Herausforderungen

Europa steht am Beginn einer Polykrise

Der Wirtschaftshistoriker Adam Tooze schreibt in einem Aufsatz in der Wochenzeitung „Die Zeit“ über ein Phänomen, das er als in Anknüpfung an Edgar Morin als „Polykrise“ bezeichnet. Europa und der Rest der Welt stünden demnach nicht vor einer einzigen Krise, sondern vor einer ganzen Reihe sich gegenseitig verstärkender, konvergierender Krisen. Diese könnten die vorhandenen Fähigkeiten zur Krisenbewältigung überdehnen. […]

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Deutschland steht ein kritisches Jahrzehnt bevor

Der ehemalige Bundesverfassungsrichter Udo Di Fabio warnt in einem Gespräch mit der Wochenzeitung „Die Zeit“, dass Deutschland ein von multiplen Krisen geprägtes „kritisches Jahrzehnt“ bevorstehe. Das Land werde der wahrscheinlich unmittelbar bevorstehenden „Notlage“ möglicherweise nicht gewachsen sein. Seine Bürger würden sich in jeder Hinsicht „warm anziehen müssen“. […]

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Abtreibung und die Ideologie der Vernutzung des Menschen

Die Juristin Erika Bachiochi bewertet die Abtreibung ungeborener Kinder in der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung „Die Zeit“ als Ausdruck einer Weltanschauung, die auf der Vernutzung des Menschen beruhe. Diese habe ein zynisches Wirtschaftssystem hervorgebracht, in dem es für Konzerne attraktiver sei, Müttern die Abtreibung ihrer Kinder zu bezahlen, anstatt ihnen zu helfen. Dem eliminatorischen Feminismus, der dies bejahe, stellt sie einen dem Leben dienenden, den Schutz der Schwächsten betonenden Einsatz für die Rechte der Frau gegenüber. […]

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Die Energiekrise als Folge von Elitenversagen

Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ analysiert in seiner aktuellen Titelgeschichte die Ursachen der gegenwärtigen Energiekrise in Deutschland. Es wird deutlich, dass diese Krise vor allem durch einen signifikanten Mangel an Klugheit bei den Regierenden herbeigeführt wurde. Die Autoren zeichnen das Bild eines kollektiven Versagens der politischen Eliten Deutschlands, deren Denken und Handeln seit Jahren auf „Lebenslügen“ beruhe. In Folge einer langen Kette von Fehleinschätzungen und Fehlentscheidungen stehe das Land nun möglicherweise vor der größten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg. […]

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Dekadenz bedeutet, nicht kämpfen zu wollen

Deutschland und andere europäische Staaten stehen wahrscheinlich vor den größten Herausforderungen seit dem Zweiten Weltkrieg. Vor diesem Hintergrund plädierte der Politikwissenschaftler Heinz Theisen auf einem Kongress des „Polska Wielki Projekt“ für ein Paradigma der Selbstbehauptung. Dekadenz bedeute, nicht mehr kämpfen zu wollen. Die bevorstehenden Krisen könnten in Europa einen Paradigmenwechsel hin zu einer Kultur der Selbstbehauptung sowie zu einer Erneuerung des Bürgertums in seiner Rolle als Träger des Gemeinwesens einleiten. […]

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Deutschlands strategische Debattenkultur ist defekt

Der Politikwissenschaftler Johannes Varwick kritisiert in einem in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ erschienenen Aufsatz, dass eine rationale Diskussion über strategische Fragen in Deutschland mittlerweile unmöglich geworden sei. Vor allem die öffentliche Debatte bezüglich des Ukraine-Kriegs sei von Emotionen geprägt, die politische Entscheidungen im Sinne des Gemeinwohls verhinderten und das Risiko katastrophaler Entwicklungen erhöhten. […]

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Deutschland braucht eine geistige Zeitenwende

Der Islamwissenschaftler Guido Steinberg war unter anderem als Sicherheitsexperte im Bundeskanzleramt tätig. In einem Gespräch mit dem Magazin „Cicero“ kritisiert er, dass die „politische Klasse“ Deutschlands zu strategischem Denken unfähig sei. Das Land könne unter diesen Umständen kaum in den sich abzeichnenden globalen Konflikten bestehen. Es brauche daher eine geistige Zeitenwende, deren Umsetzung allerdings Jahrzehnte in Anspruch nehmen werde.  […]

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Über den Verfall des deutschen Rechtsstaates

Der Staatsrechtswissenschaftler Hans-Jürgen Papier, ein ehemaliger Präsident des Bundesverfassungsgerichts, warnt vor einem Verfall des Rechtsstaats in Deutschland. Recht und Gerechtigkeit stünden aufgrund der Umgehung von Gesetzen durch die Regierenden zunehmend unter Druck. […]

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Über die Kulturrevolution in der Kirche

Der Theologe Bernhard Meuser analysiert in der „Neuen Zürcher Zeitung“ die Kulturrevolution, welche die Anhänger utopischer Ideologien derzeit in der katholischen Kirche in Deutschland vollzögen. Es entstehe eine „korrumpierte Kirche“, die durch die Bejahung jeglichen sexuellen Verlangens massenkompatibel bleiben wolle. […]

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Über die bevorstehende globale Krise

Das Handelsblatt berichtet in seiner heutigen Ausgabe über die Bewertungen von Experten, die eine globale Wirtschaftskrise für wahrscheinlich halten. Eine Reihe konvergierender Faktoren führe dazu, dass ein „perfekter Sturm“ aufziehe. Insbesondere Deutschland befinde sich im „Zentrum des geopolitischen Sturms“. Es müsse mit größeren Verwerfungen gerechnet werden. […]

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Das „große Experiment“: Ethnokulturelle Diversität als Risiko

