Politik und Gesellschaft

Frieden ist nicht das höchste politische Gut

Der Politikwissenschaftler und Publizist Josef Joffe schreibt in der „Neuen Zürcher Zeitung“, dass Frieden nicht das höchste politische Gut sei. Wer nach dem Grundsatz lebe, dass ohne Frieden alles nichts ist, sei unfähig dazu, im Ernstfall höhere Güter wie das Überleben der eigenen Nation zu verteidigen. […]

Kulturelle Resilienz

Die traditionelle Familie als krisenfeste Institution

Der Wirtschaftswissenschaftler Hans-Werner Sinn geht davon aus, dass Deutschland eine langanhaltende Wirtschaftskrise bevorsteht. Der deutsche Staat werde wahrscheinlich mit der Bewältigung dieser Krise überfordert sein. Jungen Menschen empfiehlt Sinn, sich auf traditionelle Familienbilder zu besinnen, weil die Familie im Gegensatz zum Staat in den bevorstehenden schweren Jahren und Jahrzehnten eine zuverlässige Solidargemeinschaft sein werde. […]

Dienstethos

Über die Rückkehr traditioneller maskuliner Ideale

Der Publizist Tobias Haberl plädiert in einem kürzlich im Magazin “Der Spiegel” erschienenen Aufsatz für eine stärkere Hinwendung zu traditionellen maskulinen Idealen. Postmoderne Vorstellungen von Maskulinität hätten sich als untauglich herausgestellt und müssten im Interesse des Gemeinwohls abgelegt werden. Man stehe schwierigen Zeiten gegenüber, in denen jene, die Verantwortung für das Gemeinwesen übernehmen wollten, “gesunde Härte” benötigten. Ohne den „guten Helden“, der „an etwas glaubt und bereit ist, sein Leben dafür zu opfern”, seien die bevorstehenden Herausforderungen nicht zu meistern. […]

Politik und Gesellschaft

Politik im Angesicht der Apokalypse

Der Politikwissenschaftler Peter Graf Kielmansegg kritisiert in einem heute in der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” erschienenen Aufsatz, dass die politischen Eliten Deutschlands den strategischen Herausforderungen, denen das Land gegenüberstehe, nicht gewachsen seien. Entscheidungsträger müssten angesichts des Risikos des Einsatzes von Nuklearwaffen in Europa dazu fähig sein, die „Gefahr einer apokalyptischen Katastrophe“ zu bewältigen. Dazu benötigten sie klassische Tugenden, etwa “besonnene Tapferkeit”. Die “politische Klasse” Deutschlands hingegen habe wiederholt ihre strategische “Blindheit” unter Beweis gestellt und werde vermutlich nicht dazu in der Lage sein, die zur Abwendung von Schaden für das Gemeinwesen erforderlichen klugen und tapferen Entscheidungen zu treffen. […]

Herausforderungen

Unkontrollierte Migration als Bedrohung für europäische Gesellschaften

Pierre Brochand, der ehemalige Leiter des französischen Auslandsnachrichtendienstes DGSE, warnt in der Tageszeitung „Le Figaro“ vor den Folgen der unkontrollierten Zuwanderung kulturferner Gruppen für Europa. Die damit verbundenen Herausforderungen seien die einzigen, die in Staaten wie Frankreich derzeit das Potenzial dazu hätten, die Ordnung und Stabilität von Gemeinwesen unmittelbar zu bedrohen. […]

Herausforderungen

Über den Bellizismus der Ungedienten

Der Historiker Jörg Baberowski kritisiert in einem in der “Neuen Zürcher Zeitung” veröffentlichten Gespräch, dass Teile der öffentlichen Debatte in Deutschland im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg von einem unreflektierten Pazifismus zu einem ebenso unreflektierten Bellizismus übergegangen seien. Die umsichtigsten Urteile über den Krieg höre man gegenwärtig von von ehemaligen Offizieren, weil diese wüssten, was Krieg bedeutet. […]

Mitteilungen

In eigener Sache: Portrait im Deutschlandfunk

Der Deutschlandfunk widmete dem Institut gestern ein ausführliches kritisches Portrait, welches den “geisteswissenschaftlichen und theologischen Anspruch” unseres Vorhabens hervorhebt, das als ein “kleiner Kreis” von Denkern und als “einflussreicher”, international vernetzter christlich-konservativer Think Tank vorgestellt wird. […]