Politik und Gesellschaft

Hans-Peter Schwarz: Die Kontrolle von Migration als Forderung politischer Tugend

Der Politikwissenschaftler Hans-Peter Schwarz (1934-2017) gehörte zu den bedeutendsten Vertretern der realistischen Schule dieser Disziplin in Deutschland und lehrte zuletzt an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. In seinem 2017 erschienenen letzten Werk mit dem Titel „Die neue Völkerwanderung nach Europa“ trat er für eine stärkere Kontrolle von Migration ein. Dabei berief er sich auf klassische politische Tugenden wie Klugheit, Gerechtigkeit und Solidarität sowie auf das Gemeinwohlprinzip. […]

Kein Bild
Kulturelle Resilienz

Kardinal Sarah: Der Winter des Abendlands – Teil 2: Erbe und Identität

Kardinal Robert Sarah gilt als eine der wichtigsten Persönlichkeiten in der katholischen Kirche der Gegenwart und als einer der entschlossensten Verteidiger ihrer Tradition. In einem kürzlich erschienenen Buch analysiert er die Krise Europas aus einer christlichen Perspektive und spricht diesbezüglich vom „Winter des Abendlands“. Eine der Ursachen dieser Krise sei das Menschenbild von Moderne und Postmoderne, das die Identität des Menschen als Träger eines Erbes leugne. […]

Herausforderungen

Frankreich: Neue Studie analysiert islamistische Subversionsstrategien

Der Politikwissenschaftler Bernard Rougier hat neue Erkenntnisse über islamistische Subversion in französischen Großstädten vorgelegt. Einer unter seiner Leitung erstellten Studie zufolge würden sowohl salafistische Islamisten als auch Akteure aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft in Folge gezielter Subversion zunehmend ganze Stadtteile kontrollieren und dort Parallelgesellschaften errichten. Laut Erkenntnissen des französischen Inlandsnachrichtendienstes DGSI befänden sich gegenwärtig rund 150 Stadtviertel in Frankreich unter der Kontrolle von Islamisten. […]

Christliches Dienstethos

J. Budziszewski: Die Berufung des Mannes zum Schutz von Familie und Gemeinwesen

Der Politikwissenschaftler und Naturrechtsexperte J. Budziszewski lehrt an der University of Texas in Austin in den USA. Vor dem Hintergrund des wachsenden Einflusses der Ideologie der „Gender Studies“ erläuterte er in einem kürzlich erschienenen Aufsatz das auf erprobtem Erfahrungswissen über die Natur des Menschen beruhende Männlichkeitskonzept der abendländischen Philosophie. Dieses Verständnis von Männlichkeit betone die Berufung des Mannes zum Kampf für das Gute und zum entsprechenden Dienst an seiner Familie und am Gemeinwesen. […]

Politik und Gesellschaft

Amitai Etzioni: Patriotismus, Gemeinwohl und kulturelle Erneuerung

Der Soziologe Amitai Etzioni lehrt an der George Washington University in den USA und ist einer der Vordenker des Kommunitarismus. In einem kürzlich erschienenen Buch mit dem Titel Reclaiming Patriotism setzt er sich mit der Frage auseinander, wie die zerfallenden Gesellschaften der westlichen Welt vor größeren Verwerfungen bewahrt und die zerstörten Bindungen in ihnen wieder hergestellt werden können. Er entwirf dazu auf der Grundlage eines Leitkultur-Ansatzes ein Programm für einen gemeinwohlorientierten Patriotismus. […]

Christliches Dienstethos

Dieter Thomä: Ein freiheitliches Gemeinwesen braucht Helden

Der Philosoph Dieter Thomä lehrt der der Universität St. Gallen. In einem jetzt erschienenen Aufsatz erläutert er die Bedeutung von Helden für freiheitliche Gemeinwesen. Diese müssten sich „mehr denn je“ gegen Feinde behaupten und benötigten daher „Menschen, die heroisch die Fackel der Freiheit hochhalten.“ […]

Kein Bild
Herausforderungen

Kardinal Sarah: Der Winter des Abendlands – Teil 1: Die Krise Europas

Kardinal Robert Sarah gilt als eine der wichtigsten Persönlichkeiten in der katholischen Kirche der Gegenwart, als einer der entschlossensten Verteidiger ihrer Tradition und als einer der härtesten Kritiker ihrer inneren Missstände. In seinem aktuellen, zusammen mit Nicolas Diat verfassten Gesprächsband mit dem Titel „Herr bleibe bei uns: Denn es will Abend werden“ analysiert er die Krise Europas und die damit eng verbundene Krise der Kirche. Er spricht von einem „Winter des Abendlandes“, in dem Christen als „Hüter der heiligen Flamme“ einen besonderen Auftrag zum Dienst an den Völkern Europas hätten. In diesem Dienst würden Christen zu oft versagen. […]

Kulturelle Resilienz

Roger Scruton: Oikophobie – Der Hass auf das Eigene

Der kürzlich verstorbene englische Philosoph Sir Roger Scruton schuf den Begriff der Oikophobie, um das Phänomen des in westlichen Gesellschaften immer stärker werdenden kulturellen Selbsthasses zu beschreiben. Dieser Hass richte sich gegen alle tragenden Institutionen des Gemeinwesens, vor allem gegen das eigene, auf dem Christentum beruhende kulturelle Erbe sowie gegen die Familie und die Nation. Ein vergleichbares Phänomen sei aus keiner anderen Kultur und keiner anderen Periode der Geschichte bekannt. […]

Herausforderungen

Susanne Schröter: Die Schwäche der Kirche in der Auseinandersetzung mit dem politischen Islam

Die Ethnologin Susanne Schröter ist Leiterin des Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam (FFGI). In einem aktuellen Interview benennt sie eine Reihe von Schwächen, die Kirche in Deutschland in der Auseinandersetzung mit dem politischen Islam zeigten. Sowohl Katholiken als auch Protestanten würden diese Herausforderung nicht richtig erkennen und ihr in Folge dessen auch nicht angemessen begegnen.  […]

Kulturelle Resilienz

Roger Scruton: Die Verteidigung der abendländischen Zivilisation

Der englische Philosoph Sir Roger Scruton ist am 12. Januar 2020 verstorben. Er galt als einer der wichtigsten konservativen Denker der Gegenwart. Unsere aktuelle Publikation über die Themen Nachhaltigkeit und Ökologie stützt sich wesentlich auf Impulse Scrutons. In seinem letzten Vortrag, den er im September 2019 gehalten hatte, verteidigte er das Konzept der abendländischen Zivilisation. […]