Politik und Gesellschaft

Das Europa der Nationen und das abendländische Dienstethos

Der Theologe Romano Guardini (1885-1968) gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Disziplin der katholischen Weltanschauung im 20. Jahrhundert, dessen Werk unter anderem Hannah Arendt und Benedikt XVI. beeinflusste. In seinem Aufsatz „Europa – Wirklichkeit und Aufgabe“ untersuchte er die sittliche Bedeutung des Nationalstaates, dessen Rolle in Europa sowie die historische Berufung Europas. Diese sah er darin, das christlich-abendländische Dienstethos weiterzuentwickeln und zu verbreiten, das politische Macht in Abgrenzung zu totalitären Ideologien als “dienende Stärke” verstehe. […]

Politik und Gesellschaft

Das Europa der Nationen als kulturelle Errungenschaft

Der Historiker Heinrich August Winkler lehrte an der Humboldt-Universität zu Berlin. In der aktuellen Ausgabe des Magazins Der Spiegel beschreibt er die „historisch gewachsene nationale Vielfalt“ als eine der kulturellen Errungenschaften Europas und warnt vor Bestrebungen zur Auflösung des Nationalstaates. Winkler kritisiert in seinem Beitrag neomarxistische Stimmen wie den Schriftsteller […]

Politik und Gesellschaft

Für eine gemeinwohlorientierte Kontrolle von Migration

Dem Christentum wird zunehmend Naivität im Umgang mit dem Thema Migration vorgeworfen. Dazu trägt bei, dass in Teilen der Kirche vor allem in Deutschland im Zuge der jüngst auch von Benedikt XVI. kritisierten aktivistischen Tendenzen eine informierte Auseinandersetzung mit diesem Thema auf Grundlage u.a. der Soziallehre tatsächlich durch naiven Moralismus […]

Politik und Gesellschaft

Eine unbegrenzte Aufnahme von Migranten in Deutschland ist unmöglich

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hat heute klargestellt, dass die katholische Kirche in Deutschland die Forderung nach unbegrenzter Aufnahme von Migranten in Deutschland nicht teile. Eine unbegrenzte Aufnahme sei schon aus praktischen Gründen nicht möglich. […]

Politik und Gesellschaft

Ein Volk ohne Wurzeln ist ein krankes Volk

Papst Franziskus betonte in der heutigen Frühmesse die Bedeutung der Bindung an die eigenen Wurzeln für die Völker der Welt und rief dazu auf, diese Bindung wiederzuentdecken und zu erneuern. Ohne Wurzeln „kann man nicht leben: ein Volk ohne Wurzeln oder ein Volk, das sich nicht um seine Wurzeln kümmert, ist ein krankes Volk”. […]

Politik und Gesellschaft

Europas offene Grenzen schaden dem globalen Gemeinwohl

Der Migrationsforscher Paul Collier lehrt Wirtschaftswissenschaften an der Universität Oxford. Zusammen mit dem ebenfalls in Oxford lehrenden Migrationsforscher Alexander Betts beschreibt er in einem vor Kurzem erschienenen Buch, wie die gegenwärtige, auf offenen Grenzen beruhende deutsche und europäische Flüchtlingspolitik dem globalen Gemeinwohl schade. […]

Politik und Gesellschaft

Migration bei Gefahr der Nichtintegration unterbinden

Papst Franziskus hat Regierungen in Europa dazu aufgerufen, irreguläre Migration zu unterbinden, “wenn die Zahlen untragbar werden”. Eine legitime Aufnahmegrenze sei erreicht, wenn eine “Gefahr der Nichtintegration” bestehe. Es sei zudem legitim, wenn sich europäische Staaten die Frage stellen, ob es genügend Kapazitäten gebe, um irreguläre Migranten aufzunehmen. […]

Politik und Gesellschaft

Innere Sicherheit und Migration: Eine katholische Perspektive

Der Moraltheologe Thomas D. Williams ist Professor für katholische Soziallehre am Päpstlichen Athenaeum Regina Apostolorum in Rom. In einem aktuellen Beitrag stellt er Aussagen der Soziallehre zu den Fragen der inneren Sicherheit im Zusammenhang mit der Herausforderung durch Migration vor. Anlass dafür sind Darstellungen in manchen Medien, denen zufolge Papst Franziskus dazu die Position vertrete, dass die Forderung eines Migranten nach Einreise in ein Land Vorrang vor den Sicherheitsinteresse dieses Landes habe. […]

Politik und Gesellschaft

Die „Ehe für alle“ und die Auflösung der kulturellen Grundlagen von Staat und Gesellschaft

Die Abwendung der staatlichen Ordnung in Deutschland vom naturrechtlichen Verständnis von Ehe und Familie markiert einen entscheidenden Schritt in der sich seit langem vollziehenden Trennung des Landes von seinen geistigen und kulturellen Wurzeln. In der staatlichen Ordnung ist an die Stelle der ursprünglichen naturrechtlichen Grundlage der Gesetzgebung seit heute eine Berufung auf beliebige „gesellschaftliche Realitäten“ getreten, unter deren Vorbehalt diese Ordnung nun steht. […]

Politik und Gesellschaft

Migranten müssen die gewachsene Kultur Europas anerkennen

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat im Zusammenhang mit dem islamischen Hintergrund vieler Migranten in Europa an deren Pflicht erinnert, die gewachsene Kultur in den Aufnahmeländern anzuerkennen. Zudem rief er erneut zu Wachsamkeit auf, “damit sich niemand als Flüchtling ausgeben kann, der keiner ist und anderes im Schilde führt”. […]