Deutschland: Islambezogene Christenfeindlichkeit an Schulen

Gentile Bellini - Sultan Mehmed der Eroberer (Wikimedia Commons/gemeinfrei)

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, hat auf zunehmende Christenfeindlichkeit an Schulen mit einem hohen Anteil muslimischer Schüler in Deutschland hingewiesen. Besonders betroffen seien Schulen in sozial schwachen Räumen mit hohem Migrantenanteil in westdeutschen Großstädten und Berlin:

„[E]s gibt eine wachsende Polarisierung und Verschlechterung der Zustände an Problemschulen in Brennpunkt-Bezirken. Beispiele finden sich in Ballungsräumen wie Berlin oder dem Ruhrpott. Auch dort, wo eine einseitige Sozialstruktur besteht oder eine bestimmte Quote an Migranten überschritten wird, kann es verstärkt zu Konflikten kommen.“

Daneben sei auch Antisemitismus an entsprechenden Schulen zu beobachten. Zudem würden muslimische Schüler verstärkt gegenüber weiblichen Lehrkräften auffällig:

„Vereinfacht gesagt prallen hier nicht selten zwei Kulturen aufeinander: In manchen arabischen und nordafrikanischen Herkunftsländern beziehungsweise in den Herkunftsfamilien gibt es ein Frauenbild, das mit unserem nicht vereinbar ist. Das zeigt sich in Sätzen wie: ‚Von dir Schlampe lasse ich mir gar nichts sagen!‘ Das sind an manchen Schulen schon gar keine Einzelfälle mehr, das ist zum Teil Alltag.“

Wegen der erhöhten Neigung entsprechender Risikogruppen zur Gewalt müssten Schulen zunehmend von privaten Wachdiensten gesichert werden. An einigen „Brennpunkt-Schulen in Problembezirken laufen wir Gefahr, dass die Situation außer Kontrolle gerät“. Durch das verstärkte Aufkommen irregulärer Migranten seit 2015 habe sich „der Problemdruck noch einmal verschärft“.

Hintergrund

Die Darstellungen Meidingers werden sowohl von zahlreichen Studien als auch von anderen Stimmen aus dem Bildungswesen bestätigt.

  • Laut einer im Auftrag der Deutschen Islamkonferenz erstellten Studie gebe es signifikante Herausforderungen bei der Integration von Muslimen auf vielen Gebieten des gesellschaftlichen Lebens, darunter auch im Bildungswesen. Dabei nehme der Grad der Integration von Muslimen in Deutschland mit dem Grad ihrer Religiosität ab. Einer Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsens (KFN) zufolge nehme bei Muslimen außerdem mit steigender Religiosität die Bereitschaft zu prosozialem Verhalten ab, während ihre Gewaltbereitschaft zunehme. Außerdem fielen Muslime gegenüber anderen Gruppen durch relative Bildungsferne auf.
  • Eine 2017 erschienene Studie des „American Jewish Committee“ (AJC) hatte islamistische Tendenzen unter muslimischen Jugendlichen in Berlin beschrieben und den Anteil der islamistischen Vorstellungen nahestehenden Jugendlichen an einem Jahrgang dabei auf rund 30-40 Prozent geschätzt. Dieser Anteil nehme tendenziell weiter zu. Lehrer berichten in von einer zunehmend aggressiven Stimmung, auch gegenüber Christen.
  • Laut einer Studie des Bundesministeriums des Innern von 2012 erreichte der Anteil der jüngeren Muslime, die Integration vollständig verweigern, in Deutschland damals einen Anteil von rund 25 Prozent. Diese Muslime wiesen demnach islamisch motivierte „starke Abneigungen gegenüber dem Westen“ sowie „tendenzielle Gewaltakzeptanz“ auf. Ein noch größerer Anteil zeige „starke Separationsneigungen“ und lehne die deutsche Kultur grundsätzlich ab.
  • Eine 2018 veröffentlichte Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) über islamistische Einstellungen unter muslimischen Schülern in Deutschland stellte bei einem erheblichen Anteil der Befragten potenziell gewaltlegitimierende Einstellungen fest. Rund 20 Prozent seien der Ansicht, dass es die Pflicht von Muslimen sei, „Ungläubige zu bekämpfen und den Islam auf der ganzen Welt zu verbreiten“ sowie dass „gegen die Feinde des Islams“ mit aller Härte vorgegangen werden müsse“.
  • Laut einer Untersuchung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft aus dem Jahr 2010 würden Lehrerinnen an Schulen mit hohem Anteil muslimischer Schüler häufig als „Schweinefleischfresser“ etc. beleidigt. Auch die Bezeichnung von Christen als „Scheißchristen“ sei an einigen solchen Schulen bereits vor Jahren üblich gewesen.

