Kulturelle Resilienz

Martin van Creveld: Geistige Voraussetzungen kollektiver Selbstbehauptung in bewaffneten Konflikten

Der Militärwissenschaftler Martin van Creveld lehrt an der Tel Aviv University und zählt zu den führenden Vertretern seines Fachs weltweit. In einem heute auf der Plattform Welt Online veröffentlichten Gespräch äußert er sich zu den kulturellen Faktoren, die es den Taliban ermöglicht hätten, sich in Afghanistan gegen ihre Gegner durchzusetzen. […]

Kulturelle Resilienz

Carter Malkasian: Die kulturellen Ursachen des Sieges der Taliban in Afghanistan

Der Militärhistoriker Carter Malkasian diente als amerikanischer Militärberater in Afghanistan. Die im Rahmen seiner Feldforschung gewonnenen Erkenntnisse verarbeitete er in seinem kürzlich erschienenen Werk „The American War in Afghanistan – A History“. Hier setzt er sich unter anderem mit den kulturellen Faktoren auseinander, welche die Taliban zu ihrem Sieg befähigten. Diese hätten sich erfolgreich auf den Islam als Quelle nationaler Einheit und Inspiration des Kampfes gegen nichtmuslimische Fremde gestützt, wodurch es ihnen gelungen sei, eine große Zahl von Afghanen zu mobilisieren und größere Opfer zu bringen als ihre Gegner. […]

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Kulturelle Resilienz

Robert Sarah: Das Wesen der heiligen Tradition

Kardinal Robert Sarah gilt als eine der wichtigsten Persönlichkeiten in der katholischen Kirche der Gegenwart. In einem jetzt in der Tageszeitung „Le Figaro“ erschienenen Aufsatz setzt er sich mit dem Wesen der heiligen Tradition des Christentums und ihrer Bedeutung für die kulturelle Erneuerung westlicher Gesellschaften auseinander. […]

Kulturelle Resilienz

Michel Onfray: Der Pulsschlag der europäischen Zivilisation

Der Philosoph Michel Onfray kritisiert in einem kürzlich in der Tageszeitung „Le Figaro“ erschienenen Aufsatz die Einschränkung der Feier der tridentinischen Messe durch Papst Franziskus. Auch als Atheist müsse er anerkennen, dass das Leben der Kirche „den Pulsschlag unserer jüdisch-christlichen Zivilisation“ darstelle. Die tridentinische Messe beinhalte das gesamte „Erbe der Stammesgeschichte unserer Zivilisation“. Versuche, sie abzuschaffen oder einzuschränken, müssten sich negativ auf das kulturelle Erbe Europas auswirken, das sich ohnehin schon in einer prekären Lage befinde. […]

Kulturelle Resilienz

Julian Nida-Rümelin: Deutschlands politische Kultur ist nicht krisentauglich

Der Philosoph Julian Nida-Rümelin lehrt an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zusammen mit Nathalie Weidenfeld verfasste er das Buch „Die Realität des Risikos“, in dem die Autoren warnen, dass der Verfall der politischen Kultur Deutschlands die Fähigkeit des Landes zur Bewältigung von Krisen schwäche. Dies sei im Verlauf der Corona-Krise deutlich sichtbar geworden. Hier hätten Staat und Gesellschaft aus kulturellen Gründen in vieler Hinsicht bei der Krisenbewältigung versagt. […]

Kulturelle Resilienz

Ordensgemeinschaften als Träger von Widerstand und kultureller Erneuerung

In der durch Werner von Trott zu Solz gegründeten „Gesellschaft Imshausen“ suchten nach dem Zweiten Weltkrieg Denker, die unterschiedlichen Strömungen des Widerstands gegen den Nationalsozialismus nahestanden, Wege zu einer kulturellen und gesellschaftlichen Erneuerung Deutschlands. Von Trott strebte in diesem Rahmen die Gründung einer Ordensgemeinschaft an, die als Träger sowohl dieser Erneuerung als auch eines möglichen erneuten Widerstandes gegen die von ihm erwarteten künftigen Formen totalitärer Herrschaft hätte wirken sollen. […]

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David Engels: Mitteleuropa und die Zukunft der abendländischen Kultur

Der Althistoriker David Engels ist als Forschungsprofessor am „Instytut Zachodni“ in Polen tätig. In einem kürzlich in der „Budapester Zeitung“ veröffentlichten Gespräch setzte er sich mit der möglichen Bedeutung Mitteleuropas für die kulturelle Erneuerung des Kontinents und die Bewahrung seines Erbes auseinander. Mitteleuropa sei mittlerweile „eine der letzten Bastionen der alten abendländischen Identität“. […]

Kulturelle Resilienz

Jörg Hackeschmidt/Caroline König: Deutschland braucht ein positives Identitätsverständnis

Der Historiker Jörg Hackeschmidt ist im Stab Politische Planung, Grundsatzfragen und Sonderaufgaben des Bundeskanzleramtes tätig. Zusammen mit der Politikwissenschaftlerin Caroline König kritisiert er in einem heute erschienenen Aufsatz Schwächen der deutschen Erinnerungskultur. Diese sei von einer „Verengung auf die Schrecken“ der deutschen Geschichte geprägt und tauge nicht dazu, Gemeinsinn zu stiften oder integrierend zu wirken. Deutschland brauche ein positives Identitätsverständnis. […]

Kulturelle Resilienz

Andreas Reckwitz: Resilienz als konservatives Konzept

Der Soziologe Andreas Reckwitz lehrt an der Humboldt-Universität Berlin. In einem jetzt erschienenen Aufsatz setzt er sich mit dem Begriff der Resilienz. Die Frage der Widerstandsfähigkeit von Gesellschaften werde für die Politik angesichts der zunehmenden Krisen in westlichen Gesellschaften immer wichtiger. Resilienz sei ein konservatives Prinzip und zugleich eine Forderung klugen politischen Handelns. Übersteigertes Resilienzdenken könne jedoch zur Erstarrung von Gesellschaften führen. […]

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Kulturelle Resilienz

Christopher Dawson: Die Wächter der heiligen Tradition

Christopher Dawson (1889-1970) lehrte an der Harvard University und gilt als einer der bedeutendsten christlichen Historiker des 20. Jahrhunderts. In seinem Werk „Religion und Kultur“ behandelt er unter anderem die Ursachen der jahrtausendelangen Kontinuität der chinesischen Kultur. Er sieht diese vor allem im durchgängigen Wirken einer Elite von konfuzianischen Gelehrten, welche die Kultur des Landes in Zeiten der Verwerfung immer wieder erneuert hätten. Kulturen, die nachhaltig Bestand haben wollten, benötigten „einen Orden, der Wächter heiliger Kulturtraditionen“ sei. Dass das moderne Europa nicht mehr über eine vergleichbare Institution verfüge, sei eine der Ursachen seiner geistig-kulturellen Krise. […]