Erneuerung

Neue Publikation: Zur Lage des abendländischen Menschen

In der Reihe „Renovatio-Analysen“ setzt sich der Althistoriker David Engels mit dem laufenden Kampf um die Seele Europas auseinander, in dem die Bewahrer der abendländischen Zivilisation Kräften gegenüberstehen, die diese zerstören wollen und dazu ein radikal anderes Menschenbild durchsetzen. Der von ihnen angestrebte, jeglicher tradierten Bindung entkleidete Mensch ist aufgrund seiner Seelenlosigkeit als Faktor in der Weiterentwicklung seiner eigenen Zivilisation ausgeschaltet. Das Verschwinden ihrer Verteidiger muss jedoch zum Tod einer Zivilisation führen. […]

Herausforderungen

Über den Niedergang von Großmächten

Der Politikwissenschaftler Zbigniew Brzezinski (1928-2017) gilt als einer der führenden geopolitischen Denker der jüngeren amerikanischen Geschichte. In seinem 1997 erschienenen Werk „Die einzige Weltmacht“ unterstrich er, dass die Fähigkeit von Gemeinwesen, sich in einer feindseligen Welt zu behaupten, auch von kulturellen Faktoren abhänge. Die würden USA aufgrund ihren mangelnden kulturellen Resilienz langfristig ihre Weltmachtrolle verlieren. Der Grund dafür sei, dass die hedonistische Massenkultur, auf welcher der globale Einfluss der USA wesentlich beruhe, im Innern zersetzend wirke und die Fähigkeit der politischen Eliten des Landes zur Staatsführung und zur Ausübung von Macht zerstöre. […]

Herausforderungen

Deutschland steht vor radikalen Veränderungen

Laut dem Historiker Andreas Rödder steht Deutschland vor radikalen Veränderungen. Das „gesamte deutsche Geschäftsmodell“ funktioniere nicht mehr. Dessen Säulen, nämlich der günstige Import von Energieträgern aus Russland, wirtschaftliche Abhängigkeit von China und die Auslagerung der eigenen Verteidigung an die USA und die NATO, seien zusammengebrochen. Das „Modell Deutschland“ stehe daher vor dem Aus. Die Zukunft sei „radikal offen“. […]

Herausforderungen

Führt der Ukraine-Konflikt zum Abstieg des Westens?

Der Journalist Christopher Caldwell vertritt in einem im „Claremont Review of Books“ erschienenen Aufsatz die These, dass die Politik der USA und ihrer Verbündeten im Ukraine-Konflikt den Abstieg des Westens beschleunigen werde. Kulturelle Defizite und untaugliche außenpolitische Denkansätze auf westlicher Seite hätten dazu geführt, dass Russland, China und Indien sich zu einem neuen Machtblock zusammenschließen werden. Man befinde sich gegenwärtig im frühen Stadium eines globalen Systemkonflikts, in dem der Westen sich in einer selbstverschuldet schwachen Position befinde. Der Geopolitik-Experte Jacek Bartosiak hatte in diesem Zusammenhang von einem „neuen Weltkrieg“ gesprochen. Wir möchten Caldwells Thesen zur Diskussion stellen und haben dazu den Kommentarbereich zu diesem Beitrag geöffnet. […]

Herausforderungen

Die Gender-Ideologie ist unwissenschaftlich

Die Biologin und Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard hat die Inhalte der Gender-Ideologie in einem jetzt veröffentlichten Gespräch als „unwissenschaftlich“ zurückgewiesen. Die Vorstellung, dass der Mensch sein Geschlecht selbst wählen könne, sei „Quatsch“ und Ausdruck von „Wunschdenken“. Es gebe exakt „zwei Geschlechter“. Die Anhänger der Gender-Ideologie hätten offensichtlich „keine Ahnung von Biologie“. […]

Impulse

Ukraine: „An der Front gibt es keine Atheisten“

Der als Generalvikar am Ordinariat für die katholischen Ostkirchen in Wien tätige Yuriy Kolasa berichtet in einem aktuellen Beitrag über religiöse Phänomene, die im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg zu beobachten seien. Eine Militärärztin habe diese mit den Worten zusammengefasst: „An der Front gibt es keine Atheisten“. […]

Herausforderungen

Linksidentitäre Ideologien schwächen Europa im Kampf gegen den Islamismus

Der Psychologe und Islamismusexperte Ahmad Mansour kritisiert vor dem Hintergrund des Anschlags auf den Schriftsteller Salman Rushdie in der „Neuen Zürcher Zeitung“ den europäischen Umgang mit seinen islamistischen Feinden. Die linksidentitäre „Anti-Rassismus-Ideologie“ habe Europa geistig wehrlos gemacht. Ihre Anhänger seien „Komplizen“ des Islamismus. In Folge ihres Wirken sei Europa „müde geworden“, sich zu verteidigen. […]

Mitteilungen

Neue Veranstaltung: Kurs „Philosophische Grundlagen des Abendlandes“

Renovatio bietet im Wintersemester 2022/23 den Kurs “Philosophische Grundlagen des Abendlandes: Platon und die Rückkehr zu den Ursprüngen der politischen Philosophie“ an. In insgesamt acht Terminen werden der Kursleiter Dr. Christian Machek sowie die Gastreferenten Prof. Dr. Harald Seubert und Prof. Dr. Michael Wladika die Hörer in das Denken des wichtigsten Philosophen der abendländischen Tradition einführen. […]

Herausforderungen

Über das Wesen irregulärer Migration

Die Journalisten Matthias Gebauer und Konstantin von Hammerstein beschreiben in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“, dass im Zuge der irregulären Migrationsbewegung aus Kabul im August 2021 häufig nicht die schutzbedürftigsten Menschen von westlichen Streitkräften evakuiert worden seien, sondern die brutalsten. Zu den Evakuierungsflugzeugen hätten es oft nur diejenigen geschafft, die sich besonders rücksichtslos gegenüber Frauen und Kindern verhielten. […]

Herausforderungen

Die existenzielle Krise Deutschlands hat begonnen

Der Wirtschaftswissenschaftler Daniel Stelter warnt in der aktuellen Ausgabe des Magazins Cicero, dass eine „existenzielle Krise“ Deutschlands begonnen habe. Diese werde mit dem „Absturz“ des Landes enden. Staat und Politik hätten bei der Aufgabe versagt, die Grundlagen des Wohlstands des Landes zu sichern. Gegenwärtig mangele es an „Erkenntnis, Bereitschaft, Kraft und den Voraussetzungen“ dafür, der daraus resultierenden Krise wirksam zu begegnen. Dem Land drohe daher „der K. o.“. […]

Herausforderungen

Der deutsche Staat ist nicht krisentauglich

Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ beschreibt in seiner aktuellen Titelgeschichte das Scheitern fast aller beteiligten deutschen Institutionen während des Höhepunkts der Afghanistan-Krise im August 2021. Die Journalisten Matthias Gebauer und Konstantin von Hammerstein zeichnen das Bild eines vor allem aus kulturellen Gründen weitestgehend dysfunktionalen Staates und sprechen von „politischem Versagen“ und „anhaltender Realitätsverweigerung“ seiner Institutionen. Diese würden scheinbar nach dem „Pippi-Langstrumpf-Prinzip“ geführt und seien von der Krise überfordert gewesen. […]