Herausforderungen

Ruud Koopmans: Deutschland ist blind gegenüber der Bedrohung durch den Islamismus

Der Migrationsforscher Ruud Koopmans lehrt an der Humboldt-Universität zu Berlin. Gegenüber der Berliner Zeitung kritisierte er heute die Reaktion der Bundesregierung auf den islamistischen Anschlag von Würzburg. Diese hatte sich geweigert, den islamistischen Bezug des Vorfalls klar zu benennen. Laut Koopmans führe die dazu, dass die Bedrohung durch islamistische Akteure nicht wirksam bekämpft werden könne. […]

Kulturelle Resilienz

Julian Nida-Rümelin: Deutschlands politische Kultur ist nicht krisentauglich

Der Philosoph Julian Nida-Rümelin lehrt an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zusammen mit Nathalie Weidenfeld verfasste er das Buch „Die Realität des Risikos“, in dem die Autoren warnen, dass der Verfall der politischen Kultur Deutschlands die Fähigkeit des Landes zur Bewältigung von Krisen schwäche. Dies sei im Verlauf der Corona-Krise deutlich sichtbar geworden. Hier hätten Staat und Gesellschaft aus kulturellen Gründen in vieler Hinsicht bei der Krisenbewältigung versagt. […]

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Herausforderungen

Der Anschlag von Würzburg: Analyse

Der somalische Staatsangehörige Abdirahman Jibril A. tötete am 25. Juni in Würzburg drei Frauen mit einem Messer und verletzte sechs weitere Meschen schwer. Den vorliegenden Informationen zufolge handelte es sich bei seiner Tat um einen islamistischen Terroranschlag. Der Vorfall unterstreicht das anhaltend hohe Maß der Bedrohung durch islamistischen Terrorismus in Deutschland und ist ein Beispiel für eine Form von Militanz, die sich auf islamistische Narrative stützt, aber nicht primär religiös motiviert ist. […]

Herausforderungen

René Pfister: Die Critical Race Theory als „Angriff auf zentrale Werte des Westens“

Der Journalist René Pfister ist als Korrespondent des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ in den USA tätig. In der aktuellen Ausgabe des Magazins analysiert er die „Critical Race Theory“, die zunehmend das Handeln staatlicher und nichtstaatlicher Institutionen in den USA prägt. Diese Ideologie stelle einen „Angriff auf zentrale Werte des Westens“ dar und finde auch in Deutschland zunehmend Anhänger. […]

Herausforderungen

Christoph Türcke: Der „Schöpfungswahn“ der Genderideologie

Der Philosoph Christoph Türcke lehrte bis zu seiner Emeritierung 2014 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. In einem von Spiegel Plus veröffentlichten Gespräch kritisiert er die Genderideologie und insbesondere den Transgender-Aktivismus, deren Vorstellungen über die sexuelle Identität des Menschen Ausdruck eines „Schöpfungswahns“ seien. […]

Dienstethos

Alexander Solschenizyn: Nicht mit der Lüge leben

Der russische Schriftsteller und Nobelpreisträger Alexander Solschenizyn veröffentlichte 1974 einen Text, in dem er sich mit dem Minimum des Widerstandes auseinandersetzte, den Menschen in totalitären Systemen leisten könnten. Da solche Systeme auf unwahren Ideologien beruhten, müssten sie zusammenbrechen, wenn sich genügend Menschen den staatlich verordneten Lügen verweigerten. […]

Herausforderungen

Susanne Schröter: Über den Begriff der „kulturellen Aneignung“

Die Ethnologin Susanne Schröter lehrt an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. In einem heute in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschienenen Aufsatz setzt sie sich kritisch mit dem linksidentitären Konzept der „kulturellen Aneignung“ auseinander. Dieses verurteilt die Aufnahme von Elementen nichteuropäischer Kulturen durch Europäer als einen angeblichen Akt der Unterdrückung. […]

Herausforderungen

Quinn Slobodian: Über den Begriff des Globalismus

Der Historiker Quinn Slobodian lehrt am Wellesley College in den USA. Er ist vor allem durch ein 2018 erschienenes Werk bekannt geworden, in dem er sich mit der Geschichte der Ideologie des Globalismus auseinandergesetzt hatte. In einem heute in der Tageszeitung „Die Welt“ erschienenen Beitrag nimmt zu den Kontroversen Stellung, welche die Verwendung des Globalismus-Begriffes in Deutschland zuletzt ausgelöst hatte. […]