahren umspannende Serie von Überlebenskämpfen darstellt. Es sei ein „göttlicher Funke“ gewesen, der „unsere Vorfahren zu den Herrschern der Welt machte“ und der ihnen half, sich auch in schwierigsten Lagen durchzusetzen. Zugleich gebe es in der Natur des Menschen aber auch einen „selbstzerstörerischen Trieb“. […]

Kulturerbe

Die Arroganz der Gegenwart und der “Rufmord am Mittelalter”

In der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung „Die Zeit“ setzt sich die Kunsthistorikerin Friederike Quander mit einem Phänomen auseinander, das sie als die „Arroganz der Gegenwart“ bezeichnet. Diese werde vor allem im modernen Mittelalter-Bild sichtbar, das auf Klischees und Unwahrheiten beruhe und “Rufmord am Mittelalter” begehe. […]

Kulturerbe

Der christliche Humanismus und das ewige Abendland

Der katholische Theologe Hugo Rahner (1900-1968) ist vor allem durch seinen Einsatz für die Verteidigung des abendländischen Gedankens und des christlichen Humanismus in Erinnerung geblieben. In einer Reihe von Aufsätzen, die er unter dem Eindruck der Herrschaft des Nationalsozialismus verfasste, betonte er die Bedeutung dieser Konzepte als Waffen gegen die “Macht des Ungeistes” und als geistiger Grundlage für die Erneuerung Europas. […]

Kulturerbe

Über die Berufung der Deutschen

Peter Thiel gehört zu den bedeutendsten Risikokapitalgebern der Gegenwart. In seiner am 7. Oktober anlässlich der Verleihung des Frank-Schirrmacher-Preises gehaltenen Dankesrede sprach er über die Berufung der Deutschen, von deren Ideen die Zukunft des Westens abhängen werde. […]

Kulturelle Resilienz

Die tridentinische Messe als Pulsschlag der europäischen Zivilisation

Der Philosoph Michel Onfray kritisiert in einem kürzlich in der Tageszeitung “Le Figaro” erschienenen Aufsatz die Einschränkung der Feier der tridentinischen Messe durch Papst Franziskus. Auch als Atheist müsse er anerkennen, dass das Leben der Kirche “den Pulsschlag unserer jüdisch-christlichen Zivilisation” darstelle. Die tridentinische Messe beinhalte das gesamte “Erbe der Stammesgeschichte unserer Zivilisation”. Versuche, sie abzuschaffen oder einzuschränken, müssten sich negativ auf das kulturelle Erbe Europas auswirken, das sich ohnehin schon in einer prekären Lage befinde. […]

Kulturerbe

Der heilige Mauritius als ritterlicher Beschützer des Gemeinwesens

Antirassistische Aktivisten fordern aktuell die Entfernung der Erinnerung an den hl. Mauritius aus dem kulturellen Gedächtnis, weil er in der Kunst und Heraldik meist als dunkelhäutig dargestellt wird oder “Mohrenstraßen” in einigen deutschen Städten nach ihm benannt sind. Die Journalistin Claudia Becker wirft den Aktivisten in einem jetzt erschienenen Beitrag “Bilderstürmerei” vor und beschreibt die herausgehobene Bedeutung des Heiligen für die christliche Kultur des Mittelalters, wo er als ritterlicher Beschützer des Reiches große Verehrung genoss. […]

Dienstethos

Fahrenheit 451: Ein Roman über die Berufung des Mannes

In seinem 1953 erschienenen dystopischen Roman “Fahrenheit 451” setzt sich der Schriftsteller Ray Bradbury mit der Berufung des Mannes zum schützenden und bewahrenden Dienst auseinander. Das Werk behandelt einen Abschnitt im Leben Guy Montags, der Mitarbeiter einer Sicherheitsbehörde in einem vor einer Katastrophe stehenden totalitären Staat ist und durch die Begegnung mit einem numinosen Wesen im Innern erschüttert wird. Er entdeckt in einem Prozess von Initiationen seine Berufung dazu, die höchsten Werte im Angesicht des Untergangs zu schützen und zu bewahren und stößt schließlich auf einen Männerbund, der Kultur und Tradition bewahrt und nach der Katastrophe erneuern wird. […]