Der Islamwissenschaftler Abdel-Hakim Ourghi sprach 2017 davon, dass Christenfeindlichkeit neben Judenfeindlichkeit ein wesenshafter Bestandteil des Islam sei. Sie habe ihre Wurzeln im Koran sowie in der Tradition Mohammeds und sei in Deutschland auch „bei gebildeten, sogar westlich aufgeklärten Muslimen“ stark verbreitet.

An Schulen mit hohen Anteilen muslimischer Schüler sind nach Angaben von Lehrern schon seit Längerem “Respektlosigkeit, Aggressivität und Ignoranz gegenüber dem Lehrpersonal” zu beobachten. Dies äußere sich in beleidigendem Verhalten, vor allem gegenüber Lehrerinnen. An solchen Schulen sei Unterricht oft kaum noch möglich. Lern- und Leistungsbereitschaft seien hier allgemein nur schwach ausgeprägt, wobei der Trend negativ sei. Lehrer sehen die wesentliche Ursache dafür in einer islambezogenen „Abschottung gegenüber unserer Gesellschaft“ unter muslimischen Eltern und Schülern.

Die Berliner Jugendrichter Kirsten Heisig und Günter Räcke berichteten bereits 2006 davon, dass vor allem unter jüngeren Muslimen „gewisse zivilisatorische Standards“ nicht existieren würden:

„Man merkt, dass gewisse zivilisatorische Standards nicht mehr existieren oder nicht mehr gelten. […] Scheiß-Christ, Schweinefleisch-Fresser – das sind Begriffe, die richtig in Mode sind. Neulich ist uns von einer Schule berichtet worden, wo ein Eingang von den Schülern inoffiziell nur für Türken und Araber reserviert wurde. Da durften deutsche Schüler nicht durch. Als ein Kind gegen eine der Regeln verstieß, wurde das Mädchen mit Kopulationsbewegungen an die Wand gedrückt und es wurde ihm gedroht: „Du darfst deinen Blick nicht heben. Eine deutsche Schlampe darf mich nicht angucken.“

In der Vergangenheit wurde islambezogene Christenfeindlichkeit an Schulen öffentlich weniger stark wahrgenommen, da vor allem Christen mit Migrationshintergrund von ihr betroffen waren, deren Eltern zum Teil nicht über die Mittel verfügten, um ihre Kinder Risikoumfeldern zu entziehen. Deutsche Schüler waren in geringerem Maße Christenfeindlichkeit ausgesetzt, weil der Großteil der Schüler aus sozial schwachen Haushalten an Problemschulen konfessionslos ist.

Im Zuge der demographischen Entwicklung greift dieses Problem jedoch zunehmend auf Schulen aus, an denen ein relevanter Anteil der deutschen Schüler aus christlichen Haushalten stammt, weshalb das Problem nun öffentlich stärker wahrgenommen wird.

Christliche Eltern reagieren häufig auf diese Herausforderung, indem sie ihre Kinder an Konfessionsschulen anmelden. Solche Schulen geraten jedoch zunehmend unter staatlichen Druck, da ein politisches Interesse an einer stärkeren Präsenz von Kindern aus bildungsaffinen christlichen Haushalten an Problemschulen besteht, um die Bedingungen an diesen Schulen zu verbessern. In einigen europäischen Staaten werden derzeit Maßnahmen vorbereitet, welche die Arbeit von christlichen Konfessionsschulen aus diesem Grund erschweren sollen. Vor dem Hintergrund der beschriebenen Entwicklungen wird die Bedeutung solcher Schulen für das christliche Leben in Deutschland künftig voraussichtlich jedoch weiter zunehmen.