Christliches Dienstethos

Die Geburt der Bundeswehr aus dem Geist des Rittertums

Die geistig-weltanschaulichen Grundlagen für den Aufbau der deutschen Bundeswehr wurden in den 1950er Jahren durch eine Gruppe von Offizieren erarbeitet, zu denen auch Wolf Graf von Baudissin gehörte. Er gilt als geistiger Vater eines 1957 veröffentlichten Leitbildes, das auf der Grundlage abendländischer Weltanschauung und des christlichen Rittertums ein militärisches Ethos für die neue Armee schuf. Diese Tradition ist in der Bundeswehr mittlerweile weitgehend in Vergessenheit geraten. Es gibt jedoch erste Anzeichen dafür, dass sich dies künftig ändern könnte. […]

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Charles J. Chaput: Die zeitlose Botschaft des Rolandsliedes

Charles Joseph Chaput war bis 2020 Erzbischof von Philadelphia und gilt als einer der führenden katholischen Denker in den USA. In einem jetzt veröffentlichten Aufsatz setzt er sich mit der zeitlosen Botschaft des Rolandslieds auseinander. Das um das Jahr 1100 entstandene Werk gehört zu den wichtigsten Heldenepen des Mittelalters und behandelt den Kampf eines von Karl dem Großen geführten Heeres gegen sarazenische Invasoren auf der spanischen Halbinsel. Laut Chaput illustriere das Lied vor allem die Bedeutung der tätigen christlichen Nächstenliebe. […]

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Alexander Solschenitzyn: Das Wesen der Ehre und die Selbstbehauptung des Menschen

Der russische Schriftsteller Alexander Solschenitzyn erhielt 1970 den Nobelpreis für Literatur für sein Werk „Der Archipel Gulag“, in dem er die Erfahrungen von Menschen in sowjetischen Arbeitslagern schildert. Am Beispiel von Gefangenen, die sich seelisch gegen alle Versuche behaupteten, sie zu zerbrechen, illustriert er hier das Wesen des christlichen Ehrbegriffs. Dieser versteht Ehre vor allem als die innere Qualität, die durch das tapfere Festhalten eines Menschen an den Forderungen des Gewissens unter Druck entsteht. […]

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J. R. R. Tolkien: Der Männerbund als Beschützer und Erneuerer des Gemeinwesens

Der Schriftsteller J. R. R. Tolkien schuf mit seiner Trilogie „Der Herr der Ringe“ eine christliche Interpretation der Motive der Mythen West- und Nordeuropas im Sinne abendländischer Weltanschauung. Er beschrieb darin mit dem Bund der „Waldläufer des Nordens“ auch die idealtypische Form des Männerbundes, welcher nach dem Verständnis christlich-abendländischer Tradition als Beschützer des Gemeinwesens sowie als Bewahrer und Erneuerer seiner Kultur agiert. […]

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Rémi Brague: Das aristokratische Wesen des Christentums

Der Philosoph Rémi Brague lehrte an der Sorbonne und an der Ludwig-Maximilians-Universität München. In einem vor einiger Zeit erschienenen Aufsatz beschrieb er das aristokratische Wesen und Ethos des Christentums, das eine universelle aristokratische Ordnung mit Christus als König darstelle. Freiheitliche Gemeinwesen seien im christlichen Kulturraum entstanden, weil dieser Gedanke Absolutheitsansprüchen menschlicher Herrscher klare Grenzen gesetzt und zudem freie Menschen hervorgebracht habe, die sich solcher Herrschaft im Wissen um ihre Würde und ihren Adel nicht beugen würden. […]

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Dietrich Bonhoeffer: Christlicher Widerstandskämpfer und abendländischer Patriot

Der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer (1906-1945) war als Mitarbeiter des Auslandsnachrichtendienstes der Wehrmacht Teil des militärischen Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Heute vor 75 Jahren wurde er zusammen mit anderen Widerstandskämpfern im Konzentrationslager Flossenbürg hingerichtet. Im Gedenken an ihn und sein Werk wird meist ausgeblendet, dass sein gelebtes Christentum nicht nur von einer kämpferischen Haltung, sondern auch von einem abendländischen Patriotismus sowie von einer konservativen Skepsis gegenüber den Ideologien der Moderne geprägt war. […]

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COVID-19, Kapitän Arma und die Rückkehr des traditionellen Dienstethos

Gennaro Arma ist der Kapitän des Kreuzfahrtschiffs Diamond Princess, das zeitweise unter Quarantäne stand, nachdem dort Fälle von COVID-19 festgestellt worden waren. Insgesamt infizierten sich mehrere hundert der Passagiere des Schiffes, von denen einige starben. Kapitän Arma gelang es in dieser Situation, eine Panik zu verhindern. Er wurde dadurch in Italien zu einer Symbolfigur für das traditionelle Dienstethos, das zur Bewältigung von Lagen wie der gegenwärtigen Corona-Krise erforderlich ist. […]

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J. Budziszewski: Die Berufung des Mannes zum Schutz von Familie und Gemeinwesen

Der Politikwissenschaftler und Naturrechtsexperte J. Budziszewski lehrt an der University of Texas in Austin in den USA. Vor dem Hintergrund des wachsenden Einflusses der Ideologie der „Gender Studies“ erläuterte er in einem kürzlich erschienenen Aufsatz das auf erprobtem Erfahrungswissen über die Natur des Menschen beruhende Männlichkeitskonzept der abendländischen Philosophie. Dieses Verständnis von Männlichkeit betone die Berufung des Mannes zum Kampf für das Gute und zum entsprechenden Dienst an seiner Familie und am Gemeinwesen. […]

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Dieter Thomä: Ein freiheitliches Gemeinwesen braucht Helden

Der Philosoph Dieter Thomä lehrt der der Universität St. Gallen. In einem jetzt erschienenen Aufsatz erläutert er die Bedeutung von Helden für freiheitliche Gemeinwesen. Diese müssten sich „mehr denn je“ gegen Feinde behaupten und benötigten daher „Menschen, die heroisch die Fackel der Freiheit hochhalten.“ […]

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Hugo Rahner: Das zeitlose Erbe des abendländischen Rittertums

Der katholische Theologe und Jesuit Hugo Rahner (1900-1968) ist vor allem durch seinen Einsatz für die Verteidigung des abendländischen Gedankens in Erinnerung geblieben. Das christliche Abendland empfand er als ein hohes Gut, das es verdient, bewahrt zu werden. Er verfasste in diesem Zusammenhang 1959 einen Aufsatz, in dem er das zeitlose Erbe des abendländischen Rittertums beschrieb. Dessen Ideale seien die Antwort auf die Probleme einer „im Wohlstand alt und fett gewordenen Welt“. […]