Herausforderungen

Ayaan Hirsi Ali: Die Überlegenheit der westlich-abendländischen Zivilisation

Die Politikwissenschaftlerin Ayaan Hirsi Ali ist unter anderem als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Hoover Institution an der Stanford University tätig. Sie kam 1992 als Asylsuchende aus Somalia nach Europa, wandte sich vom Islam ab und bezeichnet sich als Kulturchristin. In einem heute erschienenen Gespräch äußert sie sich über die Überlegenheit der westlich-abendländischen Kultur, zu deren Teil sie aus Überzeugung geworden sei. Sie habe kein Verständnis für die Anhänger identitätspolitischer Ideologien, die von den Früchten dieser Kultur lebten, diese aber nicht bewahren wollten, sondern sie bekämpften. […]

Herausforderungen

Alexander Grau: Über die Verachtung der eigenen Geschichte

Der Philosoph Alexander Grau kritisiert in einem heute erschienenen Aufsatz die zunehmende Tendenz zur Verachtung und Abwertung der eigenen Geschichte in westlichen Gesellschaften. Die Ursache dafür sei der Narzissmus bindungsloser Individuen, die jegliche Tradition als Einschränkung ihrer Freiheit ablehnten. Dieser Typus nehme sich zwar als tolerant und weltoffen wahr, scheitere aber bereits daran, das eigene Erbe zu akzeptieren oder zu verstehen. Im antirassistischen oder antifaschistischen Aktivismus finde er eine politische Plattform. […]

Herausforderungen

Hugo Micheron: Islamistische Enklaven als Bedrohung für Europa

Der Politikwissenschaftler Hugo Micheron lehrt an der Princeton University und setzt sich im Schwerpunkt mit der Bedrohung Europas durch militante Salafisten auseinander. In einem jetzt veröffentlichten Gespräch warnt er, dass diese Bedrohung langfristig wahrscheinlich weiter zunehmen werde. Sie gehe nicht mehr nur von einzelnen Organisationen oder Netzwerken aus, sondern von wachsenden Subkulturen, die zunehmend islamistische „Enklaven“ in Europa schafften. Lösungen für dieses Problem seien nicht in Sicht. […]

Christliches Dienstethos

Jürgen Doetsch: „Wir müssen das Heiligtum schützen und bewahren“

Der katholische Priester Jürgen Doetsch wurde im August 2020 bei einem christenfeindlichen Angriff während der heiligen Messe in der St.-Joseph-Kirche in Berlin verwundet. Vor dem Hintergrund der aktuellen islamistischen Anschlagswelle in Europa äußerte er sich jetzt über die Notwendigkeit, Maßnahmen zum Schutz von Christen und christlichen Zielen gegen solche Bedrohungen zu ergreifen. Die Kirche in Deutschland müsse „im Kampf und zum Schutz der Gläubigen wieder lebenspraktischer werden“. […]

Christliches Dienstethos

Erich Przywara: Vom Dienen

Der katholische Theologe und Philosoph Erich Przywara (1889-1972) war Teil eines Kreises unkonventioneller christlich-konservativer Denker, die einen revolutionären Traditionalismus vertraten und sich in den frühen 1960er Jahren im Umfeld der Zeitschrift „Labyrinth“ bewegten. Dort veröffentlichte er 1960 einen Aufsatz, in dem er sich mit dem Begriff des Dienstes als Schlüsselbetriff christlicher Weltanschauung auseinandersetzte. […]

Herausforderungen

Frankreichs Katholiken und der Kampf gegen den Islamismus

Zwei französische Erzbischöfe, Éric de Moulins-Beaufort und Luc Ravel, haben in den vergangenen Tagen erklärt, dass sich das Land und die Kirche in einem Krieg gegen den militanten Islamismus befänden. Sie riefen zu verstärkten Anstrengungen zur Bekämpfung dieser Ideologie und ihrer Anhänger auf und betonten zugleich, dass die Angriffe von Islamisten sich auch gegen einen Teil der Muslime richteten. […]

Christliches Dienstethos

Monika Maron: Auf der Suche nach Helden

Die Schriftstellerin Monika Maron gehörte zu den regimekritischen Stimmen in der DDR und wurde kürzlich als „politisch unberechenbar“ eingestuft. In ihrem zuvor erschienenen Roman mit dem Titel „Artur Lanz“ hatte sie sich mit den Themen Tapferkeit und Heldentum auseinandergesetzt, wobei sie vor allem Impulse aus dem christlichen Rittertum aufgriff. Postheroische Gesellschaften müssten scheitern, wenn sie eines Tages ernsten Bedrohungen gegenüberstünden. Da solche Bedrohungen bereits am Horizont sichtbar würden, brauche es intakte Bilder von Männlichkeit, die dazu in der Lage seien, diesen Bedrohungen entgegenzutreten. Im Erbe des christlichen Rittertums gebe es solche Bilder, die Wege zu einem sinnvollen, im Dienst an großen Aufgaben geleisteten Leben erschlössen. […]