J. R. R. Tolkien: Über schützende Mauern und Grenzen

Der Sprachwissenschaftler und Schriftsteller J. R. R. Tolkien griff in seinem Werk die Motive der Mythen West- und Nordeuropas auf, die er vor dem Hintergrund christlicher Weltanschauung interpretierte. Es gelang ihm auf diese Weise, zentrale Themen traditioneller abendländischer Weltanschauung auf eine Weise auszudrücken, die für Menschen des westlichen Kulturraums der Gegenwart verständlich ist. Eines dieser Themen ist die existenziell wichtige Bedeutung von Mauern und Grenzen für den Schutz des Menschen und des Gemeinwesens.

Die Bedingungen der Wirklichkeit erfordern schützende Mauern und Grenzen

Tolkien beschrieb die Aussagen traditioneller christlich-abendländischer Weltanschauung zum Thema Mauern und Grenzen vor allem in seinem Werk „Der Herr der Ringe“. Das Werk behandelt einen Ausschnitt aus der Geschichte eines die Äonen durchziehenden Konflikts zwischen den Kräften des Guten und des Bösen. Mauern und Grenzen werden hier als Erfordernisse der Bedingungen einer unfriedlichen Welt dargestellt. Gegen Bedrohungen muss sich hier das Volk der Hobbits schützen, dessen Angehörige nach Jahrhunderten des Friedens „glaubten, Frieden und Überfluss seien die Regel in Mittelerde“. Dieses Volk verdankt seinen Frieden in einer Welt, in der das Böse sehr aktiv ist, einem Orden verborgener Wächter, ohne dass die Hobbits dies ahnen.1 Sie ahnen jedoch, dass außerhalb ihrer Grenzen Bedrohungen lauern und haben daher einige wenige Personen zum Schutz der Grenzen eingeteilt, um „dafür zu sorgen, dass sich Ausländer aller Arten […] nicht unliebsam aufführten“:

„Zu der Zeit, als diese Geschichte beginnt, hatte sich die Zahl der Grenzer, wie sie genannt wurden, stark erhöht. Es gingen viele Berichte und Beschwerden über fremde Personen und Geschöpfe ein, die an den Grenzen herumschlichen oder sie sogar überschritten: das erste Anzeichen, dass nicht alles so war, wie es sein sollte und immer gewesen war, außer in Erzählungen und Sagen aus längst vergangenen Zeiten.“2

Die im Osten an der Grenze ihres Siedlungsraums lebenden Hobbits haben zu ihrem Schutz außerdem eine Hecke gepflanzt, den Hohen Hag, die über Generationen hinweg gepflegt wurde und ihnen Sicherheit bietet. Der im Osten angrenzende alte Wald liegt allerdings nahe an dieser schützenden Hecke. In ihm existieren geheimnisvolle Gefahren und so ist es erforderlich, dass die hier lebenden Hobbits bei Dunkelheit ihre Türen verschließen, was im Auenland sonst nicht üblich sei.3

Auf der im Buch beschriebenen Reise besuchen einige Hobbits eine Reihe von sicheren Orten, etwa das Haus Tom Bombadils. Dieser ist ein sehr rätselhaftes, altes, mächtiges und gutartiges Wesen, das den Wald beschützt und die Gefährten vor einem für sie gefährlichen bösartigen Wesen rettet. In dessen Haus begrüßt sie die Gastgeberin, eine Flussnymphe, mit den Worten:

„Lasst uns die Nacht aussperren! […] Denn vielleicht fürchtet ihr euch immer noch vor Nebel und Baumschatten und tiefem Wasser und bösen Wesen. Fürchtet euch nicht! Denn heute Nacht seid ihr unter Tom Bombadils Dach. […] Habt nun Frieden […] bis zum Morgen! Kümmert euch nicht um nächtliche Geräusche! Denn nichts dringt hier durch Tür und Fenster als Mondschein und Sternenlicht und der Wind vom Bergesgipfel.“4

Im weiteren Verlauf ihrer Reise lernen die Hobbits auch andere, noch stärker bedrohte und daher besser befestigte Orte kennen:

  • Minas Tirith ist die Hauptstadt des sterbenden alten Reiches Gondor. Die „Rammas Echor“, die Mauer, die das zur Stadt Minas Tirith gehörige Land umschließt, orientiert sich offenbar am historischen Beispiel der Mauern Konstantinopels. Zusätzlich dazu verfügt die Stadt über sieben Mauern, „so mächtig und alt, dass es schien, als seien sie nicht erbaut worden, sondern von Riesen aus dem Gebein der Erde herausgehauen“.5
  • Die befestigte Schlucht Helms Klamm, der Rückzugsort des Volkes der Rohirrim, ist der Standort der Festung Hornburg, die durch „hohe Mauern aus uralten Steinen“ gesichert wird, den Klammwall, in dessen „Mitte ein stolzer Turm“ steht. Über diese Festung wird gesagt, dass sie mit der Hilfe von Riesen errichtet worden sei. Sie wird unmittelbar vor Beginn der im Buch „Die zwei Türme“ beschriebenen Ereignisse bzw. dem Angriff der Kräfte des Bösen unter der Führung Sarumans durch Erkenbrand geführt, der „klug war“ und angesichts des sich ankündigenden Krieges „die Mauer ausgebessert und die Festung verstärkt“ hatte. Im Vorfeld wird die Festung zusätzlich durch Helms Deich gesichert, eine Verbindung von Graben und Schutzwall. Der Charakter Gimli sagt über das dadurch geschützte Land, dass es „ein zähes Gebein“ habe und dass er die Anlage mit einem Jahr Zeit und hundert Mann zu einer Festung machen könne, „an der sich Heere wie Wellen brechen würden“.6
  • Als der Angriff auf die Festung schließlich kommt, hält die Burg „stand wie eine Insel im Meer“.7 Ihr gestaffeltes Verteidigungssystem ermöglicht den Alten, Frauen und Kindern der Rohirrim, die zum Schutz vor der Invasion der Armee Sarumans hierher verbracht werden, solange zu überleben, bis Rettung von außen eintrifft.

Offene, ungeschützte Grenzen machen ein Gemeinwesen verwundbar

Ein Land mit offenen Grenzen wird als bedroht dargestellt. Das Land Rohan war dem Wirken des Feindes lange Zeit schutzlos ausgeliefert, „denn Euer Land war offen, und Fremde kamen und gingen“, wie Gandalf gegenüber dem König des Landes erklärte. So konnte der Feind des Landes es erfolgreich unterwandern und war über alle Vorgänge dort informiert.8

Das Überwinden von Mauern und Grenzen als bedrohlicher Akt

Um die Mauern der Stadt Minas Tirith zu überwinden, setzte der Feind einen „Grond“ genannten Rammbock gegen den schwächsten Teil der Stadtmauer ein, dessen Name „Hammer der Unterwelt“ bedeutete. „Zaubersprüche der Vernichtung lagen auf ihm“.9

Starke Mauern und sichere Grenzen sind nur dann gut, wenn sie das Eigene schützen

Mauern und Festungsanlagen werden im Werk Tolkiens als ambivalent beschrieben. Ob sie gut sind oder schlecht, hängt von dem ab, wen und was sie schützen. Solange sie dem eigenen Schutz dienen, werden sie bejaht. Über Isengart, die  Stätte Sarumans, heißt es, dass dieser Ort eine „starke Festung und wunderbar“ sei, „und lange war es schön gewesen“, bis Saruman die gute Festung zu einem Ort des Bösen gemacht habe.10

Die Ambivalenz von Befestigungsanlagen unterstreicht auch die Erzählung von den Wachttürmen von Cirith Gorgor an der Grenze des vom Bösen beherrschten Landes Mordor, die vor langer Zeit nach dem Sieg über Sauron von den Menschen Gondors erbaut worden waren, damit dieser nicht zurückkehren konnte. Diese Absicht scheiterte jedoch: „Doch Gondors Stärke schwand, und die Menschen waren untätig, und lange Jahre standen die Türme leer. Dann kehrte Sauron zurück. Nun wurden die Wachttürme, die verfallen waren, ausgebessert und mit Waffen bestückt und mit unaufhörlicher Wachsamkeit bemannt.“11

Minas Tirith, die wichtigste Festung der Menschen, wird als schön beschrieben, „mit weißen Mauern, vielen Türmen, stolz und hehr; die Zinnen glitzerten von Stahl, und auf den Türmen flatterten viele Banner“. Die ihr gegenüberliegende Festung sei jedoch „eine größere und stärkere“. Die Festung Saurons besteht aus „Mauer über Mauer, Brustwehr über Brustwehr“ und ist „unermeßlich stark, ein Berg aus Eisen, ein Tor aus Stahl, ein Turm aus Adamant“.12 Der Pass, der in das Land Mordor führt, wird zudem von einer gewaltigen Festungsanlage geschützt. Scheinbar nur durch das schwarze Tor Morannon kann man in dieses Landes gelangen.13

Brücken als verwundbare Orte

Brücken haben im Werk Tolkiens eine überwiegend negative symbolische Bedeutung. Sie stellen eine praktische Notwendigkeit dar, müssen jedoch bewacht und verteidigt werden, weil sie ansonsten Einfallstore für die Kräfte des Bösen darstellen können. Der Charakter Elrond beschreibt, dass in einem früheren Kampf gegen Sauron „die letzte Brücke, die noch inmitten der Trümmer von Osgiliath stand“, zerstört werden musste, damit die Kräfte des Bösen sie nicht für weitere Vorstöße nutzen konnten. Er „gehörte zu der Schar, die die Brücke besetzt hielt, bis sie hinter uns zusammenbrach“.14 Vor dem Angriff auf Minas Tirith schlägt der Feind Brücken über den Fluss vor der Stadt, um Kräfte nachzuführen.15

