Politik und Gesellschaft

Heinz Theisen: Europäische Selbstbehauptung durch Selbstbegrenzung

Der Politikwissenschaftler Heinz Theisen lehrte zuletzt an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen in Köln. In einem jetzt erschienenen Aufsatz kritisiert vor dem Hintergrund des Scheiterns des Afghanistan-Einsatzes die „strategische Ratlosigkeit des Westens“. Er beschreibt die Grundzüge einer neuen, am Ziel des Schutzes Europas orientierten Außen- und Sicherheitspolitik, der es um „Selbstbehauptung durch Selbstbegrenzung“ gehe. […]

Kulturelle Resilienz

Martin van Creveld: Geistige Voraussetzungen kollektiver Selbstbehauptung in bewaffneten Konflikten

Der Militärwissenschaftler Martin van Creveld lehrt an der Tel Aviv University und zählt zu den führenden Vertretern seines Fachs weltweit. In einem heute auf der Plattform Welt Online veröffentlichten Gespräch äußert er sich zu den kulturellen Faktoren, die es den Taliban ermöglicht hätten, sich in Afghanistan gegen ihre Gegner durchzusetzen. […]

Dienstethos

Führen durch dienen: Eine christliche Führungslehre

In einer Zeit, in der die tragenden Institutionen des Gemeinwesens oft nur noch bedingt dazu in der Lage erscheinen, ihre Funktion zu erfüllen, kommt es auf Menschen an, in ihrem Verantwortungsbereich diese Institutionen von innen heraus regenerieren. Ein Beispiel dafür ist ein Kreis aus Unternehmern, Wirtschaftswissenschaftlern und Denkern, die im Bereich der Wirtschaft das Konzept der „dienenden Führung“ vermitteln wollen. Praktische Ansätze dazu hat dieser Kreis im kürzlich erschienenen Sammelband „Führen durch Dienen“ vorgestellt. […]

Politik und Gesellschaft

Heinrich August Winkler: Folgerungen aus dem Scheitern des Afghanistan-Einsatzes

Der Historiker Heinrich August Winkler lehrte zuletzt an der Humboldt-Universität zu Berlin. In einem in der Tageszeitung „Die Welt“ erschienenen Gespräch formuliert er Lehren aus dem Scheitern des Afghanistan-Einsatzes. Er plädiert für eine stärkere Anerkennung der Bedeutung kultureller Unterschiede zwischen dem christlich-abendländischen und dem islamischen Kulturraum, mehr sicherheitspolitischen Realismus, wirksamere Maßnahmen zur Eindämmung irregulärer Migration und die Beschränkung militärischer Einsätze auf die unmittelbare Abwehr von Bedrohungen. […]

Kulturelle Resilienz

Carter Malkasian: Die kulturellen Ursachen des Sieges der Taliban in Afghanistan

Der Militärhistoriker Carter Malkasian diente als amerikanischer Militärberater in Afghanistan. Die im Rahmen seiner Feldforschung gewonnenen Erkenntnisse verarbeitete er in seinem kürzlich erschienenen Werk „The American War in Afghanistan – A History“. Hier setzt er sich unter anderem mit den kulturellen Faktoren auseinander, welche die Taliban zu ihrem Sieg befähigten. Diese hätten sich erfolgreich auf den Islam als Quelle nationaler Einheit und Inspiration des Kampfes gegen nichtmuslimische Fremde gestützt, wodurch es ihnen gelungen sei, eine große Zahl von Afghanen zu mobilisieren und größere Opfer zu bringen als ihre Gegner. […]

Dienstethos

Giuseppe Gracia: „Das Kämpfen und Beschützen bejahen“

In einem heute in der „Neuen Zürcher Zeitung“ erschienenen Aufsatz tritt der katholische Autor Giuseppe Gracia dafür ein, maskulinen Idealen einen höheren gesellschaftlichen Stellenwert beizumessen. „Kämpfen, bezwingen, beschützen“ seien für das Gemeinwesen auch in der Gegenwart unverzichtbare Aufgaben, für deren Erfüllung es Männer brauche. […]

Herausforderungen

Marcel Bohnert: Die kulturellen Ursachen der deutschen Niederlage in Afghanistan

Die aktuellen Ereignisse in Afghanistan unterstreichen das Scheitern des Einsatzes der Bundeswehr dort. Bereits 2017 hatte Marcel Bohnert, der als Oberstleutnant im Generalstabsdienst der Bundeswehr dient, die kulturellen Ursachen dieses Scheiterns in seinem Buch „Innere Führung auf dem Prüfstand“ analysiert. Zu diesen zählt er vor allem „Strategielosigkeit“ und „Realitätsverweigerung“ in den politischen und militärischen Eliten Deutschlands und fordert eine „ungeschminkte und transparente Bilanzdebatte“. […]

Herausforderungen

Michel Houellebecq: Der Selbstmord der Moderne

Der Schriftsteller Michel Houellebecq gilt als einer der bedeutendsten Kulturkritiker der Gegenwart. In einem jetzt in der Wochenzeitung „Welt am Sonntag“ veröffentlichten Aufsatz schreibt er über den „Selbstmord der Moderne“, der nicht nur westliche Gesellschaften betreffe. […]

Kein Bild
Kulturelle Resilienz

Robert Sarah: Das Wesen der heiligen Tradition

Kardinal Robert Sarah gilt als eine der wichtigsten Persönlichkeiten in der katholischen Kirche der Gegenwart. In einem jetzt in der Tageszeitung „Le Figaro“ erschienenen Aufsatz setzt er sich mit dem Wesen der heiligen Tradition des Christentums und ihrer Bedeutung für die kulturelle Erneuerung westlicher Gesellschaften auseinander. […]

Herausforderungen

Peter Eisenberg: Über die Zerstörung der deutschen Sprache

Der Linguist Peter Eisenberg lehrte zuletzt an der Universität Potsdam. In einem jetzt in der Tageszeitung „Die Welt“ erschienenen Aufsatz kritisiert er den von Gender-Ideologen betriebenen „Sprachkampf“, der die Standardsprache zunehmend zerstöre. Dieser Kampf werde scheitern, weil er auf falschen Annahmen beruhe. Es zeichne sich aber ab, dass er eine „Spur der Verwüstung“ in der Sprache hinterlassen werde. […]