Herausforderungen

Transgender-Aktivismus als Angriff auf den Menschen

Kardinal Gerhard Ludwig Müller, der zuletzt Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre der katholischen Kirche war, kritisiert in einer heute veröffentlichten Stellungnahme die Transgender-Ideologie. Diese negiere das naturrechtliche Menschenbild, propagiere “Selbstverstümmelung an Geist, Seele und Körper” und schade vor allem Kindern und Jugendlichen. Die entsprechenden Aktivisten stellten eine “verfolgende Minderheit” dar, die sich “in Politik, Justiz, Universitäten und Medien eine totalitäre Machtposition verschafft” habe und “die Religionsfreiheit zerstört, den Rechtsstaat untergräbt und die Wissenschaftsfreiheit mit Füßen tritt”. […]

Dienstethos

Der Westen braucht männliche Tugenden

Der Psychologe Michael Klein unterscheidet in der aktuellen Ausgabe der „Neuen Zürcher Zeitung“ vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs zwischen „toxischer“ und „tonischer“ bzw. aufbauender Männlichkeit. Zugleich beobachtet er eine „Angst vor den männlichen Tugenden“ in westlichen Gesellschaften, die diese schwach und verwundbar gemacht habe. Eine Erneuerung westlicher Gesellschaften werde nur gelingen, wenn positive Männlichkeitskonzepte hier wieder Anerkennung fänden. […]

Kulturelle Resilienz

Europa mangelt es an strategischer Nachhaltigkeit

Der ehemalige Bundesverfassungsrichter Udo Di Fabio fordert in der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” einen grundsätzlichen Wandel der strategischen Kultur Deutschlands und Europas. Eine erfolgreiche “Selbstbehauptung von Freiheit in Frieden” erfordere, dass das Konzept der Nachhaltigkeit von der ökologischen Thematik auf den strategischen Bereich ausgedehnt werde. […]

Politik und Gesellschaft

Über die Verteidigung der “Heiligtümer der Nation”

Der Politikwissenschaftler und Publizist Josef Joffe beschreibt in der aktuellen Ausgabe der „Neuen Zürcher Zeitung“, dass in den USA zunehmend Widerstand gegen die Identitätspolitik der „Critical Race Theory“ zu beobachten sei. Die Anhänger dieser Ideologie würden sich „an den Heiligtümern der Nation vergreifen“ und die geistige Substanz sowie die Institutionen, auf den das Gemeinwesen beruhe, zerstören, weil sie angeblich „Rassismus und Kolonialismus verkörperten“. […]

Herausforderungen

Das Ende des modernen Fortschrittsoptimismus

Laut dem Soziologen Andreas Reckwitz hat die russische Invasion in der Ukraine „die Grundannahmen der westlich-­liberalen Geschichtsphilosophie“ und den mit ihr verbundenen „Fortschrittsoptimismus“ erschüttert. Die „geschichtsphilosophischen Hoffnungen“ des Westens hätten sich als „Wunschdenken“ herausgestellt. Die „weltgesellschaftliche Entwicklung“ strebe offensichtlich nicht hin zu immer größerer Modernisierung, sondern verlaufe „nach einer Logik des Konflikts“. […]

Politik und Gesellschaft

Über den gewaltsamen Widerstand gegen das Böse

In den vergangenen Tagen erschienen in deutschsprachigen Medien mehrere Artikel, in denen bedeutende russische Philosophen wie Iwan Iljin, Nikolai Berdjajew und Alexander Solschenizyn als angebliche Vordenker des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine dargestellt wurden.[note]Beispiele dafür sind Ulrich M. Schmid: „Putins Einflüsterer“, Neue Zürcher Zeitung, 10.03.2022, S. 32 und Norbert Matern: „Stichwortgeber des Bösen“, Die Tagespost, 17.03.2022, S. 18.[/note] Mit dem Werk dieser Denker haben sich die Autoren jedoch allenfalls oberflächlich auseinandergesetzt und geben dessen Inhalte meist nur stark verzerrt wieder. Dies wird vor allem am Beispiel Iwan Iljins deutlich, der in seinem 1925 veröffentlichten Buch „Über den gewaltsamen Widerstand gegen das Böse“ ein christliches Ethos der Verteidigung gegen Angriffskriege und totalitäre Herrschaft formuliert hatte. […]

Kulturerbe

Über den christlich-europäischen Zivilisationstypus

Der Historiker Heinz Schilling beschreibt in seinem kürzlich erschienenen Werk “Das Christentum und die Entstehung des modernen Europa” den einzigartigen Zivilisationstypus, den das Christentum in Europa geschaffen habe. Nur diese Zivilisation habe aus ihrem religiösen Identitätskern heraus eine Ordnung der individuellen Freiheit hervorgebracht, die den westlich-europäischen Kulturraum bis heute vor anderen Weltzivilisationen auszeichne. […]

Politik und Gesellschaft

Ein ernsteres Deutschland

Der Schriftsteller Simon Strauß beobachtet in der heutigen Ausgabe der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, dass der Krieg in der Ukraine viele Illusionen der Postmoderne zerschlagen habe und ein “ernsteres Deutschland” hervorbringen könne. Die Anhänger postmoderner Ideologien glichen gegenwärtig “Schneeflöckchen im Hagelgewitter”. […]

Herausforderungen

Ein neues strategisches Ethos für Europa

Der Historiker Luuk van Middelaar schreibt in einem heute auf “Spiegel Online” veröffentlichten Aufsatz, dass Europa ein realistischeres Ethos brauche, um seine neue Lage bewältigen zu können. Die existierende strategische Kultur sei den neuen Herausforderungen und den mit ihnen verbundenen existenziellen Risiken nicht gewachsen. […]

Kulturelle Resilienz

Der Krieg als Quelle solidarischer Bindungen

Der Historiker Yuval Noah Harari schreibt in einem Aufsatz in der Tageszeitung “The Guardian”, das man gegenwärtig in der Ukraine Prozesse der Nationenbildung beobachten könne. Durch die gemeinschaftliche Bewältigung von Herausforderungen im Krieg entstünden dort Bindungen, aber auch kollektive Erinnerungen, welche die geistig-kulturellen Grundlage der ukrainischen Nation voraussichtlich für viele Generationen stärken würden. […]