Mauern und Grenzen müssen verteidigt werden, um wirksam zu sein

Über die Hochphase des Reiches Gondor, das in seinem Werk für das Ideal der gerechten und dauerhaften politischen Ordnung steht, schrieb er: „Hohe Türme baute jenes Volk und starke Festen“. Für den Niedergang dieses Reiches nutzte er das biblische Bild der blinden Wächter. Zur Zeit der im Werk Tolkiens beschriebenen Handlung „war die Wache auf den Mauern von Mordor nachlässig, und finstere Wesen krochen zurück nach Gorgoroth“.16

Minas Tirith wird als „wahrlich starke Veste“ beschrieben, „die kein feindliches Heer einzunehmen vermochte wenn Männer darinnen waren, die Waffen führen konnten“.17 Vor dem Beginn der Entscheidungsschlacht um die Stadt sagt Gandalf ihren Verteidigern, „dass ihr zu spät dran seid, die Mauer des Pelennor auszubessern“. Nun sei Mut „eure beste Verteidigung […] gegen den Sturm, der bald hereinbricht“. Die Verteidiger sollten jetzt zum Schwert greifen anstatt zur Maurerkelle.18

Passiver Schutz besiegt Feinde nicht

Mauern gehören als Passivwaffen zu den mildesten Mitteln, auf die Menschen und Gemeinwesen zu ihrem Schutz zurückgreifen können. Sie können Angreifer und Gegner zwar auf Distanz halten, jedoch nicht besiegen. Den Menschen in der Festung Helms Klamm bieten die Mauern der Burg nur vorübergehenden, aber notwendigen Schutz. Die Überwindung des Feindes, der sie bedroht, gelingt aber am Ende nur durch offensiven Kampf. Dies gilt auch für den späteren Angriff auf Minas Tirith. Der spätere gute König Aragorn sagt im Verlauf des Kampfes um die Stadt: „Männer sind besser als Tore“.19

Frühere Grenzen schützen die Elben nicht mehr, die zunehmend unter Druck geraten. Sie „leben jetzt auf einer Insel inmitten vieler Gefahren“ und ihre „Hände liegen häufiger an der Bogensehne als an der Harfe“. Die Flüsse, welche früher die schützenden Grenzen ihres Reiches dargestellt hätten, seien angesichts der aufsteigenden Bedrohung „wahrlich kein Schutz mehr; denn der Schatten ist rings um uns nach Norden gekrochen“.20 Der Elbe Gildor warnt die Hobbits vor der Illusion, dass sie die Bedrohungen außerhalb ihres Lebensbereiches ignorieren könnten. Diese würden die Grenzen ihrer Welt bald überschreiten: „Ihr könnt euch absperren, doch könnt ihr sie nicht für immer aussperren“.21

Mauern können nicht alle Bedrohungen abwehren

Abendländische Weltanschauung betont, dass die größten Bedrohungen nicht physischer Natur sind, sondern auf die Seele des Menschen einwirken. In der von Tolkien beschriebenen Welt gibt es dementsprechend „viele böse Dinge“, denen auch die „starken Mauern und blitzenden Schwerter“ der Menschen „nicht Einhalt gebieten“. Die „Mauern von Minas Tirith mögen stark sein, doch sind sie nicht stark genug“. Davon, dass sie den Feinden standhalten, hängt jedoch das Schicksal der Welt ab. Vor allem der Charakter Boromir, der als tapferer Kämpfer für das Gute beschrieben wird    der sich dennoch zeitweise durch die Macht des Ringers korrumpieren lässt, von dem er meint, dass er ihn für gute Zwecke einsetzen könne, rede von „Mauern und Waffen […] und dem Aufgebot seiner Mannen“, dachte aber weder über die größeren Dimensionen des Kampfes nach, in dem er sich befand, noch über die korrumpierende Wirkung der absoluten Macht, die der Ring versprach.22

Hintergrund: Ideologien der Entgrenzung

Die von Tolkien ausgedrückte Bejahung von schützenden Mauern und Grenzen durch traditionelle christlich-abendländische Weltanschauung steht im diametralen Gegensatz zu jener Entgrenzung, für die neoliberale, neomarxistische und postmoderne Ideologien eintreten. Grenzen werden von diesen Ideologien mit jeweils unterschiedlichen weltanschaulichen Argumenten entweder als Hemmnis für Handel und wirtschaftliche Effizienz oder als Instrument zur Ausgrenzung und Diskriminierung von Außenstehenden bzw. zur Aufrechterhaltung einer ungerechten globalen Ordnung abgelehnt.