Der Politikwissenschaftler Yascha Mounk beschreibt in seinem jetzt erschienenen Werk „Das große Experiment“ die existenziellen Risiken, die den Gemeinwesen Europas durch die migrationsbedingte Zunahme von ethnokultureller Diversität entstehen können. Es gebe kein einziges Beispiel dafür, dass ein demokratisch verfasster Staat die damit verbundenen Herausforderungen jemals erfolgreich bewältigt hätte. Ein Abbruch dieses Experiments kommt für Mounk dennoch nicht in Frage. Stattdessen fordert er eine weitreichende Umgestaltung westlicher Gesellschaften, die sich durch die Aufgabe ihrer gewachsenen Kultur an Fremde anpassen sollten. Eine realistische Risikoanalyse bleibt somit die einzige Stärke in einem ansonsten von utopischem Denken geprägten Buch. […]

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Transsexualität als Zeitgeistphänomen

Der Jugendpsychiater Alexander Korte bezeichnet Transsexualität bei Jugendlichen in einem Gespräch mit der Tageszeitung „taz“ als ein „Zeitgeistphänomen“. Dieses betreffe vor allem psychisch verwundbare Mädchen, denen es an positiven weiblichen Rollenmodellen fehle. Die Zahl der Diagnosen von Transsexualität bei Jugendlichen wachse in westlichen Gesellschaften derzeit exponentiell. Den Betroffenen müsse wirksam geholfen werden, anstatt ihr „gestörtes Körperbild“ zu bestätigen und ihnen aus ideologischen Gründen irreversible medizinische Eingriffe mit weitreichenden, oft schädlichen Folgen nahezulegen. […]

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Unkontrollierte Migration als Bedrohung für europäische Gesellschaften

Pierre Brochand, der ehemalige Leiter des französischen Auslandsnachrichtendienstes DGSE, warnt in der Tageszeitung „Le Figaro“ vor den Folgen der unkontrollierten Zuwanderung kulturferner Gruppen für Europa. Die damit verbundenen Herausforderungen seien die einzigen, die in Staaten wie Frankreich derzeit das Potenzial dazu hätten, die Ordnung und Stabilität von Gemeinwesen unmittelbar zu bedrohen. […]

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Über den Bellizismus der Ungedienten

Der Historiker Jörg Baberowski kritisiert in einem in der „Neuen Zürcher Zeitung“ veröffentlichten Gespräch, dass Teile der öffentlichen Debatte in Deutschland im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg von einem unreflektierten Pazifismus zu einem ebenso unreflektierten Bellizismus übergegangen seien. Die umsichtigsten Urteile über den Krieg höre man gegenwärtig von von ehemaligen Offizieren, weil diese wüssten, was Krieg bedeutet. […]

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Transgender-Aktivismus als Angriff auf den Menschen

Kardinal Gerhard Ludwig Müller, der zuletzt Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre der katholischen Kirche war, kritisiert in einer heute veröffentlichten Stellungnahme die Transgender-Ideologie. Diese negiere das naturrechtliche Menschenbild, propagiere „Selbstverstümmelung an Geist, Seele und Körper“ und schade vor allem Kindern und Jugendlichen. Die entsprechenden Aktivisten stellten eine „verfolgende Minderheit“ dar, die sich „in Politik, Justiz, Universitäten und Medien eine totalitäre Machtposition verschafft“ habe und „die Religionsfreiheit zerstört, den Rechtsstaat untergräbt und die Wissenschaftsfreiheit mit Füßen tritt“. […]

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Europa mangelt es an strategischer Nachhaltigkeit

Der ehemalige Bundesverfassungsrichter Udo Di Fabio fordert in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ einen grundsätzlichen Wandel der strategischen Kultur Deutschlands und Europas. Eine erfolgreiche „Selbstbehauptung von Freiheit in Frieden“ erfordere, dass das Konzept der Nachhaltigkeit von der ökologischen Thematik auf den strategischen Bereich ausgedehnt werde. […]

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Über die Verteidigung der „Heiligtümer der Nation“

Der Politikwissenschaftler und Publizist Josef Joffe beschreibt in der aktuellen Ausgabe der „Neuen Zürcher Zeitung“, dass in den USA zunehmend Widerstand gegen die Identitätspolitik der „Critical Race Theory“ zu beobachten sei. Die Anhänger dieser Ideologie würden sich „an den Heiligtümern der Nation vergreifen“ und die geistige Substanz sowie die Institutionen, auf den das Gemeinwesen beruhe, zerstören, weil sie angeblich „Rassismus und Kolonialismus verkörperten“. […]

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Das Ende des modernen Fortschrittsoptimismus

Laut dem Soziologen Andreas Reckwitz hat die russische Invasion in der Ukraine „die Grundannahmen der westlich-­liberalen Geschichtsphilosophie“ und den mit ihr verbundenen „Fortschrittsoptimismus“ erschüttert. Die „geschichtsphilosophischen Hoffnungen“ des Westens hätten sich als „Wunschdenken“ herausgestellt. Die „weltgesellschaftliche Entwicklung“ strebe offensichtlich nicht hin zu immer größerer Modernisierung, sondern verlaufe „nach einer Logik des Konflikts“. […]

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Mangelnde Verteidigungsbereitschaft als Folge von Elitenversagen

Der Militärhistoriker Sönke Neitzel führt den in Deutschland vorherrschenden Unwillen zur Verteidigung in der aktuellen Ausgabe der „tageszeitung“ auf Elitenversagen sowie auf Mängel der strategischen Kultur des Landes zurück. Diese sei bislang „pazifistisch aufgestellt“ und von „Illusionen“ sowie von „Naivität und Schuldkomplexen“ geprägt gewesen. Regierungserklärungen könnten daran wenig ändern. […]