Herausforderungen

Ivan Krastev: Langfristige politische Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf Europa

Der Politikwissenschaftler Ivan Krastev leitet das Center for Liberal Strategies in Sofia. In einem aktuellen Aufsatz untersucht er die möglichen langfristigen gesellschaftlichen und politischen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf Europa. Eine Rückkehr der Nation, ein Ende der Ideologie der offenen Grenzen und eine Umkehr von Globalisierungsprozessen gehörten zu den bereits jetzt erkennbaren Folgen der Krise. […]

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Hans-Jürgen Papier: Die Erosion des Rechtsstaats in Deutschland

Der Staatsrechtswissenschaftler Hans-Jürgen Papier war unter anderem Präsident des Bundesverfassungsgerichts. In einem jetzt veröffentlichten Gespräch warnt er vor der Erosion des Rechtsstaats in Deutschland. Die größte Herausforderung sei diesbezüglich die mangelnde rechtsstaatliche Orientierung der Bundesregierung. Weitere Herausforderungen seien die Herausbildung rechtsfreier Räume in Folge der Ausbreitung von Strukturen der Organisierten Kriminalität und die Idealisierung des Rechtsbruchs durch Teile der Umweltbewegung. […]

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Rudolf Steinberg: Multikulturalismus, Laizismus und Entchristianisierung

Der Rechtswissenschaftler Rudolf Steinberg war Präsident der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main. In einem aktuellen Aufsatz setzt er sich mit der immer weitere Bereiche der Gesellschaft erfassenden Entfernung religiöser Symbole und Bezüge aus dem öffentlichen Leben in Deutschland auseinander. Eine wesentliche Ursache dafür sei der Wandel Deutschlands zu einem „zunehmend multikulturellen und multireligiösen Land“. […]

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Kelly Greenhill: Migration als politische Waffe gegen Europa

Die Politikwissenschaftlerin Kelly M. Greenhill forscht am Belfer Center der Harvard University zu sicherheitspolitischen Themen. In ihrem 2010 erschienenen Werk „Weapons of Mass Migration. Forced Displacement, Coercion, and Foreign Policy“ untersuchte sie den Einsatz von irregulärer Migration als politischer Waffe durch staatliche und nichtstaatliche Akteure. Ihre Gedanken bilden einen analytischen Rahmen zum Verständnis der aktuellen Entscheidung der türkischen Regierung, irreguläre Migration einzusetzen, um europäische Staaten zur Erfüllung ihrer politischen Forderungen zu bewegen. […]

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Egbert Jahn: Die Symbiose zwischen Organisierter Kriminalität und „Seenotrettung“

Der Politikwissenschaftler Egbert Jahn lehrte zuletzt an der Universität Mannheim. In einem aktuellen Aufsatz kritisiert er das Zusammenwirken zwischen Organisierter Kriminalität und Migrationsaktivisten bei der Verbringung irregulärer Migranten nach Europa im Rahmen der „Seenotrettung“. Diese beruhe auf einer „sich barbarisch auswirkenden Moral“, welche die Organisierte Kriminalität gestärkt und zu tausenden Toten geführt habe. […]

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Der Anschlag von Hanau: Die Frage nach den Ursachen

Die Tat von Hanau ähnelt einer Reihe vergleichbarer Taten, die in den vergangenen Jahren in westlichen Gesellschaften zu beobachten waren. Die Täter agierten dabei wie Amokläufer und stellten ihre Taten in den Kontext extremistischer Ideologien. Die Ursachen dieses Phänomens sind komplex, wobei neben der psychischen Auffälligkeit der Täter auch verschiedene pathologische kulturelle und soziale Entwicklungen in westlichen Gesellschaften eine wesentliche Rolle spielen. […]

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Ross Douthat: Die Dekadenz westlicher Gesellschaften und ihre Überwindung

Der christliche Publizist Ross Douthat schreibt für die New York Times und hatte zuletzt ein Buch über die Lage der katholischen Kirche verfasst. In einem jetzt erschienenen Buch mit dem Titel „The Decadent Society“ setzt er sich mit der Dekadenz westlicher Gesellschaften auseinander. Er stützt sich dabei auf den analytischen Dekadenzbegriff des Kulturhistorikers Jacques Barzun (1907-2012). […]

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Eckhard Jesse: Der drohende Verlust des antitotalitären Konsenses in Deutschland

Der Politikwissenschaftler Eckhard Jesse gilt als einer der führenden Extremismusforscher in Deutschland und lehrte zuletzt an der TU Chemnitz. In einem aktuellen Interview warnt er vor einem drohenden Verlust des antitotalitären und antiextremistischen Konsenses in Deutschland. […]

Herausforderungen

Frankreich: Neue Studie analysiert islamistische Subversionsstrategien

Der Politikwissenschaftler Bernard Rougier hat neue Erkenntnisse über islamistische Subversion in französischen Großstädten vorgelegt. Einer unter seiner Leitung erstellten Studie zufolge würden sowohl salafistische Islamisten als auch Akteure aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft in Folge gezielter Subversion zunehmend ganze Stadtteile kontrollieren und dort Parallelgesellschaften errichten. Laut Erkenntnissen des französischen Inlandsnachrichtendienstes DGSI befänden sich gegenwärtig rund 150 Stadtviertel in Frankreich unter der Kontrolle von Islamisten. […]

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Kardinal Sarah: Der Winter des Abendlands – Teil 1: Die Krise Europas

Kardinal Robert Sarah gilt als eine der wichtigsten Persönlichkeiten in der katholischen Kirche der Gegenwart, als einer der entschlossensten Verteidiger ihrer Tradition und als einer der härtesten Kritiker ihrer inneren Missstände. In seinem aktuellen, zusammen mit Nicolas Diat verfassten Gesprächsband mit dem Titel „Herr bleibe bei uns: Denn es will Abend werden“ analysiert er die Krise Europas und die damit eng verbundene Krise der Kirche. Er spricht von einem „Winter des Abendlandes“, in dem Christen als „Hüter der heiligen Flamme“ einen besonderen Auftrag zum Dienst an den Völkern Europas hätten. In diesem Dienst würden Christen zu oft versagen. […]