Herausforderungen

Über den Realitätsverlust der politischen Ordnung Deutschlands

Der Philosoph Christoph Türcke kritisiert in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ die laufende Loslösung der staatlichen Ordnung in Deutschland von der Realität. Das auf der Gender-Ideologie beruhende „Selbstbestimmungsgesetz“ verordne dem Land eine neue „Realitätsdoktrin“, weil es nicht objektive biologische und anthropologische Tatsachen, sondern die subjektiven Gefühle sexueller Minderheiten als Grundlage der Gesetzgebung betrachte. Die staatliche Ordnung werde dadurch korrumpiert, weil sie den Kontakt zur Wirklichkeit verliere. […]

Impulse

„Es gibt zwei Geschlechter. Punkt.“

Der Evolutionsbiologe Axel Meyer stellt in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ klar, dass die Gender-Ideologie nicht mit den Erkenntnissen der Naturwissenschaften vereinbar ist. Mann und Frau seien durch ihre Keimkellen biologisch in ihren sexuellen Identitäten eindeutig festlegt und zweifelsfrei voneinander unterscheidbar. […]

Herausforderungen

Europa als demographisches Katastrophengebiet

Der Bevölkerungsforscher Paul Morland bezeichnet Europa in einem Gespräch mit „Spiegel Online“ als „demografisches Katastrophengebiet“. Insbesondere in Deutschland sei die Lage „miserabel“. Weil man sich dazu entschieden habe, „sich nicht selbst zu reproduzieren“, finde dort ein „Bevölkerungsaustausch“ statt. Großfamilien seien der einzige Weg, die „ethnische Kontinuität“ von Gemeinwesen und deren wirtschaftliche Dynamik aufrechtzuerhalten. Dafür brauche es einen „modernen, progressiven Natalismus“ und eine Aufwertung der Mutterschaft. […]

Impulse

Über die Bedeutung des nationalen Willens im Konflikt um die Ukraine

Laut dem Historiker Jörg Baberowski werde vor allem der nationale Wille der Beteiligten über den Ausgang des Konflikts zwischen Russland und dem Westen um die Ukraine entscheiden. Wladimir Putin habe diesen Faktor als Schwäche des Westens, insbesondere Deutschlands, erkannt, und werde ihn kompromisslos zur Durchsetzung seiner Ziele ausnutzen. Auf deutscher Seite hingegen verstehe man die grundlegende Dynamik des Konflikts nicht und habe auch keine Strategie. Auf Dauer werde sich daher wahrscheinlich Russland durchsetzen. […]

Herausforderungen

Europa steht am Beginn einer Polykrise

Der Wirtschaftshistoriker Adam Tooze schreibt in einem Aufsatz in der Wochenzeitung „Die Zeit“ über ein Phänomen, das er als in Anknüpfung an Edgar Morin als „Polykrise“ bezeichnet. Europa und der Rest der Welt stünden demnach nicht vor einer einzigen Krise, sondern vor einer ganzen Reihe sich gegenseitig verstärkender, konvergierender Krisen. Diese könnten die vorhandenen Fähigkeiten zur Krisenbewältigung überdehnen. […]

Herausforderungen

Deutschland steht ein kritisches Jahrzehnt bevor

Der ehemalige Bundesverfassungsrichter Udo Di Fabio warnt in einem Gespräch mit der Wochenzeitung „Die Zeit“, dass Deutschland ein von multiplen Krisen geprägtes „kritisches Jahrzehnt“ bevorstehe. Das Land werde der wahrscheinlich unmittelbar bevorstehenden „Notlage“ möglicherweise nicht gewachsen sein. Seine Bürger würden sich in jeder Hinsicht „warm anziehen müssen“. […]

Impulse

Über den Widerstand gegen die Tyrannei – Teil 3: Wachsamkeit gegenüber Verfallserscheinungen

In seinen „Lektionen für den Widerstand“ gegen tyrannische Herrschaft betont der Historiker und Holocaustforscher Timothy Snyder, dass Geschichtspessimisten klüger dächten und entsprechende Risiken meist realistischer beurteilten als Fortschrittsoptimisten, weil sie wachsamer gegenüber Verfalls- und Auflösungserscheinungen jeglicher Art seien und die Möglichkeit krisenhafter Verläufe des historischen Geschehens niemals ausschlössen. […]

Elitenbildung

Über den Widerstand gegen die Tyrannei – Teil 2: Ehr- und Standesbewusstsein

In seinen „Lektionen für den Widerstand“ gegen tyrannische Herrschaft hebt der Historiker und Holocaustforscher Timothy Snyder die Bedeutung des traditionellen Ehr- und Standesbewusstsein hervor. Menschen und Institutionen, die von einem entsprechenden Ethos geprägt seien, gehörten zu den wirksamsten Gegnern von Versuchen, ungerechte Formen von Herrschaft zu errichten, weil sie im Ernstfall äußerem Druck standhielten. Totalitäre Ideologien hätten dieses Ethos daher stets bekämpft. […]

Impulse

Gewaltfähigkeit als Voraussetzung des Gemeinwohls

Der Politikwissenschaftler Christian Mölling beschreibt in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Internationale Politik“ die staatliche Bereitschaft und Fähigkeit zum Einsatz von Gewalt als Voraussetzungen des Gemeinwohls. Das auch von den Kirchen propagierte Konzept der „Friedenspolitik“ sei gescheitert, stehe der real existierenden „Welt des Unfriedens“ hilflos gegenüber und habe auf die Herausforderungen der Gegenwart „keine plausiblen Antworten“. […]