Christliche Soziallehre

Gustav Seibt: Die Sehnsucht des Menschen nach Heimat

Der Historiker Gustav Seibt betrachtete kürzlich in der „Süddeutschen Zeitung“ das Konzept der Heimat, das nur in der deutschen Sprache vorhanden sei. Es beschreibe eine Grunderfahrung des Menschen und sei Ausdruck eines in der Natur des Menschen angelegten Strebens nach Bindung. […]

Kulturelle Resilienz

Reinhard Merkel: Der Schutz der eigenen kulturellen Identität als Pflicht des Staates

Der Rechtswissenschaftler Reinhard Merkel lehrte Rechtsphilosophie an der Universität Hamburg. In einem in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschienenen Aufsatz setzte er sich kürzlich mit den problematischen Folgen offener Grenzen und der Zuwanderung kulturferner Gruppen für das Gemeinwohl europäischer Gesellschaften auseinander. In diesem Zusammenhang betonte er vor allem die moralische Pflicht des Staates, seine kulturellen Grundlagen zu schützen und zu bewahren. […]

Kulturelle Resilienz

Aleida Assmann: Achtung gegenüber der eigenen Geschichte als Voraussetzung kultureller Kontinuität

Die Kulturwissenschaftlerin und Ägyptologin Aleida Assmann lehrte unter anderem an der Universität Konstanz und hat sich vor allem mit Fragen der Erinnerungskultur auseinandersetzt. In einem in der „Frankfurter Rundschau“ veröffentlichten Gespräch äußerte sie sich unter anderem über der Achtung gegenüber der eigenen Vergangenheit als Voraussetzung kultureller Kontinuität. […]

Christliches Dienstethos

Hans Urs von Balthasar: Christ ist, wer im Dienst steht

Der katholische Theologe Hans Urs von Balthasar suchte 1965 in seiner Schrift „Wer ist ein Christ?“ nach dem Kern der christlichen Identität. Christ sei von Balthasar zufolge derjenige, der im Dienst stehe. Die Forderung nach Selbstlosigkeit und ständigem „Zur-Verfügung-Stehen“ im Rahmen einer dienenden Berufung würde die Identität des Christentums prägen. […]

Kulturerbe

Angela C. Contzen: Mythen, Symbole und die Identität Europas

Die Literaturwissenschaftlerin und Philosophin Angela C. Contzen hat sich in ihrer Arbeit vor allem mit der abendländischen Kulturgeschichte und Symbolik auseinandergesetzt. Mit ihrem aktuellen Buch „Die Wurzeln unserer Kultur – Natur, Kunst, Mythologie, Feste und Bräuche im Jahreslauf“ will sie einen Beitrag zur Leitkulturdebatte sowie zu „Erinnerung und Selbstbewusstsein“ leisten. Sie betont dabei die Bedeutung des Christentums als Kern der Identität Europas und sieht in alten Mythen, Bildern und Symbolen Wege, um die Menschen Europas zu sich selbst zurückzuführen. […]

Herausforderungen

Papst Franziskus: Der „demographische Winter“ Europas als Folge von Egoismus und Materialismus

Papst Franziskus hat sich gestern in einer Predigt zum „demographischen Winter“ Europas geäußert und diesen als Folge der zunehmenden Durchdringung seiner Kultur von Egoismus und Materialismus bezeichnet. Der Geburtenmangel in Europa sei Teil einer „bösen Krankheit“, die sich auf kultureller Ebene ausbreite. Während Gott das Leben wolle, entspreche Unfruchtbarkeit dem Willen Satans. […]

Christliche Soziallehre

Patrick Deneen: Die Selbstzerstörung des Liberalismus

Der Politikwissenschaftler Patrick Deneen lehrt an der katholischen University of Notre Dame in den USA. Sein neues Buch „Why Liberalism Failed“ wird hier noch ausführlicher vorgestellt werden. In einem Gespräch mit dem Magazin „Crux“ hat er vorab erläutert, worin er die wesentlichen Selbstzerstörungstendenzen im Liberalismus sieht. […]

Herausforderungen

Abdel-Hakim Ourghi: Juden- und Christenfeindlichkeit als wesenshafte Bestandteile des Islams

Der Islamwissenschaftler Abdel-Hakim Ourghi lehrt an der Pädagogischen Hochschule Freiburg. In einem in der „Frankfurter Rundschau“ erschienenen Beitrag setzt er sich mit den religiösen Hintergründen der zunehmenden muslimischen Judenfeindlichkeit in Europa auseinander. Dabei betont er, dass sowohl Juden- als auch Christenfeindlichkeit wesenshafte Bestandteile des Islams seien und nur durch eine Distanzierung von Teilen des Korans und der Tradition des islamischen Propheten Mohammed überwunden werden könnten. […]

Christliches Dienstethos

Herfried Münkler: Europa fehlt eine Kultur des Heldentums

Der Politikwissenschaftler Herfried Münkler lehrt an der Humboldt-Universität zu Berlin und gehört zu den wenigen in seinem Fach in Deutschland, die sich mit Fragen im Bereich Strategie und Sicherheit auseinandersetzen. In einem aktuellen Aufsatz in der „Neuen Zürcher Zeitung“ schreibt er über die Verwundbarkeit der postheroischen Gesellschaften Europas und kritisiert, dass diesen „Heldenerzählungen“ und ein Konzept des Heldentums fehlen würden. […]

Kulturelle Resilienz

Egon Flaig: Die Ehrung der Vorfahren als Voraussetzung kultureller Kontinuität

Der Althistoriker Egon Flaig lehrte an den Universitäten Greifswald und Rostock und ist unter anderem durch seine Gedanken zur Konfliktgeschichte des Islams bekannt geworden. In einem aktuellen Aufsatz setzt er sich mit kulturellen Auflösungserscheinungen in europäischen Gesellschaften auseinander die auch eine Folge des Verlusts der „kulturellen Dankbarkeit“ gegenüber den eigenen Vorfahren seien. Ursache dieser Entwicklung sei das Wirken postmoderner, neomarxistischer und liberaler Ideologien, die entsprechende Bindungen aus unterschiedlichen Motiven heraus bekämpfen würden. […]