Herausforderungen

Papst em. Benedikt XVI.: Äußere und innere Bedrohungen für die Kirche

Die heute erschienene Biographie Joseph Ratzingers (Papst Benedikt XVI.) von Peter Seewald enthält einige aktuelle Äußerungen Benedikts zur Lage der Kirche. Demnach werde die Kirche vor allem durch das „antichristliche Credo“ der modernen Gesellschaft bedroht. Die Kirche stehe aber auch ernsten inneren Bedrohungen gegenüber. Benedikt verweist in diesem Zusammenhang auf Zeiten, „in denen die Macht des Bösen alles verdunkelt“. […]

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Cornelia Koppetsch: Der Aufstand gegen die globale Moderne

Die Soziologin Cornelia Koppetsch lehrt an der Technischen Universität Darmstadt. In ihrem Buch „Die Gesellschaft des Zorns“ analysiert sie das Scheitern der Ideologie des Globalismus und der auf ihr beruhenden globalen Moderne sowie den zunehmenden Widerstand dagegen durch Akteure, die an historisch gewachsenen Kulturen, Bindungen und Ordnungsmodellen festhalten wollen. Der damit verbundene politische Großkonflikt werde die nähere Zukunft bestimmen. Es stünden „konfliktreiche Zeiten“ bevor. […]

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Die Corona-Krise als Krise des Feminismus

Die Corona-Krise ist auch eine Krise des Feminismus. In den vergangenen Wochen wurde erkennbar, dass feministische Ideologie Gesellschaften verwundbar macht, weil sie Geschlechterrollen und Familienbilder propagiert, die nicht krisenfest sind. Feministische Aktivistinnen reagierten auf die Krise außerdem vorwiegend nicht mit Sorge um das Gemeinwohl und Suche nach Antworten auf die Krise, sondern mit Sorge um ihre Partikularinteressen. Der neuen Lage begegneten sie allgemein mit Unverständnis sowie mit Anklage der als ungerecht empfundenen Tatsachen. […]

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Necla Kelek: Das islamische Geschlechter- und Familienbild als kulturelle Herausforderung

Die Soziologin Necla Kelek ist vor allem durch ihr Engagement im Bereich Frauenrechte bekannt geworden. In ihrem kürzlich erschienenen Buch mit dem Titel „Die unheilige Familie“ analysiert sie die tiefgreifenden kulturellen Unterschiede zwischen dem europäischen und dem islamischen Geschlechter- und Familienbild sowie die Konflikte, die sich daraus ergeben. Diese Konflikte müssten im Interesse der Selbstbehauptung der freiheitlichen Gemeinwesen Europas ausgetragen werden. […]

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Susanne Schröter: Das Feindbild „alter weißer Mann“ und seine Quellen

Die Ethnologin Susanne Schröter ist Leiterin des Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam (FFGI).  In einem kürzlich erschienenen Aufsatz analysierte sie das Feindbild des „alten weißen Mannes“ und seine Quellen. Dieses Feindbild sei „das verbindende Element von sozialen Bewegungen“ und stoße „bis weit in die Sozial- und Geisteswissenschaften hinein auf Zustimmung“. Dieser „neue […]

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Wirtschaftliche Eliten in den USA erwarten eine globale Zivilisationskrise

Bereits vor dem Beginn der Corona-Krise gab es Anzeichen dafür, dass unter den Angehörigen wirtschaftlicher Eliten in den USA verstärkt die Möglichkeit gravierender gesellschaftlicher Verwerfungen und einer globalen Zivilisationskrise in Erwägung gezogen wird. Unter besonders wohlhabenden Persönlichkeiten sowie Führungskräften von Finanz- und Technologieunternehmen setzte dort um 2015 ein Phänomen ein, das Beobachter als „elite survivalism“ bezeichneten. Der früher dort zu vorherrschende Fortschrittsoptimismus weicht seitdem zunehmend negativen Annahmen, was die Zukunftsfähigkeit globalisierter Gesellschaften angeht. […]

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Corona-Krise: Der Ramadan als Indikator kultureller Bruchlinien in Deutschland

Der islamische Fastenmonat Ramadan wird dieses Jahr am 23. April beginnen. Bereits im Vorfeld werden in Deutschland kulturelle Bruchlinien zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen sichtbar. Diese wirken sich nicht nur negativ auf die Resilienz der Gesellschaft im Zusammenhang mit der laufenden Corona-Krise aus, sondern sind auch mit Risiken für die öffentliche Sicherheit verbunden. Der Verlauf des Ramadan wird einen Indikator dafür darstellen, wie tief die erwähnten Bruchlinen tatsächlich sind. […]

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Ivan Krastev: Langfristige politische Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf Europa

Der Politikwissenschaftler Ivan Krastev leitet das Center for Liberal Strategies in Sofia. In einem aktuellen Aufsatz untersucht er die möglichen langfristigen gesellschaftlichen und politischen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf Europa. Eine Rückkehr der Nation, ein Ende der Ideologie der offenen Grenzen und eine Umkehr von Globalisierungsprozessen gehörten zu den bereits jetzt erkennbaren Folgen der Krise. […]

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Hans-Jürgen Papier: Die Erosion des Rechtsstaats in Deutschland

Der Staatsrechtswissenschaftler Hans-Jürgen Papier war unter anderem Präsident des Bundesverfassungsgerichts. In einem jetzt veröffentlichten Gespräch warnt er vor der Erosion des Rechtsstaats in Deutschland. Die größte Herausforderung sei diesbezüglich die mangelnde rechtsstaatliche Orientierung der Bundesregierung. Weitere Herausforderungen seien die Herausbildung rechtsfreier Räume in Folge der Ausbreitung von Strukturen der Organisierten Kriminalität und die Idealisierung des Rechtsbruchs durch Teile der Umweltbewegung. […]

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Rudolf Steinberg: Multikulturalismus, Laizismus und Entchristianisierung

Der Rechtswissenschaftler Rudolf Steinberg war Präsident der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main. In einem aktuellen Aufsatz setzt er sich mit der immer weitere Bereiche der Gesellschaft erfassenden Entfernung religiöser Symbole und Bezüge aus dem öffentlichen Leben in Deutschland auseinander. Eine wesentliche Ursache dafür sei der Wandel Deutschlands zu einem „zunehmend multikulturellen und multireligiösen Land“. […]