Allgemein

Über die bevorstehende globale Krise

Das Handelsblatt berichtet in seiner heutigen Ausgabe über die Bewertungen von Experten, die eine globale Wirtschaftskrise für wahrscheinlich halten. Eine Reihe konvergierender Faktoren führe dazu, dass ein „perfekter Sturm“ aufziehe. Insbesondere Deutschland befinde sich im „Zentrum des geopolitischen Sturms“. Es müsse mit größeren Verwerfungen gerechnet werden. […]

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Über die ritterliche Seele

Hans Urs von Balthasar beschrieb die katholische Heilige und Kirchenlehrerin Therese von Lisieux (1873-1897) in einer 1950 erschienenen Biographie als eine ritterliche Seele und als lebendiges Gegenbeispiel zur „Harmlosigkeit eines verbürgerlichten Christentums“. […]

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Das „große Experiment“: Ethnokulturelle Diversität als Risiko

Der Politikwissenschaftler Yascha Mounk beschreibt in seinem jetzt erschienenen Werk „Das große Experiment“ die existenziellen Risiken, die den Gemeinwesen Europas durch die migrationsbedingte Zunahme von ethnokultureller Diversität entstehen können. Es gebe kein einziges Beispiel dafür, dass ein demokratisch verfasster Staat die damit verbundenen Herausforderungen jemals erfolgreich bewältigt hätte. Ein Abbruch dieses Experiments kommt für Mounk dennoch nicht in Frage. Stattdessen fordert er eine weitreichende Umgestaltung westlicher Gesellschaften, die sich durch die Aufgabe ihrer gewachsenen Kultur an Fremde anpassen sollten. Eine realistische Risikoanalyse bleibt somit die einzige Stärke in einem ansonsten von utopischem Denken geprägten Buch. […]

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Heimatschutz als staatlicher Auftrag

Der evangelische Theologe Friedemann Richert kritisiert in seinem kürzlich erschienenen Buch „Das lateinische Gesicht Europas“ staatliche Versuche dazu, das traditionelle Verständnis von Heimat aufzulösen und durch ideologische Konzepte zu ersetzen. Der Auftrag des Staates sei es statt dessen, die gewachsene Heimat der Menschen zu schützen und zu bewahren. […]

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Republiken brauchen Führung

Der Historiker Andreas Rödder kritisiert in der Tageszeitung „Der Tagesspiegel“ die Tendenz der politischen Führungen der Republiken des Westens dazu, ihre Entscheidungen auf die vermutete öffentliche Meinung abzustützen, anstatt sie an den Erfordernissen des Gemeinwohls auszurichten. Ernsthafte und nachhaltige Politik richte sich nicht an Stimmungen aus, sondern an Notwendigkeiten. […]

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Nationale Interessenpolitik als Gemeinwohlpolitik

Hans-Georg Maaßen diente zuletzt als Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz. In der Wochenzeitung „Die Weltwoche“ plädiert er im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg für eine Politik des nationalen Interesses. In diesem Krieg gehe es so wie auch in anderen Kriegen nicht um „einen Kampf zwischen Gut und Böse“, sondern „um politische und wirtschaftliche Interessen“. Eine Politik, die in den Kategorien des nationalen Interesses denke, sei vor diesem Hintergrund eine realistische Politik, die dem Gemeinwohl besser diene als eine Politik, die in Wertekategorien denke. […]

Mitteilungen

Aufruf zur Mitwirkung: Projekt „Grenzen und Grenzschutz“

Der nächste Titel in unserer Reihe Renovatio-Impulse wird sich auf der Grundlage des Gemeinwohlgedankens mit der Institution der Staatsgrenzen und ihrem Schutz auseinandersetzen. Für die ehrenamtliche Mitwirkung an diesem Vorhaben suchen wir fachlich qualifizierte interessierte Personen, die den ersten Entwurf der Publikation kommentieren und ggf. zu dieser beitragen möchten. […]

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Für eine wehrhafte Nation

Der evangelische Theologe und ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck plädierte vor einigen Tagen auf dem Ludwig-Erhard-Gipfel für einen Kulturwandel in Deutschland hin zu einer wehrhaften Nation. Das Land müsse für den Fall gerüstet sein, dass „Putin weiter geht in seinem imperialen Wahn“. Es sei fraglich, ob Deutschland in seiner gegenwärtigen Verfassung in einem möglichen Ernstfall die Kraft dazu haben werde, „zu widerstehen“. […]

Allgemein

Klugheit als Tugend für den Ernstfall

Der Sozialpsychologe Harald Welzer kritisiert in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ die „hektische Stimmungspolitik“, mit der Staat und Gesellschaft in Deutschland auf die russische Invasion in der Ukraine reagierten. Es mangele an einer klugen Debatte über die Ziele, die man durch das eigene Eingreifen in den Konflikt erreichen könne und solle. […]

Allgemein

Die Theologie des Geheimdienstes

Der evangelische Theologe Walter Künneth (1901-1997) formulierte 1954 eine Theologie des Geheimdienstes, um auf der Grundlage des christlichen Gemeinwohldenkens und der Erfahrungen totalitärer Herrschaft die kulturelle Erneuerung der staatlichen Institutionen Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg zu unterstützen. In den vergangenen Jahren offenbar gewordenen Fehlentwicklungen in deutschen Geheimdiensten unterstreichen die zeitlose Relevanz der Gedanken Künneths. […]