Kulturerbe

Julien d’Huy: Der älteste Mythos der Menschheit

Der Historiker Julien d’Huy forscht an der Université Paris 1 – Panthéon-Sorbonne. Mittels eines historisch-geographischen Ansatzes der Mythenforschung ist es ihm gelungen, das Alter wesentlicher Mythen der abendländischen Tradition auf mehrere zehntausend Jahre zu datieren und somit die Wurzeln der Kulturen des Abendlandes bis in die Altsteinzeit zurückzuverfolgen. Der älteste Mythos der Menschheit sei mit einem Alter von mindestens 60.000 Jahren der Drachenkampf-Mythos, der im Christentum eine herausgehobene Rolle spielt. […]

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Die Himmelsscheibe von Nebra und die religiösen Ursprünge europäischer Kultur

Der Archäologe Harald Meller und der Historiker Kai Michel beschreiben in ihrem Buch „Die Himmelsscheibe von Nebra“ eine bis vor kurzem weitgehend unbekannte Kultur, die auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands vor rund viertausend Jahren neben der Himmelsscheibe auch den ersten bekannten Staat Mitteleuropas schuf. Dabei gehen die Autoren ausführlich auf die religiösen Ursprünge der Kulturen Europas ein, an die das Christentum später anknüpfte. […]

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Die Krise des Landes Logrien und ihre Überwindung im Gralsmythos

Um das Jahr 1190 veröffentlichte Chrétien de Troyes die älteste bekannte Erzählung des Gralsmythos unter dem Titel „Die Geschichte vom Gral“. Ihr stellte ein unbekannter Autor einen „Elucidation“ genannten Prolog voran. Dieser handelt von der Krise des Landes Logrien, dessen König die transzendente Ordnung verletzt und das Land von seinem geistigen Zentrum trennt. Der Text handelt außerdem von einer Gemeinschaft von Rittern, die gegen das damit verbundene Böse kämpft und das Land durch die Wiederanbindung an sein geistiges Zentrum erneuert. […]

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Christopher Dawson: Die Apostel des Abendlandes – Teil 2: Der Kampf um Europa

Christopher Dawson (1889-1970) lehrte an der Harvard University und gilt als einer der bedeutendsten christlichen Historiker des 20. Jahrhunderts. In seinen Werken „Die Religion im Aufbau der abendländischen Kultur“ und „Die Gestaltung des Abendlandes“ schildert er unter anderem den Überlebenskampf des christlichen Europas im neunten und zehnten Jahrhundert. Europa habe damals in Folge der Invasionen der Wikinger, der Ungarn und der Muslime sowie außer Kontrolle geratener Dekadenz innerhalb der Kirche zeitweise am Rand der Vernichtung gestanden. […]

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Christopher Dawson: Die Apostel des Abendlandes – Teil 1: Der lange Winter

Christopher Dawson (1889-1970) lehrte an der Harvard University und gilt als einer der bedeutendsten christlichen Historiker des 20. Jahrhunderts. Sein Werk beeinflusste unter anderem J.R.R. Tolkien und T.S. Eliot. In seinen Büchern „Die Religion im Aufbau der abendländischen Kultur“ und „Die Gestaltung des Abendlandes“ schildert er, wie christliche Mönche und Herrscher im Frühmittelalter inmitten der Trümmer des untergegangenen Römischen Reiches Europa schufen und in einem jahrhundertelangen Überlebenskampf verteidigten. […]

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Zerfall und Bedrohung: Franz Kafka und die Spiritualität des schützenden Dienstes (Teil 2)

Der jüdische Schriftsteller Franz Kafka zählt zu den bedeutendsten Autoren der deutschen Literaturgeschichte. In einigen seiner Erzählungsfragmente setzt er sich mit Fragen der Spiritualität des schützenden Dienstes auseinander. Sein Text „Ein altes Blatt“ behandelt den Zerfall eines Gemeinwesens, das seine religiöse Kraft verloren hat, und dessen daraus resultierende Wehrlosigkeit gegenüber der Bedrohung durch das feindselige Fremde. […]

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„Schutz für die Jahrhunderte“: Franz Kafka und die Spiritualität des schützenden Dienstes (Teil 1)

Der Schriftsteller Franz Kafka zählt zu den bedeutendsten Autoren der deutschen Literaturgeschichte. In einigen seiner Erzählungsfragmente setzt er sich mit Fragen der Spiritualität des schützenden Dienstes auseinander. Dabei greift er sowohl auf mythologische Elemente, die sich unter anderem auch im Gralsmythos finden, als auch auf biblische Bilder zurück. Der erste Teil unserer Serie behandelt die Erzählung „Beim Bau der Chinesischen Mauer“. […]

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Der Gralsmythos und die Spiritualität des christlichen Rittertums

Der englische Historiker Richard Barber gilt als einer der führenden Experten auf dem Gebiet der mittelalterlichen höfischen Kultur. In seinem Werk „Der Heilige Gral: Geschichte und Mythos“ analysiert er die verschiedenen Strömungen des Gralsmythos. Dieser sei entgegen moderner Verzerrungen eindeutig als Werk der katholischen Kultur des Hochmittelalters zu identifizieren, in dem die Kultur und Spiritualität des christlichen Rittertums zum Ausdruck komme. […]

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Angela C. Contzen: Mythen, Symbole und die Identität Europas

Die Literaturwissenschaftlerin und Philosophin Angela C. Contzen hat sich in ihrer Arbeit vor allem mit der abendländischen Kulturgeschichte und Symbolik auseinandergesetzt. Mit ihrem aktuellen Buch „Die Wurzeln unserer Kultur – Natur, Kunst, Mythologie, Feste und Bräuche im Jahreslauf“ will sie einen Beitrag zur Leitkulturdebatte sowie zu „Erinnerung und Selbstbewusstsein“ leisten. Sie betont dabei die Bedeutung des Christentums als Kern der Identität Europas und sieht in alten Mythen, Bildern und Symbolen Wege, um die Menschen Europas zu sich selbst zurückzuführen. […]