Politik und Gesellschaft

Deutschlands Wehrkultur ist defekt

Marcel Bohnert dient als Oberstleutnant im Generalstabsdienst der Bundeswehr. In einem Aufsatz im Nachrichtenmagazin “Der Spiegel” setzt er sich mit Mängeln im Bereich Wehrkultur in Deutschland auseinander. Die Kultur des Landes habe sich auf eine gefährliche Weise von allem Militärischen entfernt und blende militärische Realitäten zum Schaden des Gemeinwohls weitestgehend aus. […]

Herausforderungen

Über den Verfall der politischen Kultur in Deutschland

Der evangelische Theologe Rochus Leonhardt lehrt an der Universität Leipzig. Im kürzlich erschienenen Sammelband „Christentum von rechts“ setzt er sich auf der Grundlage der protestantischen Sozialethik mit dem Verfall der politischen Kultur in Deutschland auseinander. Diese sei zunehmend von „Stigmatisierungs- und Ausgrenzungstendenzen“ gekennzeichnet, welche eine ernsthafte Gefahr für die freiheitliche demokratische Ordnung des Landes darstellten. Es drohten der „Triumph des Moralismus über die Sachauseinandersetzung“ sowie die “Stillstellung von Menschen”, die vom verordneten Konsens abweichen. […]

Dienstethos

Neue Publikation: Der Männerbund – Träger und Bewahrer des Gemeinwesens

In der Reihe “Renovatio-Impulse” ist eine neue Publikation erschienen, die sich mit männerbündischen Institutionen und ihrer Rolle im Gemeinwesen auseinandersetzt. Das Dokument kann hier abgerufen werden. Es behandelt freiwillige Zusammenschlüsse von Männern, die gemeinsam höheren Zielen dienen wollen, etwa dem Schutz des Gemeinwesens vor Bedrohungen oder der Bewahrung und Erneuerung seiner Kultur in Zeiten, in denen ihr Bestand herausgefordert wird. Die Resilienz eines Gemeinwesens hängt in Krisenzeiten entscheidend davon ab, dass es über leistungsfähige männerbündische Institutionen verfügt. Wie alle kulturtragenden Institutionen sind jedoch auch Männerbünde gegenwärtig verstärkt Delegitimationsversuchen ausgesetzt. […]

Kulturelle Resilienz

Die tridentinische Messe als Pulsschlag der europäischen Zivilisation

Der Philosoph Michel Onfray kritisiert in einem kürzlich in der Tageszeitung “Le Figaro” erschienenen Aufsatz die Einschränkung der Feier der tridentinischen Messe durch Papst Franziskus. Auch als Atheist müsse er anerkennen, dass das Leben der Kirche “den Pulsschlag unserer jüdisch-christlichen Zivilisation” darstelle. Die tridentinische Messe beinhalte das gesamte “Erbe der Stammesgeschichte unserer Zivilisation”. Versuche, sie abzuschaffen oder einzuschränken, müssten sich negativ auf das kulturelle Erbe Europas auswirken, das sich ohnehin schon in einer prekären Lage befinde. […]