Religionsdemographie: Auswirkungen irregulärer Migration auf Deutschland

Der Volkswirt Thilo Sarrazin hat in der Weltwoche eine Prognose über die demographische Entwicklung Deutschlands im Zusammenhang mit irregulärer Migration abgegeben, die indirekt auch die Frage der künftigen religiösen Zusammensetzung Deutschlands berührt.

Sarrazin geht davon aus, dass insbesondere in den jüngeren Alterskohorten der Anteil der Muslime an der Bevölkerung im Zuge der laufenden Migrationswelle innerhalb kurzer Zeit stark zunehmen werde:

„Der Familiennachzug in großem Stil hat eingesetzt. Viele der jungen Männer, die allein kamen, werden schnell Familien gründen. Dazu braucht man in Deutschland keinen Arbeitsplatz. Kindergeld und Grundsicherung reichen aus, um den Einwanderern ein nach den Maßstäben ihrer Heimat mehr als auskömmliches Einkommen zu sichern. In zehn Jahren wird man dann feststellen, dass die seit 2015 Zugewanderten, ihre nachgereisten Familien und ihre Nachfahren bereits 4 bis 6 Millionen ausmachen und große Teile der Kindergärten und Schulklassen füllen. Auch dann noch werden sie mit ihren Familien überwiegend von Sozialtransfers leben.“

Hintergrund und Bewertung

Sarrazin hatte sich in diversen Publikationen mit den demographischen Aspekten der sozioökonomischen Entwicklung Deutschlands auseinandergesetzt. Dabei war unter anderem seine materialistische Argumentation kritisiert worden. So blendet Sarrazin etwa kulturelle Faktoren im Zusammenhang mit der demographischen Entwicklung weitestgehend aus. Trotz solcher Mängel stellten seine Analysen eine insgesamt belastbare Bestandsaufnahme der sozioökonomischen Lage Deutschlands dar.

Aus seiner jetzt vorgebrachten demographischen Prognose ergeben sich aus christlicher Perspektive mehrere Folgerungen, da es sich beim Großteil der irregulären Migranten um Muslime handelt, die aus Gesellschaften zuwandern, die von einem hohen Maß an Christenfeindlichkeit geprägt sind. Es gibt Hinweise darauf, dass ein signifikanter Anteil der nach Deutschland kommenden Migranten ebenfalls christenfeindliche Einstellungen aufweist und auch darüber hinaus langfristig kaum integrierbar sein wird.

Irreguläre Migration erzeugt in diesem Zusammenhang jedoch keine grundsätzlich neuen Herausforderungen, sondern verstärkt und beschleunigt bereits seit längerem in weiten Teilen Westeuropas zu beobachtende Entwicklungen. (FG2)