Der evangelische Theologe Günter Thomas kritisierte in diesem Zusammenhang die zunehmende Durchsetzung „eines radikalen, sich verabsolutierenden, wahrhaft grenzenlosen moralischen Universalismus“ im politischen Leben Deutschlands. Die von dieser Ideologie propagierte „Grenzenlosigkeit der Humanität und Menschenwürde“ sei „nicht nur irgendwie metaphorisch-bildhaft gemeint“, sondern beziehe „sich auch auf die territorialen Grenzen Europas“. Der Schutz von Grenzen werde in diesem Denken als „Abschottung“ abgelehnt:

„Jede Anerkennung einer sachlichen, numerischen, zeitlichen oder auch territorialen Grenze wäre ein Verrat am eigenen radikalen moralischen Universalismus. Die Zurückweisung nationalstaatlicher Grenzen und eine Betonung der Grenzen der Europäischen Union verschiebt nur das Problem staatlicher Grenzen. Darum darf ein radikaler moralischer Universalismus letztlich auch die Grenzen Europas nicht als ausschließende Grenzen anerkennen. Dieser radikale moralische Universalismus vertritt pointiert eine Grenzenlosigkeit der moralischen Verantwortung und des moralischen Handelns.“

Dieses Denken negiere jedoch die Grenzen der tatsächlichen Reichweite des eigenen Handelns. Verantwortliches Handeln könne sich „immer nur auf begrenzte und letztlich endliche Verantwortungsräume beziehen“. Der dabei sichtbar werdende Mangel an Bereitschaft zur Übernahme konkreter Verantwortung, an Realismus und an Einsicht in die Grenzen des eigenen Handelns verbinde sich in Ideologien der Entgrenzung mit einem demonstrativ zur Schau gestellten, selbstgerechten, von Selbstkritik und Selbstzweifeln freien „Habitus einer rechtschaffenen moralischen Überlegenheit“.23

Beispielhaft für die Überformung von Teilen der Kirche durch diese Ideologien ist eine  Predigt eines deutschen Bischofs der katholischen Kirche, in der er Grenzen sowie „Abwehrmechanismen und Abschottungen“ jeglicher Art grundsätzlich verurteilte. Es geschehe „Unsägliches“, „wenn Menschen sich abgrenzen“. „Unglück“ sei die Folge davon. Das „Gräuel von Sicherheitszonen, gewaltbewährter Abgrenzung und Kälte“ müsse überwunden werden. Das Evangelium sei „eine frohe Botschaft der Entgrenzung“.24

Ganz anders als dieser Bischof sprachen die Propheten der Bibel. Im „Siegeslied der Geretteten“, das im Buch Jesaja wiedergegeben wird, wird angekündigt, dass die vor ihren Feinden geretteten Menschen einst singen werden: „Wir haben eine starke Stadt. Zum Heil setzt er Mauern und Wall.“25 Sowohl das Alte, als auch das Neue Testament bejahen schützende Mauern und Grenzen durchgängig. Diese werden im Neuen Testament allenfalls dann in Frage gestellt, wenn es um Expansion geht bzw. wenn sie den christlichen Anspruch auf Universalität einengen, aber niemals, wenn sie eine schützende Funktion haben. Wie Tolkien betonte, durchzieht dieses Denken die abendländische Geistesgeschichte und prägt das traditionelle Denken Europas, welches, anders als die erwähnten Ideologien, auf Erfahrung beruht und sich über lange Zeiträume in der Praxis der Sicherstellung des Gemeinwohls bewährt hat.

Quellen

  1. J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe, Stuttgart 2009, S. 21 f.
  2. Ebd., S. 27.
  3. Ebd., S. 122.
  4. Ebd., S. 148-150.
  5. Ebd., S. 825.
  6. Ebd., S. 583-587.
  7. Ebd., S. 592.
  8. Ebd., S. 576.
  9. Ebd. S. 910.
  10. Ebd., S. 612.
  11. Ebd., S. 701.
  12. Ebd., S. 447 f.
  13. Ebd., S. 701.
  14. Ebd., S. 278.
  15. Ebd., S. 906.
  16. Ebd. S. 277.
  17. Ebd., S. 826.
  18. Ebd., S. 823 f.
  19. Ebd., S. 968.
  20. Ebd., S. 390.
  21. Ebd., S. 106.
  22. Ebd., S. 444 f.
  23. Günter Thomas: „Kafkaeske Züge. Zur Reichweite von Verantwortung und Macht angesichts der Flüchtlingskrise“, Zeitzeichen, Nr. 08/2016, S. 12-15.
  24. Bischof Franz-Josef Overbeck: „Predigt im Pontifikalamt zum Hochfest der Erscheinung des Herrn (Jk A)“, Essen, 06.01.2020.
  25. Jes 26,1.