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Thomas Molnar: Ein Kämpfer gegen die Korrumpierung der Seele durch die Utopie

Der von Jan Bentz und Jochen Prinz herausgegebene Sammelband „Einer, der nicht nach Utopia wollte“, führt in das Denken des Philosophen Thomas Molnar (1921-2010) ein. Dieser formulierte eine christlich-konservative Kritik utopischer Ideologien, denen er ein unrealistisches Menschenbild und mangelnden Zugang zur Wirklichkeit vorwarf, weshalb ihre Herrschaft stets destruktive Folgen nach sich ziehen müsse. […]

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Ukraine: „An der Front gibt es keine Atheisten“

Der als Generalvikar am Ordinariat für die katholischen Ostkirchen in Wien tätige Yuriy Kolasa berichtet in einem aktuellen Beitrag über religiöse Phänomene, die im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg zu beobachten seien. Eine Militärärztin habe diese mit den Worten zusammengefasst: „An der Front gibt es keine Atheisten“. […]

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Über den Widerstand gegen die Tyrannei – Teil 3: Wachsamkeit gegenüber Verfallserscheinungen

In seinen „Lektionen für den Widerstand“ gegen tyrannische Herrschaft betont der Historiker und Holocaustforscher Timothy Snyder, dass Geschichtspessimisten klüger dächten und entsprechende Risiken meist realistischer beurteilten als Fortschrittsoptimisten, weil sie wachsamer gegenüber Verfalls- und Auflösungserscheinungen jeglicher Art seien und die Möglichkeit krisenhafter Verläufe des historischen Geschehens niemals ausschlössen. […]

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Über den Widerstand gegen die Tyrannei – Teil 2: Ehr- und Standesbewusstsein

In seinen „Lektionen für den Widerstand“ gegen tyrannische Herrschaft hebt der Historiker und Holocaustforscher Timothy Snyder die Bedeutung des traditionellen Ehr- und Standesbewusstsein hervor. Menschen und Institutionen, die von einem entsprechenden Ethos geprägt seien, gehörten zu den wirksamsten Gegnern von Versuchen, ungerechte Formen von Herrschaft zu errichten, weil sie im Ernstfall äußerem Druck standhielten. Totalitäre Ideologien hätten dieses Ethos daher stets bekämpft. […]

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Gewaltfähigkeit als Voraussetzung des Gemeinwohls

Der Politikwissenschaftler Christian Mölling beschreibt in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Internationale Politik“ die staatliche Bereitschaft und Fähigkeit zum Einsatz von Gewalt als Voraussetzungen des Gemeinwohls. Das auch von den Kirchen propagierte Konzept der „Friedenspolitik“ sei gescheitert, stehe der real existierenden „Welt des Unfriedens“ hilflos gegenüber und habe auf die Herausforderungen der Gegenwart „keine plausiblen Antworten“. […]

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Abtreibung und die Ideologie der Vernutzung des Menschen

Die Juristin Erika Bachiochi bewertet die Abtreibung ungeborener Kinder in der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung „Die Zeit“ als Ausdruck einer Weltanschauung, die auf der Vernutzung des Menschen beruhe. Diese habe ein zynisches Wirtschaftssystem hervorgebracht, in dem es für Konzerne attraktiver sei, Müttern die Abtreibung ihrer Kinder zu bezahlen, anstatt ihnen zu helfen. Dem eliminatorischen Feminismus, der dies bejahe, stellt sie einen dem Leben dienenden, den Schutz der Schwächsten betonenden Einsatz für die Rechte der Frau gegenüber. […]

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Die Energiekrise als Folge von Elitenversagen

Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ analysiert in seiner aktuellen Titelgeschichte die Ursachen der gegenwärtigen Energiekrise in Deutschland. Es wird deutlich, dass diese Krise vor allem durch einen signifikanten Mangel an Klugheit bei den Regierenden herbeigeführt wurde. Die Autoren zeichnen das Bild eines kollektiven Versagens der politischen Eliten Deutschlands, deren Denken und Handeln seit Jahren auf „Lebenslügen“ beruhe. In Folge einer langen Kette von Fehleinschätzungen und Fehlentscheidungen stehe das Land nun möglicherweise vor der größten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg. […]

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Über den Widerstand gegen die Tyrannei – Teil 1: Patriotismus

Laut dem Historiker Timothy Snyder befinden sich die freien Republik des Westens in einem Zustand innerer Auflösung. Das Risiko totalitärer und tyrannischer Herrschaft sei in den USA und Europa keinesfalls gebannt. Vor diesem Hintergrund identifizierte Snyder auf der Grundlage historischer Erfahrungen eine Reihe von „Lektionen für den Widerstand“, von denen wir einige in einer kurzen Serie vorstellen. Zu diesen Lektionen gehört die Bedeutung des Patriotismus. […]

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Dekadenz bedeutet, nicht kämpfen zu wollen

Deutschland und andere europäische Staaten stehen wahrscheinlich vor den größten Herausforderungen seit dem Zweiten Weltkrieg. Vor diesem Hintergrund plädierte der Politikwissenschaftler Heinz Theisen auf einem Kongress des „Polska Wielki Projekt“ für ein Paradigma der Selbstbehauptung. Dekadenz bedeute, nicht mehr kämpfen zu wollen. Die bevorstehenden Krisen könnten in Europa einen Paradigmenwechsel hin zu einer Kultur der Selbstbehauptung sowie zu einer Erneuerung des Bürgertums in seiner Rolle als Träger des Gemeinwesens einleiten. […]

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Deutschlands strategische Debattenkultur ist defekt

Der Politikwissenschaftler Johannes Varwick kritisiert in einem in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ erschienenen Aufsatz, dass eine rationale Diskussion über strategische Fragen in Deutschland mittlerweile unmöglich geworden sei. Vor allem die öffentliche Debatte bezüglich des Ukraine-Kriegs sei von Emotionen geprägt, die politische Entscheidungen im Sinne des Gemeinwohls verhinderten und das Risiko katastrophaler Entwicklungen erhöhten. […]