Elitenbildung

Gegenkultur und Elitenaustausch

Der unter dem Pseudonym N. S. Lyons schreibende Autor ist im Bereich Außen- und Sicherheitspolitik in den USA tätig. In einem aktuellen Aufsatz untersucht er anhand aktueller Beispiele Möglichkeiten zum Aufbau traditionell-konservativer Gegenkulturen in westlichen Gesellschaften. Aus diesen Gegenkulturen könne eine Gegenelite hervorgehen, die zur kulturellen und gesellschaftlichen Erneuerung dieser Gesellschaften fähig sei und deren alte Eliten ersetzen könne. […]

Herausforderungen

Über den Aufstieg des Chaos in westlichen Gesellschaften

Der Philosoph Edward Feser setzt sich in einem aktuellen Aufsatz auf der Grundlage der Gedanken Platons und Thomas von Aquins mit dem Aufstieg des Chaos in westlichen Gesellschaften auseinander. Jede Ordnung werde von einer Reihe korrumpierender Kräfte bedroht. Die Aufgabe des Staates sei es, diese Kräfte einzuhegen. In westlichen Gesellschaften seien diese Kräfte jedoch vielfach zu Treibern staatlichen Handelns geworden. Die Institutionen dieser Gesellschaften würden daher zerfallen, und das Chaos breite sich in ihnen aus. Das Scheitern dieser Gesellschaften sei sicher, solange in ihnen nicht Menschen hervorträten, die den klassischen Idealen der Exzellenz folgten und ihre Institutionen erneuerten. […]

Impulse

Europäische Selbstbehauptung durch Selbstbegrenzung

Die Welt steht wahrscheinlich am Beginn einer längeren Phase der Instabilität und der Unsicherheit. In seinem jetzt erschienenen Werk Selbstbehauptung beschreibt der Politikwissenschaftler Heinz Theisen außen- und sicherheitspolitische Ansätze, die Europa helfen sollen, diese Lage zu bewältigen. Die Grundlage dieser Ansätze bilden die realistische Denkschule der Internationalen Beziehungen und die christliche Soziallehre. Ihr Ziel sei die „Bewahrung der in zwei Jahrtausenden gewachsenen europäischen Kultur“. […]

Elitenbildung

Königin Elisabeth II. und das Ethos des Dienstes

Die heute verstorbene britische Königin Elisabeth II. betonte sowohl in ihrer persönlichen Haltung als auch in ihren öffentlichen Äußerungen die zentrale Bedeutung des christlichen Ethos des Dienstes und des „sense of duty“ für den Fortbestand ihres Gemeinwesens. Dieses werde nur dann eine Zukunft haben, wenn sich in ihm ausreichend Menschen fänden, die zum ritterlichen Dienst am Nächsten und am Gemeinwohl bereit seien. […]

Herausforderungen

„Der Westen kann sehr schnell verschwinden“

Die Ethnologin Susanne Schröter warnt in einem Gespräch mit dem „Tagesspiegel“ vor einem Niedergang des Westens. Dieser sei derzeit noch die „freieste, wohlhabendste und sozialste Region der Welt“. Er befinde sich jedoch in einem so rasch verlaufenden Abstieg, dass sie hoffe, dass die obige Aussage auch „nach dem Winter noch gilt“. Der Westen könne „sehr schnell verschwinden“. Sie halte es „nicht für unrealistisch, dass der Westen einmal als eine vorübergehende Epoche von wenigen hundert Jahren in die Geschichte eingehen wird“. […]