Politik und Gesellschaft

Nationale Interessenpolitik als Gemeinwohlpolitik

Hans-Georg Maaßen diente zuletzt als Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz. In der Wochenzeitung “Die Weltwoche” plädiert er im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg für eine Politik des nationalen Interesses. In diesem Krieg gehe es so wie auch in anderen Kriegen nicht um “einen Kampf zwischen Gut und Böse”, sondern “um politische und wirtschaftliche Interessen”. Eine Politik, die in den Kategorien des nationalen Interesses denke, sei vor diesem Hintergrund eine realistische Politik, die dem Gemeinwohl besser diene als eine Politik, die in Wertekategorien denke. […]

Mitteilungen

Aufruf zur Mitwirkung: Projekt “Grenzen und Grenzschutz”

Der nächste Titel in unserer Reihe Renovatio-Impulse wird sich auf der Grundlage des Gemeinwohlgedankens mit der Institution der Staatsgrenzen und ihrem Schutz auseinandersetzen. Für die ehrenamtliche Mitwirkung an diesem Vorhaben suchen wir fachlich qualifizierte interessierte Personen, die den ersten Entwurf der Publikation kommentieren und ggf. zu dieser beitragen möchten. […]

Politik und Gesellschaft

Für eine wehrhafte Nation

Der evangelische Theologe und ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck plädierte vor einigen Tagen auf dem Ludwig-Erhard-Gipfel für einen Kulturwandel in Deutschland hin zu einer wehrhaften Nation. Das Land müsse für den Fall gerüstet sein, dass “Putin weiter geht in seinem imperialen Wahn”. Es sei fraglich, ob Deutschland in seiner gegenwärtigen Verfassung in einem möglichen Ernstfall die Kraft dazu haben werde, “zu widerstehen”. […]

Politik und Gesellschaft

Klugheit als Tugend für den Ernstfall

Der Sozialpsychologe Harald Welzer kritisiert in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ die „hektische Stimmungspolitik“, mit der Staat und Gesellschaft in Deutschland auf die russische Invasion in der Ukraine reagierten. Es mangele an einer klugen Debatte über die Ziele, die man durch das eigene Eingreifen in den Konflikt erreichen könne und solle. […]

Politik und Gesellschaft

Die Theologie des Geheimdienstes

Der evangelische Theologe Walter Künneth (1901-1997) formulierte 1954 eine Theologie des Geheimdienstes, um auf der Grundlage des christlichen Gemeinwohldenkens und der Erfahrungen totalitärer Herrschaft die kulturelle Erneuerung der staatlichen Institutionen Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg zu unterstützen. In den vergangenen Jahren offenbar gewordenen Fehlentwicklungen in deutschen Geheimdiensten unterstreichen die zeitlose Relevanz der Gedanken Künneths. […]

Herausforderungen

Transsexualität als Zeitgeistphänomen

Der Jugendpsychiater Alexander Korte bezeichnet Transsexualität bei Jugendlichen in einem Gespräch mit der Tageszeitung „taz“ als ein „Zeitgeistphänomen“. Dieses betreffe vor allem psychisch verwundbare Mädchen, denen es an positiven weiblichen Rollenmodellen fehle. Die Zahl der Diagnosen von Transsexualität bei Jugendlichen wachse in westlichen Gesellschaften derzeit exponentiell. Den Betroffenen müsse wirksam geholfen werden, anstatt ihr “gestörtes Körperbild” zu bestätigen und ihnen aus ideologischen Gründen irreversible medizinische Eingriffe mit weitreichenden, oft schädlichen Folgen nahezulegen. […]

Kulturelle Resilienz

Über die Erneuerung unserer Wurzeln: David Engels im Gespräch mit Victor Aubert

Ausnahmsweise ist es mein Privileg, nicht den Niedergang des Westens zu beklagen, sondern mich über den Widerstand gegen diese Entwicklung zu freuen. Ich beziehe mich dabei auf die französische Initiative “Academia Christiana”, deren Sommerkonferenz ich im August 2021 in einem Herrenhaus in der Normandie besuchen durfte. Es war ein seltenes Vergnügen, ein Wochenende sowohl mit etablierten konservativen Denkern als auch mit aufgeweckten jungen Enthusiasten zu verbringen, welche die Antithese zu den “post-historischen” Männern und Frauen verkörpern, die unsere Städte bevölkern. […]