Herausforderungen

Über das Elend des postmodernen Konservatismus

In ihrem 2017 erschienenen Buch „Die Angstprediger“ behandelt die Publizistin Liane Bednarz aktuelle Entwicklungen im konservativen Spektrum in Deutschland. Sie will den von ihr identifizierten Problemen mit einem postmodernen Konservatismus begegnen, der vor allem nicht anstößig sein will, an der Auseinandersetzung mit grundsätzlichen Fragen nicht interessiert ist und dem Wirken radikaler gesellschaftspolitischer Utopien passiv begegnet. Impulse für die Bewältigung der Herausforderungen, denen europäische Gesellschaften gegenüberstehen, sind von dieser geistig sterilen Form des Konservatismus kaum erwarten. […]

Herausforderungen

Das Ende des christlichen Deutschlands?

Thomas Petersen, ein Mitarbeiter des Instituts für Demoskopie Allensbach, schreibt in einem heute in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ erschienenen Aufsatz, dass das diesjährige Weihnachtsfest „voraussichtlich das letzte sein“ werde, „an dem die Christen in Deutschland in der Mehrheit sind“. Bereits „seit Jahrzehnten“ sei „eine Erosion des Christentums in Deutschland“ zu beobachten, „die langsam, aber beharrlich fortschreitet“ und eine „fundamentale Veränderung der Gesellschaft“ nach sich ziehe. […]

Herausforderungen

Über den Kampf der Gender-Ideologie gegen die natürliche Geschlechterordnung

Die Philosophin Kathleen Stock lehrte an der University of Sussex. Sie war Ziel einer Kampagne von Transgender-Aktivisten, die sie dazu zwangen, die Universität zu verlassen, weil sie die Position vertreten hatte, dass die geschlechtliche Identität des Menschen nicht von Gefühlen abhänge, sondern biologisch bestimmt sei. In einem heute in der Wochenzeitung „Die Zeit“ veröffentlichten Gespräch bekräftigt sie ihre Positionen und kritisiert den Kulturkampf der Gender-Ideologie gegen die natürliche Geschlechterordnung. […]

Impulse

Kathedralen, langfristiges Denken und die Zukunft der Menschheit

Der Astronom Martin Rees lehrt an der University of Cambridge. In einer vor einigen Jahren anlässlich der Verleihung des Templeton-Preises gehaltenen Rede hob er das Denken des christlichen Mittelalters, das sich in der Errichtung der großen Kathedralen ausdrückte, als ein seitdem unerreichtes Vorbild für langfristiges Denken hervor. Die Menschheit werde solches Denken brauchen, wenn sie das 21. Jahrhundert bewältigen wolle. […]

Allgemein

Über das Kämpfertum des Menschen

Der Biochemiker Johannes Krause ist am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie tätig. Zusammen mit Thomas Tappe veröffentlichte er kürzlich ein Werk, das die Ur- und Frühgeschichte des Menschen als eine zehntausende von Jahren umspannende Serie von Überlebenskämpfen darstellt. Es sei ein „göttlicher Funke“ gewesen, der „unsere Vorfahren zu den Herrschern der Welt machte“ und der ihnen half, sich auch in schwierigsten Lagen durchzusetzen. Zugleich gebe es in der Natur des Menschen aber auch einen „selbstzerstörerischen Trieb“. […]