Kulturelle Resilienz

Ernst Jünger: Glaube im Angesicht der Krise

Der Schriftsteller und Offizier Ernst Jünger (1895-1998) wäre heute 125 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass greifen wir die Gedanken Jüngers darüber auf, wie der Mensch sich angesichts und innerhalb der Krisen und Katastrophen der modernen Welt verhalten solle. Jüngers Antwort, die auf seiner intimen Erfahrung mit solchen Situationen beruhte, war ein von soldatischer Haltung und mystischer oder esoterischer Weltschau geprägter Glaube. […]

Kulturelle Resilienz

Byung-Chul Han: Die Krisenblindheit des Neoliberalismus und ihre Folgen

Der Philosoph und Kulturwissenschaftler Byung-Chul Han lehrte zuletzt an der Universität der Künste Berlin. In einem jetzt erschienenen Aufsatz setzt er sich vor dem Hintergrund der COVID-19-Krise mit der Krisenblindheit des Neoliberalismus auseinander. Die Globalisierung und die Ideologie, auf der sie beruhe, hätten die geistigen, kulturellen und politischen Widerstandskräfte westlicher Gesellschaften gegenüber Krisen geschwächt. Der mit der Krise verbundene Schock führe gegenwärtig zu Überreaktionen, die den Bestand freiheitlicher Gesellschaften gefährden könnten. […]

Kulturelle Resilienz

COVID-19: Mögliche kulturelle und gesellschaftliche Auswirkungen auf Europa

Das durch den Trendforscher Matthias Horx gegründete Zukunftsinstitut stellt in einer jetzt veröffentlichten Analyse eine Reihe strategischer Szenarien vor, die mögliche langfristige kulturelle und gesellschaftliche Auswirkungen auf Europa im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie beschreiben. Neben einer verstärkten Hinwendung zum Lokalen und zum Nationalen halten die Trendforscher auch eine wachsende Attraktivität traditioneller Lebensstile für möglich. […]

Kulturelle Resilienz

Jared Diamond: Kulturelle Identität und Krisenfestigkeit

Der Geograph Jared Diamond lehrt an der University of California in Los Angeles und hat sich vor allem mit den Ursachen des Aufstiegs und des Niedergangs von Gemeinwesen auseinandergesetzt. In seinem kürzlich in deutscher Übersetzung erschienen Werk „Krise. Wie Nationen sich erneuern können“ untersucht er historische Beispiele dafür, wie Staaten existenzielle Krisen bewältigt haben. Dabei betont er die Bedeutung des Faktors der kulturellen Identität, die wesentlichen Einfluss darauf habe, ob und wie gut ein Gemeinwesen solche Lagen meistern kann. […]

Kulturelle Resilienz

Kardinal Sarah: Der Winter des Abendlands – Teil 2: Erbe und Identität

Kardinal Robert Sarah gilt als eine der wichtigsten Persönlichkeiten in der katholischen Kirche der Gegenwart und als einer der entschlossensten Verteidiger ihrer Tradition. In einem kürzlich erschienenen Buch analysiert er die Krise Europas aus einer christlichen Perspektive und spricht diesbezüglich vom „Winter des Abendlands“. Eine der Ursachen dieser Krise sei das Menschenbild von Moderne und Postmoderne, das die Identität des Menschen als Träger eines Erbes leugne. […]

Kulturelle Resilienz

Roger Scruton: Oikophobie – Der Hass auf das Eigene

Der kürzlich verstorbene englische Philosoph Sir Roger Scruton schuf den Begriff der Oikophobie, um das Phänomen des in westlichen Gesellschaften immer stärker werdenden kulturellen Selbsthasses zu beschreiben. Dieser Hass richte sich gegen alle tragenden Institutionen des Gemeinwesens, vor allem gegen das eigene, auf dem Christentum beruhende kulturelle Erbe sowie gegen die Familie und die Nation. Ein vergleichbares Phänomen sei aus keiner anderen Kultur und keiner anderen Periode der Geschichte bekannt. […]

Kulturelle Resilienz

Roger Scruton: Die Verteidigung der abendländischen Zivilisation

Der englische Philosoph Sir Roger Scruton ist am 12. Januar 2020 verstorben. Er galt als einer der wichtigsten konservativen Denker der Gegenwart. Unsere aktuelle Publikation über die Themen Nachhaltigkeit und Ökologie stützt sich wesentlich auf Impulse Scrutons. In seinem letzten Vortrag, den er im September 2019 gehalten hatte, verteidigte er das Konzept der abendländischen Zivilisation. […]

Kulturelle Resilienz

Werner Weidenfeld: Deutschland braucht eine „Schule des strategischen Denkens“

Der Politikwissenschaftler Werner Weidenfeld lehrte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. In einem kürzlich erschienenen Aufsatz schrieb er über die „Strategiekrise der wankenden Republik“ Deutschland und forderte die Schaffung einer „Schule des strategischen Denkens“. […]

Kulturelle Resilienz

Joachim Gauck: Die „neurotische Feindschaft gegen das Eigene“ als kulturelle Herausforderung

Der evangelische Theologe und ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck hielt vor einigen Tagen an der Katholischen Akademie Bayern, in dem er eine „neurotische Feindschaft gegen das Eigene“ in Deutschland sowie einen daraus resultierenden Mangel an Willen zur Selbstbehauptung feststellte. […]

Kulturelle Resilienz

Bischof Voderholzer: Das christliche Abendland und die Verteidigung der Identität Europas

Der Bischof von Regensburg, Rudolf Voderholzer, hat in einer aktuellen Rede den Begriff des christlichen Abendlandes gegen Kritik verteidigt. Das Christentum sei die „Seele Europas. Der „Zynismus einer säkularistischen Kultur, die ihre eigenen Grundlagen verleugnet“, bedrohe das Erbe und die Identität Europas. […]