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Die Rückkehr der Geopolitik

Die russische Invasion der Ukraine hat viele der in Deutschland vorherrschenden politischen Illusionen zerschlagen. Über einen realistischeren Blick auf die Lage verfügte der Politikwissenschaftler Zbigniew Brzezinski (1928-2017), der das aktuelle Geschehen in seinem 1997 erschienenen Werk „Die einzige Weltmacht“ vorausgesagt hatte. Das Werk stellt zugleich eine Einführung in die Themen Geopolitik und Geostrategie dar. Die Ukraine betrachtete der Autor hier wegen ihrer herausgehobenen geostrategischen Bedeutung als künftigen Schauplatz eines möglichen Konflikts zwischen den Großmächten um die Kontrolle des eurasischen Kontinents. […]

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Über das Wesen des Krieges

Der Schriftsteller und Offizier Ernst Jünger (1895-1998) setzte sich in seinen frühen Schriften vor allem mit seinen Erfahrungen im Ersten Weltkrieg auseinander. Im Krieg sah er ein Werk dunkler Kräfte, die tief in der Seele des Menschen verwurzelt seien und Schreckliches vollbrächten. Da der Mensch sich nicht ändern werde, werde es Kriege geben, solange es Menschen gibt. Man dürfe die Realität des Krieges daher nicht leugnen und sich in einen utopischen Pazifismus flüchten, sondern müsse sich auf sie vorbereiten, um nicht unterzugehen. […]

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Über die Berufung des Mannes zum Soldatentum

Der katholische Philosoph Joseph Maria Bocheński (1902-1995) verfasste 1939 in Vorahnung des Zweiten Weltkriegs das Werk „Militärethik im Überblick“, das kürzlich in deutscher Übersetzung erschien. Der Autor setzte sich hier vor dem Hintergrund der militärischen Bedrohung seiner polnischen Heimat mit der Berufung des Mannes zum Soldatentum auseinander. Es ging ihm dabei um die Beschreibung des „christlich soldatischen Ideals“ und die Formulierung einer Ethik für den Ernstfall. […]

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Wächter an den Grenzen

Der Historiker Josef Fleckenstein beschrieb das Rittertum in seinem 2005 erschienenen Werk „Rittertum und ritterliche Welt“ als eine Idee von Reformkräften innerhalb der Kirche, die eine geheiligte, dem Schutz anderer dienende Form von christlicher Maskulinität schaffen wollten. Ihre höchste Verwirklichung habe diese Idee in den Ritterorden des Mittelalters gefunden, die nicht zufällig an den Grenzen des christlichen Kulturraums entstanden seien. Die Bedingungen der umkämpften Grenzen seien besonders fruchtbar für das christliche Leben. […]

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Reformen als Wiederherstellung von Ordnung durch Disziplin

Der Schriftsteller Martin Mosebach setzt sich in einem aktuellen Aufsatz in der „Neuen Zürcher Zeitung“ am Beispiel der katholischen Kirche mit den Erfordernissen der Reform dekadenter Institutionen auseinander. Echte Reformen beinhalteten stets eine Rückkehr zur Ordnung durch Anhebung von Standards und eine Stärkung der Disziplin. […]

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Über die Notwendigkeit von Haltungseliten

Der damalige deutsche Außenminister Walther Rathenau wurde 1922 ermordet. Im Gedenken an dieses Ereignis wird meist versucht, ihn für progressive Ideologien zu vereinnahmen. In seinen Schriften zeigt sich Rathenau jedoch als konservativer Kulturkritiker, der den Deutschen eine Neigung zur Dekadenz vorwarf und die Notwendigkeit einer Haltungselite betonte, die sich durch „Würde, Adel und Herrentum“ auszeichnen müsse. […]

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Das maskuline Wesen des Christentums und der europäischen Zivilisation

Die Feministin und Kulturhistorikerin Camille Paglia beschrieb die westlich-europäische Zivilisation in ihrem 1992 erschienenen Werk Die „Masken der Sexualität“ als eine Schöpfung des Mannes. So wie das Christentum sei diese Zivilisation ihrem Wesen nach maskulin und müsse dies zum Wohl des Menschen auch bleiben. Dazu müsse man die fundamentalen Unterschiede zwischen Mann und Frau erkennen und bejahen. […]

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Das Ende des Westens?

Der ehemalige Bundesverfassungsrichter Udo Di Fabio zweifelte in seinem 2015 erschienenen Werk „Schwankender Westen“ an der kulturellen Nachhaltigkeit westlicher Gesellschaften. Die kulturellen Lebensgrundlagen dieser Gesellschaften erodierten zunehmend, und die „Menetekel des Abstiegs“ ließen sich nicht länger ignorieren. Im ungünstigsten Fall könnten als langfristige Folge „heute noch unvorstellbar scheinende Ordnungsverluste“ eintreten und Gesellschaften in „Bürgerkriegen“ zerfallen. […]